Millionäre, FPÖ, Gold: Woher das Geld für AUF1 stammt
Wer finanziert den rechtsextremen Sender? Eine Spurensuche nach Sponsoren und Netzwerken
AUF1 bezeichnet sich als unabhängiger Sender. "Ausschließlich durch seine Zuseher" finanziere sich das Medium, heißt es auf seiner Website. Recherchen zeichnen ein anderes Bild. Hinter dem Online-Sender, den deutsche und österreichische Verfassungsschützer als rechtsextrem und antisemitisch einordnen, stehen neben seinem Publikum auch politische Akteure und vermögende Unternehmer.
Allein zwischen April und Ende Juni dieses Jahres schaltete die FPÖ bei AUF1 Inserate im Wert von rund 28.000 Euro. Auch die deutsche AfD gehört zu den Werbekunden des Senders.
Wie wichtig private Geldgeber für AUF1 sind, zeigte sich im Mai dieses Jahres beim fünfjährigen Jubiläumsfest im oberösterreichischen Sipbachzell. Vor den Gästen holte der Sender den deutschen Bauunternehmer Hartmut Issmer auf die Bühne: ein älterer Herr mit Oberlippenbart und Strohhut. Der Moderator stellte ihn als einen der "größten Förderer seit Anbeginn" vor, als "Großspender". Warum er AUF1 unterstützt? Er schätze den Journalismus und das professionelle Auftreten des Senders, sagte Issmer. Zugleich verstehe er sich als "deutscher und österreichischer Patriot".
Issmers Geld fließt allerdings nicht nur zu AUF1. Er ist Mitglied der AfD und hat die Partei wiederholt mit hohen Beträgen unterstützt. Wenige Tage nach dem AUF1-Jubiläumsfest überwies er 50.000 Euro an die Partei. Im Jänner 2023 waren es 265.050 Euro.
www.derstandard.at
Wer finanziert den rechtsextremen Sender? Eine Spurensuche nach Sponsoren und Netzwerken
AUF1 bezeichnet sich als unabhängiger Sender. "Ausschließlich durch seine Zuseher" finanziere sich das Medium, heißt es auf seiner Website. Recherchen zeichnen ein anderes Bild. Hinter dem Online-Sender, den deutsche und österreichische Verfassungsschützer als rechtsextrem und antisemitisch einordnen, stehen neben seinem Publikum auch politische Akteure und vermögende Unternehmer.
Allein zwischen April und Ende Juni dieses Jahres schaltete die FPÖ bei AUF1 Inserate im Wert von rund 28.000 Euro. Auch die deutsche AfD gehört zu den Werbekunden des Senders.
Wie wichtig private Geldgeber für AUF1 sind, zeigte sich im Mai dieses Jahres beim fünfjährigen Jubiläumsfest im oberösterreichischen Sipbachzell. Vor den Gästen holte der Sender den deutschen Bauunternehmer Hartmut Issmer auf die Bühne: ein älterer Herr mit Oberlippenbart und Strohhut. Der Moderator stellte ihn als einen der "größten Förderer seit Anbeginn" vor, als "Großspender". Warum er AUF1 unterstützt? Er schätze den Journalismus und das professionelle Auftreten des Senders, sagte Issmer. Zugleich verstehe er sich als "deutscher und österreichischer Patriot".
Issmers Geld fließt allerdings nicht nur zu AUF1. Er ist Mitglied der AfD und hat die Partei wiederholt mit hohen Beträgen unterstützt. Wenige Tage nach dem AUF1-Jubiläumsfest überwies er 50.000 Euro an die Partei. Im Jänner 2023 waren es 265.050 Euro.
Millionäre, FPÖ, Gold: Woher das Geld für AUF1 stammt
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