Die FPÖ hat oft genug gezeigt, dass sie es nicht kann.
Polternd zum Kurswechsel? Wie die FPÖ im Gemeindebau agiert
Die FPÖ setzt beim Wohnen auf einen polternden Kurs, mit dem ein politischer Kurswechsel gelingen soll. Kritisiert wird, was von der SPÖ kommt.
Die politische Arbeit im Gemeindebau ist ein wichtiger Teil in der so oft bemühten Floskel, sich um den berühmten „kleinen Mann“ zu kümmern.
500.000 Menschen leben alleine in Wien in einer Gemeindewohnung. Wählerpotenzial, das die Parteien für sich gewinnen wollen. Nicht zuletzt deshalb ist das Thema Wohnen zentrales Thema von SPÖ, Grünen und der KPÖ in diesem Herbst – ebenso wie bei der FPÖ.
Kampf um den Gemeindebau
Die Blauen haben sich mit ihrem Auftreten in den Gemeindebauten mit dem Aufzeigen von Missständen in „Horrorbauten“ teils zu recht, teils mit horrenden Übertreibungen, als Vertreter der Mieter gut in Wien positioniert.
Europaweit werden mit Wohnpolitik Wahlen gewonnen. In Zeiten der Teuerung wird leistbarer Wohnraum für die Bevölkerung ein immer wichtigerer Faktor. In Wien haben gleich vier Parteien das Thema Wohnen zu ihrem politischen Schwerpunkt im Herbst erklärt. SPÖ, FPÖ, Grüne und KPÖ versuchen, bei den Wienerinnen und Wienerinnen und Wienern zu punkten. Wie sie das tun, wird der KURIER diese Woche beleuchten.
Ein Beispiel: Der wild umstrittene Handelskai 214. Die FPÖ hat dort lange Zeit aufseiten der Mieter agiert. Der Fall ist mittlerweile vor der Schlichtungsstelle gelandet – dorthin wurden sie von der Partei „Links“ begleitet. Denn, wie der KURIER vor Ort erfuhr, hätten die Mieter seit der geschlagenen Wahl nichts mehr von den Blauen gehört.
Kritik an Land und Bund
Dabei sind diese eigentlich immer laut und deutlich zu hören, wenn es um das Thema Wohnen geht. „Während die Wiener SPÖ mit ideologischen Wohnbauprojekten versucht, Schlagzeilen zu produzieren, dealt sich ihre eigene Partei in der Bundesregierung massive Mietverteuerungen für Hunderttausende Wiener aus“, setzte sich Wiens FPÖ-Parteichef Dominik Nepp erst jüngst auf das Thema.
Die FPÖ setzt beim Wohnen auf einen polternden Kurs, mit dem ein politischer Kurswechsel gelingen soll. Kritisiert wird, was von der SPÖ kommt.
kurier.at