Liebesgrüße nach Moskau
Wie könnte ein von der AfD Sachsen-Anhalt inspiriertes Regierungsprogramm der FPÖ aussehen?
Vor vier Wochen berichtete der STANDARD über Warnungen ausländischer Geheimdienste vor einer Regierungsbeteiligung der FPÖ. Diese sei nämlich „Teil des etablierten Netzwerks rechtsextremer Putin-freundlicher Parteien, mit dem der Kreml versucht, gezielt europäische Demokratien zu unterwandern. Ein trojanisches Pferd Russlands in Europa“. In diesem Pferd steckt also ein russischer Holzwurm. Da Herbert Kickl hier ausnahmsweise nicht an Pferdeentwurmung interessiert war, dürfte auch sein Versuch, im Zuge der vorjährigen Koalitionsverhandlungen wieder ein Polizeipferd draus zu machen, gescheitert sein.
Deshalb erinnert FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker („Comical Hafi“) bei seinen regelmäßigen Versuchen, das Intimverhältnis seiner Partei zu Putin zu dementieren, an einen nackten Mann im Schlafzimmerkasten, der dem ihn entdeckenden Ehemann erklärt, dass er dessen im Bett liegende Gattin noch nie zuvor gesehen habe.
Wie es anders ginge, zeigt die AfD Sachsen-Anhalt. In ihrem Regierungsprogramm verrät sie ganz ungeniert, dass sie nicht nur die Sanktionen gegen Russland aufheben wird, sondern auch, dass sie den Russischunterricht in deutschen Schulen ausbauen und den Schüleraustausch mit Russland wieder aufnehmen wird. Höchste Zeit, dass auch die FPÖ endlich Farbe bekennt. Vielleicht in Form eines Regierungsprogramms mit folgenden Absichtserklärungen:
Mit Blumenkränzen
*Einrichtung einer Jobbörse für zuvor von Moskau rekrutierte, Spionage- und Sabotage-technisch aber nicht mehr einsetzbare Wegwerfagenten.
*Umwandlung des Wasserkraftwerks Kaprun in einen Gazprom-Gasspeicher zur gleichzeitigen Fußboden-Beheizung österreichischer Gletscher und sibirischer Permafrostböden.
*Dagmar Belakowitsch, Susanne Fürst und Ursula Stenzel übergeben ganz in Weiß gekleidet mit Blumenkränzen im offen getragenen Haar den Schlüssel der Stadt Kitzbühel an die neu zugezogenen russischen Oligarchen.
*Heimholung von Karin Kneissl, die nach ihrem vom IOC verfügten Ausschluss wegen Verstoß gegen den Amateurparagraphen bei den olympischen Dressurpony-Spielen in Sapporo von einer jubelnden Menschenmenge am Wiener Heldenplatz empfangen wird.
*Zur Erneuerung des Freundschaftsvertrages mit Putins Partei „Einiges Russland“ werden wieder HC Strache, Harald Vilimsky, Norbert Hofer und Johann Gudenus nach Moskau geschickt, diesmal jedoch – als Freundschaftsbeweis Putins an Kickl – gleich dort behalten.
Spontaner Kniefall
*Nach einem spontanen Kniefall von Kanzler Kickl vor dem Russendenkmal am Schwarzenbergplatz werden im Zuge einer Notverordnung Egisto Ott zum Innenminister, Sigi Wolf zum Bundespräsidenten und Hans-Jörg Jenewein zum Leiter der Datenschutzbehörde ernannt. Georg Knill und Stefan Zöchling werden aus Koalitionsräson Politkommissare für Wirtschaft. Und der russisch-orthodoxe Mönch Jan Marsalek wird Erzbischof von Wien.
Sollte die Regierungsübernahme der FPÖ weiterhin von russlandfeindlichen Kräften sabotiert werden, böte sich eine Übernahme der AfD-Forderung nach verstärktem Schüleraustausch mit Russland an. Ein drohender NATO-Beitritt Österreichs könnte dann einen Hilferuf der Bevölkerung nach Schüleraustausch mit russischen Militärschulen auslösen. (Florian Scheuba, 21.10.2026)
Wie könnte ein von der AfD Sachsen-Anhalt inspiriertes Regierungsprogramm der FPÖ aussehen?
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