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FPÖ (Un)Wahrheiten, Hetze und Märchen

Man kann ökologisch denken, ohne grün zu sein!
Man kann sozial und humanistisch denken, ohne links zu sein!
Und man kann seine Heimat und seine Kultur lieben, ohne rechts zu sein!

Aber man kann nicht AfD oder FPÖ wählen und sich für anständig halten. Das geht nicht!

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Kickl kann es nicht. Deswegen hat er auch de Bundeskanzler abgelehnt.

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Übrigens, so oft wie ein Misstrauensantrag gegen Kickl eingebracht wurde, auch einmalig (insgesamt 6 Misstrauensanträge in seiner 2-jährigen Amtszeit). Ich bin absolut kein Fan von Karner
 

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FPÖ will Gas aus Russland importieren
Die FPÖ will eine EU-Krisenklausel aktiviert sehen, wodurch Gasimporte aus Russland möglich würden. Außerdem forderte FPÖ-Energiesprecher Paul Hammerl heute Abend erneut in einer Aussendung die Streichung der nationalen CO2-Abgabe und eine Senkung der Erdgasabgabe auf das EU-Mindestmaß. Dadurch würden Haushalte um rund 270 Euro jährlich entlastet und die Weltmarktpreise „sofort“ gesenkt werden, so Hammerl in der Aussendung.

Der Gasimport aus Russland ist wegen des russischen Überfalls auf die Ukraine mit EU-Sanktionen belegt und stark eingeschränkt. Die FPÖ kritisiert seit Jahren die klare Unterstützung der EU für die Ukraine im Krieg.

Aktuelle Preissteigerungen wegen Iran-Krieges
Mittelfristig will die EU völlig unabhängig von russischen Gasimporten werden. Russland hat die Gaslieferungen vor und nach dem Angriff auf die Ukraine als Wirtschaftswaffe eingesetzt, indem es mit dem Stopp drohte und die Lieferungen drosselte.

 
"Dossier"-Recherche über Einfluss von Gerald Grosz auf Inhalte der Oe24-Redaktion
Dem Magazin liegen Chats vor. Rechts-außen-Kolumnist und Ex-Politiker dementiert: "Fellnerei würde mir Tritt versetzen!"

"Schreckliche Gruppenvergewaltigung in Deutschland. Abschreiben? Ich würde es gerne teilen." Es sind knappe Nachrichten wie diese, die dem Magazin Dossier vom Kolumnisten und ehemaligen FPÖ- und BZÖ-Politiker Gerald Grosz in Chats vorliegen. In einer am Dienstag erscheinenden Recherche zeigt das Magazin auf, wie Grosz damit auf Redakteure und den ehemaligen Online-Chef von Oe24 Einfluss genommen haben soll.

Mit der oben zitierten Nachricht schickte Grosz im Juli 2021 einen Link zu einem Artikel der deutschen Bild mit, in der es um eine Vergewaltigung in Leipzig ging. Kurz danach gibt es dazu auch einen Artikel, den Grosz auf Facebook mit seinen dortigen Followern – immerhin rund 400.000 an der Zahl – teilt.

Auch eine später nach staatsanwaltlichen Ermittlungen nie bestätigte Vergiftung des AfD-Chefs Tino Chrupalla findet nach einer Nachricht von Grosz an die Redaktion prompt ihren Weg auf die Oe24-Seite.

Die Chats aus den Jahren 2021 bis 2023, auf denen die Recherche von Dossier fußt, legen auch nahe, dass der Geschäftsführer Nikolaus Fellner von Oe24 über das "Pingpong mit Rechts", wie es Dossier nennt, Bescheid wusste.

Brisante Rolle von Grosz
Brisant sind die Chats durch die Person Grosz selbst. Denn Grosz ist nicht nur Kolumnist und Kommentator – etwa im Duell mit dem Publizisten Sebastian Bohrn Mena – der Mediengruppe Österreich, sondern war auch jahrelang Politiker. Er war Pressesprecher des damaligen FPÖ-Ministers und Vizekanzlers Herbert Haupt und mehrere Jahre Nationalratsabgeordneter. Er ging als Getreuer des 2008 verstorbenen Landeshauptmannes von Kärnten Jörg Haider, 2005 mit diesem mit, als er sich von der FPÖ abspaltete und das BZÖ gründete. Grosz, der für Ausländerfeindliche rechts außen Positionen bekannt ist, stiftete auch die "Jörg-Haider-Medaille".

 
»Die 1.000 Afghanen bist mir noch schuldig«
Er veranlasst Artikel und verspricht Reichweite: DOSSIER liegen interne Chats vor, die zeigen, wie der Rechts-außen-Kommentator Gerald Grosz Einfluss auf die »oe24.at«-Redaktion nimmt.

»Es hört nicht auf, der ›Einzelfall‹ Merkels mutiert zum tragischen Alltag. Schon wieder wurde eine Frau von mehreren Männern vergewaltigt, brutal geschändet. Und die Täterbeschreibung lässt kaum Fragen offen.«

Mit diesen Worten teilt Gerald Grosz am 7. Juli 2021 einen oe24.at-Artikel über eine mutmaßliche Vergewaltigung auf Facebook. Fast 2.000 Menschen reagieren, rund 1.300 davon mit dem »Wütend«-Emoji. Darunter hunderte Kommentare, viele davon empört und aufgebracht.

Was Grosz’ Follower·innen nicht sehen: Grosz ist nicht einfach auf den Artikel gestoßen und hat ihn geteilt. Wenige Stunden zuvor hatte er einem oe24.at-Mitarbeiter einen Beitrag der deutschen Bild-Zeitung weitergeleitet. Darin wurde bereits am Vortag über jene Vergewaltigung in Leipzig berichtet, die oe24.at später aufgreift.

Dem Link hatte Grosz eine knappe Nachricht hinzugefügt: »Schreckliche Gruppenvergewaltigung in Deutschland. Abschreiben? Ich würde es gerne teilen.« Aus der Chatnachricht wird binnen weniger Stunden ein Artikel auf oe24.at, den Grosz auf seiner Facebook-Seite teilt. Es ist ein Ablauf, der sich wiederholen wird.

Offiziell ist Grosz seit Jahren Kolumnist und Kommentator bei der Mediengruppe Österreich. In eigenen Formaten schreibt und redet er sich regelmäßig in Rage, nicht selten bis an die Grenzen des juristisch Sagbaren. Für das Medienhaus ist das ein Geschäft: Grosz sorgt für Quote und bringt seine mehr als 400.000 Follower·innen auf Facebook gleich mit.

Ausschnitte seiner Sendungen, die er auf Facebook teilt, erreichen schnell ein paar Tausend Likes. Reichweite, die man offenbar auch abseits von Grosz’ Auftritten nutzen wollte – und dem rechten Influencer dafür im Gegenzug Einfluss auf die Redaktion zugestand.

 
Noch drastischer formuliert es FPÖ-Chef Herbert Kickl. "Frankreich brennt – und diese Flammen sind ein riesengroßes, dröhnendes Mahnmal für Österreich und ganz Europa“, schreibt er auf Facebook. Österreich sitze auf dem "gleichen Pulverfass“. Die Ausschreitungen seien das Erbe einer verantwortungslosen Migrationspolitik; die Konsequenz müsse ein "Systemwechsel“ sein.

 
Ahja, wer könnte das "Pulverfass“ besser beurteilen als der Mann, der von Dezember 2017 bis Mai 2019 selbst als Innenminister am Zündsender saß?
Es ist schon faszinierend, wenn Frankreich brennt, entdeckt der FPÖ-Chef Kickl plötzlich sein prophetisches Talent. Dass er während seiner eigenen Amtszeit im Innenministerium die Migrationspolitik maßgeblich mitgestaltet hat, hat er beim Tippen seines Facebook-Postings offenbar ganz elegant verdrängt.
Aber Großartig formuliert. Man merkt einfach, dass hier ein absoluter Experte spricht. Schließlich weiß niemand besser, wie man ein "Erbe einer verantwortungslosen Migrationspolitik" verwaltet, als jemand, der anderthalb Jahre lang genau dafür die Verantwortung getragen hat. Vielleicht hat ihn damals ein Pferd gebissen, es gilt die Unschuldsvermutung.
Kickl fordert wegen des akuten Pulverfasses einen radikalen "Systemwechsel". Absolut verständlich, das System, in dem er selbst Innenminister war, hat ja ganz offensichtlich nicht funktioniert.
 
Wie will er niemanden im Stich lassen, wenn er nicht einmal seinen eigenen Namen richtig schreiben kann? Dominik Nepp FPÖ
Man darf nur die Anfangsbuchstaben des Namens nicht verwechseln. Also auf keinen Fall Nomink Deppp

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Der ist auch gut
Bekenntnis von Susanne Fürst
Die FPÖ-Frau will Elfriede Jelinek ironisch-intellektuell beikommen

Elfriede Jelinek ist 80 Jahre geworden, und die FPÖ hat wieder einmal ihren Senf dazugegeben. Das wäre jetzt nicht besonders erwähnenswert, wäre es nicht eine FPÖ-Frau, die glaubt, sich an der Trägerin des Nobelpreises als Frau abarbeiten zu können.

Zum Geburtstag hat der WDR ein Jelinek-Zitat ausgegraben: „Als Frau machst du dann auch noch die Erfahrung, dass Intellekt den erotischen Wert einer Frau schmälert. Das schmerzt."

Das triggerte Frau Susanne Fürst, prominente Abgeordnete der FPÖ, zu diesem Bekenntnis in den sozialen Medien: „Kann ich nicht bestätigen, Frau Jelinek! (folgt ein lustiges Smiley) Schon einmal darüber nachgedacht, dass es an etwas anderem gelegen hat?“

Also, Frau Fürst meint, dass sie selbst zwar intellektuell ist, aber trotzdem … man versteht? Also, sozusagen, von Frau zu Frau, also, wie soll man sagen – von einer Frau, die in beiden Welten, dem Intellekt und der Erotik, zu Hause ist, an eine Frau, bei der das, also, nicht so …

Das reiht sich harmonisch in die lange Aggressionsgeschichte der FPÖ gegenüber Elfriede Jelinek (und kritischer Kunst insgesamt) ein.

Die FPÖ-Frau Fürst will Jelinek ironisch beikommen, hat aber natürlich nicht erkannt, dass jede Äußerung von Jelinek über sich selbst dreimal ironisch gebrochen ist. Und dass es bei Jelinek auch um die selbstverschuldete Unmündigkeit mancher Frauen geht. (Hans Rauscher, 21.10.2026)

 
Liebesgrüße nach Moskau
Wie könnte ein von der AfD Sachsen-Anhalt inspiriertes Regierungsprogramm der FPÖ aussehen?

Vor vier Wochen berichtete der STANDARD über Warnungen ausländischer Geheimdienste vor einer Regierungsbeteiligung der FPÖ. Diese sei nämlich „Teil des etablierten Netzwerks rechtsextremer Putin-freundlicher Parteien, mit dem der Kreml versucht, gezielt europäische Demokratien zu unterwandern. Ein trojanisches Pferd Russlands in Europa“. In diesem Pferd steckt also ein russischer Holzwurm. Da Herbert Kickl hier ausnahmsweise nicht an Pferdeentwurmung interessiert war, dürfte auch sein Versuch, im Zuge der vorjährigen Koalitionsverhandlungen wieder ein Polizeipferd draus zu machen, gescheitert sein.

Deshalb erinnert FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker („Comical Hafi“) bei seinen regelmäßigen Versuchen, das Intimverhältnis seiner Partei zu Putin zu dementieren, an einen nackten Mann im Schlafzimmerkasten, der dem ihn entdeckenden Ehemann erklärt, dass er dessen im Bett liegende Gattin noch nie zuvor gesehen habe.

Wie es anders ginge, zeigt die AfD Sachsen-Anhalt. In ihrem Regierungsprogramm verrät sie ganz ungeniert, dass sie nicht nur die Sanktionen gegen Russland aufheben wird, sondern auch, dass sie den Russischunterricht in deutschen Schulen ausbauen und den Schüleraustausch mit Russland wieder aufnehmen wird. Höchste Zeit, dass auch die FPÖ endlich Farbe bekennt. Vielleicht in Form eines Regierungsprogramms mit folgenden Absichtserklärungen:

Mit Blumenkränzen
*Einrichtung einer Jobbörse für zuvor von Moskau rekrutierte, Spionage- und Sabotage-technisch aber nicht mehr einsetzbare Wegwerfagenten.

*Umwandlung des Wasserkraftwerks Kaprun in einen Gazprom-Gasspeicher zur gleichzeitigen Fußboden-Beheizung österreichischer Gletscher und sibirischer Permafrostböden.

*Dagmar Belakowitsch, Susanne Fürst und Ursula Stenzel übergeben ganz in Weiß gekleidet mit Blumenkränzen im offen getragenen Haar den Schlüssel der Stadt Kitzbühel an die neu zugezogenen russischen Oligarchen.

*Heimholung von Karin Kneissl, die nach ihrem vom IOC verfügten Ausschluss wegen Verstoß gegen den Amateurparagraphen bei den olympischen Dressurpony-Spielen in Sapporo von einer jubelnden Menschenmenge am Wiener Heldenplatz empfangen wird.

*Zur Erneuerung des Freundschaftsvertrages mit Putins Partei „Einiges Russland“ werden wieder HC Strache, Harald Vilimsky, Norbert Hofer und Johann Gudenus nach Moskau geschickt, diesmal jedoch – als Freundschaftsbeweis Putins an Kickl – gleich dort behalten.

Spontaner Kniefall
*Nach einem spontanen Kniefall von Kanzler Kickl vor dem Russendenkmal am Schwarzenbergplatz werden im Zuge einer Notverordnung Egisto Ott zum Innenminister, Sigi Wolf zum Bundespräsidenten und Hans-Jörg Jenewein zum Leiter der Datenschutzbehörde ernannt. Georg Knill und Stefan Zöchling werden aus Koalitionsräson Politkommissare für Wirtschaft. Und der russisch-orthodoxe Mönch Jan Marsalek wird Erzbischof von Wien.

Sollte die Regierungsübernahme der FPÖ weiterhin von russlandfeindlichen Kräften sabotiert werden, böte sich eine Übernahme der AfD-Forderung nach verstärktem Schüleraustausch mit Russland an. Ein drohender NATO-Beitritt Österreichs könnte dann einen Hilferuf der Bevölkerung nach Schüleraustausch mit russischen Militärschulen auslösen. (Florian Scheuba, 21.10.2026)

 
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