Unterirdische Tunnel unter Hagia Sophia freigelegt
Bei Restaurierungsarbeiten an der Hagia Sophia in Istanbul sind nach Angaben des türkischen Kultur- und Tourismusministers Mehmet Nuri Ersoy rund neun Kilometer unterirdische Tunnel freigelegt worden. Teile des Systems könnten nach Abschluss der Arbeiten für Besucher zugänglich gemacht werden.
Das berichtete das rumänisch-orthodoxe Portal „basilica.ro“ Ende September. Nach Angaben Ersoys gibt es in den Tunneln allerdings Einsturzstellen und versperrte Passagen. Die zugänglichen Abschnitte würden derzeit gereinigt und restauriert.
Nach Abschluss der Arbeiten solle geprüft werden, welche Bereiche sicher für Besucher geöffnet werden können. Bereits abgeschlossen sind unter anderem Arbeiten an Gräbern, einer während der osmanischen Zeit errichteten Schule, dem Uhrturm, dem Fußboden, der Galerie sowie einem im Nordosten hinzugefügten Minarett.
2020 in Moschee umgewandelt
Die Hagia Sophia wurde zwischen 532 und 537 unter Kaiser Justinian I. errichtet und war über Jahrhunderte die Patriarchalkirche von Konstantinopel und das bedeutendste Gotteshaus des Oströmischen Reiches. Nach der osmanischen Eroberung Konstantinopels 1453 wurde sie in eine Moschee umgewandelt. 1935 erhielt sie den Status eines Museums, bevor die türkischen Behörden sie 2020 wieder in eine Moschee umwandelten.
Bei Restaurierungsarbeiten an der Hagia Sophia in Istanbul sind nach Angaben des türkischen Kultur- und Tourismusministers Mehmet Nuri Ersoy rund neun Kilometer unterirdische Tunnel freigelegt worden. Teile des Systems könnten nach Abschluss der Arbeiten für Besucher zugänglich gemacht werden.
religion.orf.at