70 Jahre FPÖ, 40 Jahre Grüne: Warum die beiden Parteien verstärkt gemeinsame Sache machen
Seit sich kleinste und größte Parlamentspartei die Oppositionsbank teilen, entstehen punktuell Allianzen – in parlamentarischen Abstimmungen und bei verfassungsrechtlichen Initiativen
Sie könnten gegensätzlicher kaum sein – in Herkunft, Selbstverständnis und politischem Stil. Und doch begehen sie 2026 ihre Jubiläen beinahe im Gleichklang: Die FPÖ feiert 70 Jahre seit ihrer Gründung am 7. April 1956. Die Grünen blicken auf 40 Jahre seit jenem 20. September 1986 zurück, als sich disparate Ökobewegungen unter dem Listennamen "Die Grüne Alternative" zusammenschlossen.
Dabei beginnt die Geschichte der Freiheitlichen mit einer schweren Hypothek. Hervorgegangen aus dem Verband der Unabhängigen und der Freiheitspartei, war die FPÖ der Anfangsjahre ein Auffangbecken für ehemalige Nationalsozialisten. Erster Parteichef war Anton Reinthaller, einst NS-Minister und SS-Brigadeführer.
"Das werden wir Seite an Seite mit der österreichischen Bevölkerung feiern", sagte Herbert Kickl anlässlich des 70-jährigen Bestehens beim Neujahrstreffen in Klagenfurt. Der FPÖ-Chef erwähnte in diesem Zusammenhang auch Jörg Haider, der die Partei vor 40 Jahren übernommen hat – ein "Schutzpatron der Österreicher", als dessen politischer Erbe sich Kickl versteht.
"Fundis" und "Realos"
Die Grünen erinnern sich an ihre Gründungsphase als konfliktreiches, aber produktives Ringen. Entstanden aus Anti-Atomkraft-Bewegung und Hainburg-Protesten, waren die ersten Jahre geprägt vom Widerstreit zwischen "Fundis" und "Realos", also linkem und bürgerlichem Flügel.
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Seit sich kleinste und größte Parlamentspartei die Oppositionsbank teilen, entstehen punktuell Allianzen – in parlamentarischen Abstimmungen und bei verfassungsrechtlichen Initiativen
Sie könnten gegensätzlicher kaum sein – in Herkunft, Selbstverständnis und politischem Stil. Und doch begehen sie 2026 ihre Jubiläen beinahe im Gleichklang: Die FPÖ feiert 70 Jahre seit ihrer Gründung am 7. April 1956. Die Grünen blicken auf 40 Jahre seit jenem 20. September 1986 zurück, als sich disparate Ökobewegungen unter dem Listennamen "Die Grüne Alternative" zusammenschlossen.
Dabei beginnt die Geschichte der Freiheitlichen mit einer schweren Hypothek. Hervorgegangen aus dem Verband der Unabhängigen und der Freiheitspartei, war die FPÖ der Anfangsjahre ein Auffangbecken für ehemalige Nationalsozialisten. Erster Parteichef war Anton Reinthaller, einst NS-Minister und SS-Brigadeführer.
"Das werden wir Seite an Seite mit der österreichischen Bevölkerung feiern", sagte Herbert Kickl anlässlich des 70-jährigen Bestehens beim Neujahrstreffen in Klagenfurt. Der FPÖ-Chef erwähnte in diesem Zusammenhang auch Jörg Haider, der die Partei vor 40 Jahren übernommen hat – ein "Schutzpatron der Österreicher", als dessen politischer Erbe sich Kickl versteht.
"Fundis" und "Realos"
Die Grünen erinnern sich an ihre Gründungsphase als konfliktreiches, aber produktives Ringen. Entstanden aus Anti-Atomkraft-Bewegung und Hainburg-Protesten, waren die ersten Jahre geprägt vom Widerstreit zwischen "Fundis" und "Realos", also linkem und bürgerlichem Flügel.
70 Jahre FPÖ, 40 Jahre Grüne: Warum die beiden Parteien verstärkt gemeinsame Sache machen
Seit sich kleinste und größte Parlamentspartei die Oppositionsbank teilen, entstehen punktuell Allianzen – in parlamentarischen Abstimmungen und bei verfassungsrechtlichen Initiativen