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Iran News....

Pakistanischer Armeechef vermittelte in Teheran
Der im Iran-Krieg um Vermittlung bemühte pakistanische Armeechef Asim Munir hat pakistanischen Angaben zufolge seinen mehrtägigen Besuch in der iranischen Hauptstadt Teheran beendet. Munir habe während seines Besuchs mehrere hochrangige iranische Führungspersonen getroffen, was Pakistans „unerschütterliche Entschlossenheit unterstreicht, eine Verhandlungslösung zu ermöglichen“, erklärte die Armee heute.

Am Mittwoch war die von Armeechef Munir angeführte pakistanische Delegation in Teheran angekommen, sie wurde vom iranischen Außenminister Abbas Araktschi empfangen. Am Donnerstag kam Munir laut Berichten des iranischen Staatsfernsehens mit dem iranischen Parlamentspräsidenten Mohammed-Bagher Ghalibaf in Teheran zusammen.

Die USA und der Iran hatten sich vor rund einer Woche auf eine zweiwöchige Feuerpause verständigt. In dieser Zeit soll unter Pakistans Vermittlung über ein dauerhaftes Ende des Krieges verhandelt werden, dieser hatte Ende Februar mit den US-israelischen Angriffen auf den Iran begonnen.

 
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Die USA haben mit einer großangelegten Luftwaffenverlegung in den Nahen Osten begonnen und bereiten gleichzeitig Operationen zur Beschlagnahmung iranischer Öltanker vor.

Laut dem Wall Street Journal plant das US-Militär in den kommenden Tagen, mit der Beschlagnahmung von mit dem Iran in Verbindung stehenden Öltankern und der Festsetzung mehrerer iranischer Schiffe in internationalen Gewässern zu beginnen.

Laut Axios beruft Trump angesichts der erneuten Krise in der Straße von Hormus eine Sitzung der Iran-Taskforce ein.
Die Lage mit dem Iran ist kritisch; das Waffenstillstandsabkommen läuft in drei Tagen aus, und ein Termin für ein neues Treffen zwischen US-amerikanischen und iranischen Unterhändlern steht noch nicht fest. Ein hochrangiger US-Beamter erklärte, dass der Krieg in den kommenden Tagen wieder aufflammen könnte, sollte nicht bald ein Durchbruch erzielt werden.

Die Revolutionsgarde (IRGC) gab eine Erklärung zur Straße von Hormus ab und teilte mit, dass die Route seit Samstagabend, dem 18. April, aufgrund der Weigerung der USA, die Blockade iranischer Häfen aufzuheben, gesperrt sei.
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Die Waffenruhe kann ohnehin nur vorübergehend sein; beide Seiten benötigen Zeit, um sich auf die nächste Phase des Krieges vorzubereiten
 
Hormus unter Feuer – Schüsse, Kehrtwenden, Drohungen: Der Krieg hat die wichtigste Meerenge der Welt wieder im Griff
Die Worte kamen am Morgen. Kontrolle, Ordnung, Rückkehr zum „vorherigen Zustand“. Was Iran damit meint, zeigte sich nur Stunden später auf dem Wasser. Zwei Schnellboote der Revolutionsgarden eröffneten das Feuer auf einen Tanker, ein Containerschiff wurde von einem Projektil getroffen, weitere Schiffe drehten ab. Die Straße von Hormus war wieder das, was sie seit Wochen ist: ein Ort, an dem jede Passage zur Entscheidung wird.

Teheran hat seine Linie verschärft. Die Führung erklärte, die Meerenge stehe wieder vollständig unter militärischer Kontrolle. Transit gibt es nur noch nach iranischen Regeln. Schiffe müssen genehmigt werden, Routen einhalten, Gebühren zahlen. Wer nicht dazugehört oder als feindlich gilt, hat kein Recht auf Durchfahrt. Gleichzeitig macht Iran klar, warum es so weit gekommen ist. Solange die USA ihre Seeblockade gegen iranische Häfen aufrechterhalten, bleibt auch Hormus unter Druck.

 
Trump will sich nicht „erpressen“ lassen
Nach der erneuten Schließung der Straße von Hormus durch den Iran hat US-Präsident Donald Trump erklärt, dass sich die USA nicht vom Iran „erpressen“ ließen. Für die Handelsschiffe, die dort auf eine Passage warten, spitzt sich die Lage zu. Das iranische Militär setzt die Sperre gewaltsam durch und nahm bereits Handelsschiffe unter Beschuss.

Seine Regierung nehme gegenüber Teheran eine „harte Haltung“ ein, sagte Trump am Samstag bei einer Veranstaltung im Weißen Haus. Teheran gehe seit Jahren so vor – „damit können sie uns nicht erpressen“. Der Iran hatte zuvor seine Öffnung der Meerenge nach nicht einmal 24 Stunden wieder rückgängig gemacht.

Die iranische Armeeführung begründete das laut Staatsmedien damit, dass die USA ihre Blockade iranischer Häfen fortsetzen. Die Straße von Hormus stehe nun erneut „unter strenger Führung und Kontrolle der Streitkräfte“, solange die USA nicht die freie Schifffahrt zum Iran ermöglichten, hieß es.

 
Die Meerenge, die niemand kontrolliert – und alle brauchen
Einen Tag nach der Ankündigung, die Straße von Hormus wieder zu öffnen, hat die Iranische Revolutionsgarde sie am Samstag erneut geschlossen. Kein Schiff solle sich von seinem Ankerplatz im Persischen Golf oder im Arabischen Meer bewegen, hieß es in einer Erklärung, die über staatliche Medien verbreitet wurde. Wer sich der Meerenge nähere, werde als Kooperation mit dem Feind gewertet – und entsprechend behandelt.

Der unmittelbare Auslöser war ein amerikanisches Manöver, das Teheran als Bruch des Waffenstillstands wertet. Trump hatte zwar erklärt, die Straße von Hormus sei offen, aber die US-Blockade iranischer Häfen blieb in Kraft. Für die Revolutionsgarde war das keine Nuance, sondern ein Widerspruch, der Konsequenzen haben musste. „Es ist unmöglich, dass andere durch die Straße von Hormus passieren, während wir es nicht können“, sagte Mohammad Bagher Ghalibaf, Parlamentspräsident und Chefunterhändler Irans bei den Gesprächen in Islamabad. „Wenn die Vereinigten Staaten die Blockade nicht aufheben, wird der Transit durch die Straße von Hormus mit Sicherheit eingeschränkt.“

 
Die iranische Marine an ein Schiff, das versucht, die Straße von Hormus zu passieren:
„Die Straße von Hormus ist weiterhin geschlossen. Wir werden sie auf Anordnung unseres Führers, Imam Chamenei, öffnen – nicht aufgrund der Tweets irgendeines Idioten.“
Das ist sehr klar eine interne Machtdemonstration – die Revolutionsgarde stellt sich offen gegen Außenminister Araghchi und setzt ihre eigene Linie durch.

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Der Notruf – Freigabe erteilt – Beschuss folgt
Irgendwo in der Straße von Hormus greift ein Kapitän zum Funk. Er hat eine Genehmigung. Er hat eine Position. Er hat alles getan, was man tun muss, damit ein Schiff legal durch eine Meerenge fährt. Und trotzdem hört er jetzt Dinge, die nicht zu dem passen, was ihm vor Minuten noch zugesichert wurde. Er meldet sich. Nennt das Schiff. Nennt die Koordinaten. Erinnert daran, dass die Durchfahrt freigegeben war. Seine Stimme bricht nicht zusammen, aber sie sucht – sucht nach jemandem auf der anderen Seite, der antwortet, der erklärt, der wenigstens zuhört. „Sie haben mir die Durchfahrt erlaubt. Jetzt eröffnen Sie das Feuer.“ Stille.

Die Einheiten der Revolutionsgarde haben sich bereits genähert. Das Feuer ist bereits gefallen. Und über denselben Funkkanal, auf dem der Kapitän noch immer spricht, läuft eine neue Durchsage an alle Schiffe in der Region – die Meerenge sei geschlossen, niemand dürfe passieren. Dieselbe Meerenge, die Minuten zuvor noch offen war. Kein Übergang, keine Erklärung, einfach eine neue Realität, die die alte ersetzt, während die Sanmar Herald noch mittendrin liegt.

Ein zweites indisch-beflaggtes Schiff wird ebenfalls getroffen. Container beschädigt. Zwei Schiffe, eine Freigabe, kein Schutz. Was in diesen Minuten passiert, hat einen Kontext, der nicht zufällig ist. Indien und Iran hatten kurz zuvor die Wiederaufnahme von Öllieferungen vereinbart. Vor dem Waffenstillstand hatte Neu-Delhi sichere Passage für acht indische Schiffe ausgehandelt – eine Vereinbarung, die nun offenbar so viel wert ist wie das Papier, auf dem niemand sie aufgeschrieben hat.

Das indische Außenministerium bestellt den iranischen Botschafter noch am selben Tag ein. Die Forderung ist keine große – nur die, die schon einmal galt: sichere Durchfahrt. Dass man sie erneut aussprechen muss, sagt alles über den Zustand dieser Meerenge. Es gibt einen Unterschied zwischen einer Lüge und einer Zusage, die einfach aufhört zu gelten. Die Lüge setzt voraus, dass jemand die Wahrheit kannte und sie trotzdem verschwieg. Was hier passiert ist, ist nüchterner und in gewisser Weise schlimmer: Eine Freigabe hatte Gültigkeit, bis sie keine mehr hatte – ohne Ankündigung, ohne Begründung, während ein Schiff bereits in der Meerenge lag und ein Kapitän seinen Namen in ein Funkgerät sprach, das niemand mehr hörte.

 
35.000 gegen Millionen – Wie einfache Drohnen die US-Verteidigung aushebeln

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Der Krieg hat eine Verschiebung sichtbar gemacht, die lange unterschätzt wurde. Iran setzt auf einfache Drohnen, gebaut mit handelsnaher Technik, Stückpreis rund 35.000 Dollar. Dem gegenüber stehen Abfangsysteme der USA, die ein Vielfaches kosten. Eine einzelne Abwehr kann schnell in den Millionenbereich gehen, oft werden mehrere Raketen gleichzeitig eingesetzt, weil das militärische Protokoll es so verlangt.

In der Luft bedeutet das: Ein Kampfjet startet, feuert zwei bis drei Raketen, bleibt in der Luft – Kostenpunkt etwa 65.000 Dollar oder mehr, nur um ein einzelnes Ziel auszuschalten. Am Boden sieht es noch drastischer aus. Systeme wie Patriot oder Schiffsabwehr feuern Raketen, die ein Ziel bekämpfen sollen, das nur einen Bruchteil davon kostet. Zwei Abfangraketen können bis zu acht Millionen Dollar verschlingen. Selbst vergleichsweise „günstige“ Lösungen wie das Coyote-System liegen um ein Vielfaches über dem Preis der Drohne.

Das Problem liegt tiefer. Die amerikanische Verteidigung wurde für schnelle, große Ziele entwickelt – Flugzeuge, Raketen, nicht für Schwärme günstiger Drohnen. Iran nutzt genau diese Lücke. Mehrere Drohnen gleichzeitig zu starten zwingt die Abwehr dazu, teure Ressourcen einzusetzen, oft mehrfach pro Ziel. Das Verhältnis kippt damit klar zugunsten des Angreifers. Hinzu kommt ein praktisches Risiko: Die Bestände an Abfangraketen sind begrenzt. Es geht nicht nur um Geld, sondern um Verfügbarkeit. Wenn viele Systeme gleichzeitig gebraucht werden, kann es passieren, dass sie schlicht fehlen. Genau davor warnen Militäranalysten seit Beginn der Kämpfe.

Am Ende steht eine einfache Rechnung. Eine Drohne für 35.000 Dollar zwingt den Gegner, ein Vielfaches auszugeben oder seine Reserven zu verbrauchen. Selbst wenn jede Drohne abgeschossen wird, bleibt der Schaden bestehen. Die Kosten laufen weiter – und genau darauf setzt diese Strategie.
 

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