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Iran News....

Das Pentagon entsendet den Flugzeugträgerverband der USS Theodore Roosevelt und die 13. Marineexpeditionseinheit in den Nahen Osten. Damit werden bis Ende November rund 10.000 zusätzliche Angehörige der US-Marine und der Marineinfanterie in die Region verlegt. Die USS Theodore Roosevelt wird damit der 3. amerikanische Flugzeugträger in der Region sein, neben der USS George H.W. Bush und der USS George Washington.
Unterdessen sagte Trump zu einem Reporter: „Wir werden sehr bald einen Krieg gewinnen. Wir könnten ihn schon morgen gewinnen. Offen gesagt könnten wir sogar heute abziehen, und wir haben bereits gewonnen.“
Wann? Wo? Wie?

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Iran meldet Feuer an mehreren Öltankern
Irans Revolutionsgarden haben Feuer an mehreren Öltankern in der Region der Straße von Hormus gemeldet. Vier Tanker seien beim Umladen von Öl auf andere Schiffe angegriffen worden und weitere drei Schiffe seien in der Nacht auf Minen aufgefahren, hieß es in einer Mitteilung der mächtigen Militärorganisation von heute. Die Angaben können nicht unabhängig überprüft werden.

Die Revolutionsgarden bezeichneten die Passage der Meerenge erneut als illegal und drohten den USA mit einer Ausweitung von Angriffen. Irans Streitkräfte haben ihre Attacken auf die Schifffahrt in der Straße von Hormus in den vergangenen Wochen intensiviert. Seit mehreren Monaten begleitet die US-Marine entlang der omanischen Küste zivile Schiffe, um den Handel mit Öl und Flüssiggas wieder zu ermöglichen. Nach Passage dieser Route laden Tanker meist auf bereitstehende Schiffe ihre Ladung um.

 
Steuern die USA und Israel auf eine weitere Kriegsrunde mit dem Iran zu?
Vor wenigen Tagen nahmen israelische Kampfjets Kurs auf den Iran – und drehten kurz vor der Grenze wieder ab. Auch dass die USA Truppen abziehen, schürt Sorgen vor einer neuen Eskalation

Nach Angriffen mit Drohnen und Granaten treiben dieser Tage etliche Frachtcontainer in der Straße von Hormus. Mindestens 15 Schiffe wurden dort in den vergangenen zwei Wochen angegriffen. Der Iran hat Berichten zufolge Schiffe attackiert, die an – aus seiner Sicht illegalen – Öltransfers beteiligt waren. Zudem sollen mehrere Frachter auf iranische Seeminen gelaufen sein.

Doch nicht nur die steigende Zahl der Vorfälle im Persischen Golf macht Beobachtern sorgen. Seit Tagen geht in der Region die Angst um, dass die USA und Israel bald wieder heftige Bombardements im Iran starten könnten – also eine dritte aktive Kampfrunde nach Juni 2025 und Frühjahr 2026. Und das, obwohl oder gerade weil in beiden Ländern wichtige Wahlen unmittelbar bevorstehen: Am Dienstag wird in Israel zum ersten Mal nach dem Terrorangriff vom 7. Oktober die Knesset und damit auch die Regierung neu gewählt. In den USA finden eine Woche darauf die Midtermswahlen statt.

 
Zwischen Krieg und Wirtschaftskrise
Einblicke in den Alltag im Iran
Der Iran-Krieg, den die USA und Israel im Februar begonnen haben, ist seit dem Sommer zunehmend zu einem Wirtschaftskrieg geworden. Die Folgen – Stichwort: Energiepreise – sind weltweit zu spüren, aber nirgends so sehr wie im Iran selbst. Eine Rundreise der ORF-Korrespondentin Rosa Lyon gibt Einblicke in den schwierigen bis unmöglichen Alltag zwischen Krieg, Wirtschaftskrise und einer Führung, die repressiv vorgeht.

Auf der Zugsreise von Teheran an die Küste, zur Straße von Hormus, und retour via Minab (dort wurden am ersten Kriegstag bei einem US-Angriff eine Schule getroffen und laut iranischen Behörden 168 Zivilisten getötet, darunter mindestens 120 Kinder) zeigt sich in Gesprächen: Die meisten Menschen rechnen damit, dass die USA spätestens nach den Mitdterms im November wieder militärisch aktiv werden. Vom Teheraner Hauptbahnhof fahren die Züge nach Bandar Abbas, Hauptstadt der Provinz Hormosgan und an der Straße von Hormus gelegen, ab. Die Fahrt auf der Strecke, die im Krieg bombardiert wurde, dauert etwa 22 Stunden.

 
Teheran droht dem Golf mit Stille: Wenn Krieg kommt, sollen die Kabel unter Hormus reißen und gerissen bleiben
Der Golf wollte sich vom Öl freikaufen und hat dafür auf Rechenzentren gesetzt. Hallen voller Rechner für künstliche Intelligenz, gebaut mit amerikanischen Technologiefirmen, sollten den Reichtum aus dem Boden in Reichtum aus Daten verwandeln. Im März zeigte Iran, wie dünn dieses Versprechen ist. Raketen trafen zwei Einrichtungen von Amazon Web Services in den Vereinigten Arabischen Emiraten direkt, in Bahrain wurde Infrastruktur neben einer weiteren Anlage beschädigt. Auf dem Höhepunkt des Krieges setzten die Revolutionsgarden Microsoft und Google auf ihre Liste erlaubter Ziele, dazu Apple und Nvidia. Diesen Monat legte Mohsen Resaei nach, einer der führenden Sicherheitsleute Teherans: Auch amerikanisch geprägte Datenanlagen am Golf, Rechenzentren für künstliche Intelligenz ausdrücklich eingeschlossen, kämen als Ziel in Frage. Jetzt geht der Blick nach unten, auf den Meeresgrund.

Durch die Straße von Hormus laufen sieben große Datenkabel. Kein Mensch denkt an sie, wenn er eine Überweisung abschickt. Jadollah Dschawani, Vizechef der politischen Abteilung der Revolutionsgarden, hat sie am Mittwoch beim Namen genannt: mögliche Ziele, sollte iranische Infrastruktur angegriffen werden. Zwei hohe Sicherheitsvertreter, die anonym bleiben wollten, behaupten, die Pläne lägen fertig in der Schublade, für den Fall, dass die USA und Israel wieder zuschlagen. Ort und Methode behalten sie für sich. „Wenn Iran angegriffen wird, gibt es keine roten Linien mehr“, sagt einer der beiden, das betreffe Kabel ebenso wie Militärbasen, auch geheime. Washington möge „nicht mit dem Feuer spielen“, Iran komme an die Leitungen jederzeit heran. Bedrohlich, was danach geschehen soll. Teheran wolle nach einem Schlag jede Reparatur verhindern, damit die Leitungen möglichst lange tot bleiben. Ein Kabel zu kappen ist eine Tat. Die Reparatur zu verhindern macht aus dem Schaden einen Zustand, und erst der Zustand trifft ein Land wirklich. Die Drohungen fallen in eine Zeit, in der die Gespräche mit Washington zu kippen drohen und Teherans Führung für den nächsten Krieg eine härtere Antwort plant als beim letzten. Geschehen ist bisher nichts, kein Kabel wurde angegriffen.

99 Prozent des weltweiten Internetverkehrs gehen nach Angaben der Internationalen Fernmeldeunion durch Unterseekabel. Wer daraus den Untergang des Netzes ableitet, rechnet falsch, sagt Alan Mauldin vom Forschungsunternehmen TeleGeography. Durch Hormus führe weniger als ein Prozent der internationalen Übertragungskapazität, die Welt würde es verkraften. Der Golf nicht so leicht. Fallen dort mehrere Leitungen aus, stocken Zahlungen und Onlinehandel, ausgelagerte Rechendienste geraten ins Wanken, und alles hängt dann daran, wie viel Verkehr über andere Wege ausweichen kann. Reparaturschiffe im Kriegsgebiet sind ohnehin ein Problem für sich: Versicherer verlangen mehr, Genehmigungen für fremde Hoheitsgewässer brauchen Zeit. Weit schmerzhafter wäre nach Ansicht von Fachleuten ein Schnitt im Roten Meer, durch das Europa mit Ostafrika und Asien verbunden ist, mit rund 3 Prozent der weltweiten internationalen Nachfrage und etwa 10 Prozent des Verkehrs zwischen den Weltregionen. Die Huthi in Jemen, Teherans Verbündete, säßen dort an der Strecke. Bekannte iranische Pläne dafür gibt es keine.

Ein weiterer Sicherheitsvertreter rät den Golfstaaten, für zerstörte Kabel Washington die Schuld zu geben und nicht Teheran. Alex Vatanka vom Middle East Institute in Washington erkennt die Absicht dahinter: Regierungen und Firmenchefs am Golf sollen gegen einen neuen amerikanischen Angriff mobil machen und Trump vorrechnen, was ihn ein weiterer Krieg kostet. Ihr Geld wird zum Faustpfand. Aus Washington, Teheran und den Golfhauptstädten kam auf Nachfrage zunächst kein Wort. Gebaut wird trotzdem. Landleitungen sollen im Ernstfall einen Teil der Last übernehmen, Regierungen und amerikanische Firmen ziehen neue Strecken, Microsoft will bis 2030 über 400 Millionen Dollar in Verbindungen über und unter Wasser im Nahen Osten investieren. Jede neue Leitung soll die Abhängigkeit kleiner machen. Jede ist auch eine Stelle mehr, an der man reißen kann.

 
Minab: Schule im Iran als Mahnmal des Krieges
Die USA haben zu Kriegsbeginn in Minab im Süden des Iran sehr wahrscheinlich eine Schule angegriffen und dabei 157 Menschen getötet. Eine UNO-Untersuchungskommission beschuldigte die USA möglicher Kriegsverbrechen. Der Ort gilt inzwischen als Mahnmal, Fotos und Zeichnungen erinnern an die Opfer.

Videobericht
 
Spitzenvertreter des Mekka-Pakts beraten in Teheran
Spitzenvertreter des Mekka-Pakts sind heute zu Beratungen über die regionale Sicherheitslage und Konflikte im Nahen Osten in der iranischen Hauptstadt Teheran eingetroffen.

Der saudi-arabische Verteidigungsminister Prinz Chalid bin Salman, Pakistans Armeechef Asim Munir und der türkische Geheimdienstchef Ibrahim Kalin nehmen an dem Treffen teil, teilte der stellvertretende Sekretär des Nationalen Sicherheitsrats des Iran, Ali Bagheri Kani, mit. Munir sei am Nachmittag (Ortszeit) angekommen, so der staatliche iranische Rundfunk IRIB.

Der iranische Außenministeriumsssprecher Ismail Baghaei sagte laut Staatssender Press TV, bei den Gesprächen gehe es um gemeinsame regionale Sicherheitsinteressen. Ziel sei, im laufenden Konflikt zu deeskalieren und diplomatische Lösungen zu suchen, hieß es unterdessen aus dem saudischen Außenministerium.

Gemeinsame Beistandsvereinbarung
Die mehrheitlich sunnitischen Staaten Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan hatten das „Gemeinsame Verteidigungsabkommen von Mekka“ im August bekanntgegeben. Sie schlossen es angesichts des Krieges Israels und der USA gegen den schiitisch geprägten Iran und seiner Folgen. Der Iran gilt als Unterstützer der schiitische Huthi-Miliz im Jemen.

 
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