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Gewalt gegen Frauen und Kinder

Weiterer Femizid: 45-Jähriger erwürgte seine Freundin
Nach dem Fall der vermissten 34-Jährigen in der Steiermark gestand nun auch ein Mann aus Niederösterreich, seine 35-jährige Freundin erwürgt zu haben

Nur wenige Stunden nach dem Geständnis eines 30-jährigen Cobra-Beamten, eine 34-Jährige in der Steiermark erwürgt zu haben, ist ein weiterer Mord an einer jungen Frau bekannt geworden. Auch in diesem Fall wurde das Opfer offenbar erwürgt. Ein 45-jähriger Mann aus Niederösterreich gestand, seine 35-jährige Freundin in Wilfersdorf im Bezirk Mistelbach getötet zu haben, wie die Kronen Zeitung berichtete.

Der 45-Jährige soll bereits amtsbekannt gewesen sein. Die Polizei habe in der Vergangenheit bereits mehrmals wegen häuslicher Gewalt gegen ihn einschreiten müssen.

Teilgeständnis von Polizisten
Im Fall der 34-jährigen Südsteirerin, die seit Tagen als vermisst gegolten hatte, hatte erst am Dienstagabend ein 30-jähriger Polizist der Spezialeinheit Cobra ein Teilgeständnis abgelegt. Er gab zu, die Frau, mit der er eine Affäre gehabt haben soll, zu Tode gewürgt zu haben. Laut Aussage des Polizisten soll es sich um einen Unfall gehandelt haben, es gilt die Unschuldsvermutung.

Wilfersdorf nicht weit weg von uns. Eine Stellungnahme der Gemeinde Wilfersdorf

Die Marktgemeinde Wilfersdorf ist zutiefst betroffen
Wir sind erschüttert über den kürzlich in Wilfersdorf verübten Femizid, bei dem eine Gemeindebürgerin durch Gewalt ihres Partners ums Leben gekommen ist. Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen und allen Betroffenen.
Die Marktgemeinde Wilfersdorf verurteilt jede Form von Gewalt an Frauen und Mädchen sowie jegliche Gewalt innerhalb von Partnerschaften mit aller Deutlichkeit. Gewalt ist niemals zu rechtfertigen und verletzt grundlegende Werte wie Menschenwürde, Respekt und Gleichberechtigung.
Wir möchten ausdrücklich betonen: Betroffene von Gewalt sind nicht allein. Es gibt zahlreiche professionelle und anonyme Hilfsangebote, die Schutz, Beratung und Begleitung bieten. Wer selbst betroffen ist oder Gewalt in seinem Umfeld beobachtet, sollte Hilfe in Anspruch nehmen. Schweigen schützt Täter, nicht Opfer.
Die Marktgemeinde Wilfersdorf bekennt sich klar zu einem gewaltfreien, respektvollen und sicheren Zusammenleben. Gewalt an Frauen darf keinen Platz in unserer Gesellschaft haben. Wir appellieren an alle Bürgerinnen und Bürger, aufmerksam zu sein, Warnsignale ernst zu nehmen und Betroffene zu unterstützen.
Dieses tragische Ereignis soll uns mahnen, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen und dafür zu sorgen, dass Frauen in unserer Gemeinde sicher leben können.
 
Zwei Femizide erschüttern Österreich innerhalb von 24 Stunden.
Ein Cobra-Beamter. Polizist einer Spezialeinheit.
Er würgt eine Frau zu Tode, verscharrt ihren Körper – legt ein Geständnis ab und spricht von einem „Unfall“.
Bei einem Unfall ruft Mann Hilfe.
Mann versucht zu retten.
Wenige Stunden später der nächste Schock: Wieder eine ermordete Frau, erwürgt von ihrem Freund. Die Polizei findet Ihre Leiche im Keller. Der mutmaßliche Täter: amtsbekannt. Zuvor bereits wegen häuslicher Gewalt weggewiesen.
Und während diese Taten öffentlich werden, lese ich wieder und wieder das reflexartige: „Not all men!“ Frauen sollen Männer nicht unter Generalverdacht stellen.
Ganz ehrlich: Ich bin es leid. Unendlich leid.
Natürlich sind nicht alle Männer gewalttätig.
Aber Gewalt gegen Frauen ist ein Männerproblem. Punkt.
Statt dieses laute, empörte „Nicht alle Männer!“ brauchen wir ein: ,Stoppt Gewalt gegen Frauen!’
Laut. Klar. Und von Männern.
Von Männern, die nicht mitlachen, wenn am Stammtisch ein sexistischer Dreckswitz erzählt wird.
Von Männern, die Redaktionen schreiben, wenn Medien Gewalt verharmlosen und Täter bemitleiden.
Von Männern, die dazwischengehen, wenn Frauen im Bus oder in der U-Bahn begrapscht werden.
Von Männern, die eingreifen, wenn sie Übergriffe sehen – und nicht wegschauen.
Denn Schweigen toleriert diese Gewalt.
Schweigen schützt Täter.
Was wir brauchen, sind Männer, die hinsehen.
Die hinhören.
Die eingreifen.
Die Verantwortung übernehmen.
Für jede Frau, die sie kennen.
Für jede Frau, die sie lieben.
Und für jede Frau, die niemanden hat, der für sie laut wird.
Und wir brauchen politische Konsequenzen. Jetzt.
Mehr Prävention.
Mehr Schutz für gefährdete Frauen.
Mehr Täterarbeit.
Lückenlose Wegweisungen, Betretungsverbote und Kontrollen.
Ausfinanzierte Frauenhäuser und Beratungsstellen.
Gewalt gegen Frauen ist kein Einzelfall.
Sie ist ein strukturelles Versagen – und sie muss endlich gestoppt werden.

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