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Iran News....

Medien: Militärchef beriet Trump über Optionen im Irankrieg
Es wird über neue Angriffe der USA und Israels spekuliert. In der Straße von Hormus ist indes erneut ein Schiff in Brand geraten

Washington – US-Präsident Donald Trump hat sich laut Medienberichten bei einem seltenen persönlichen Treffen mit einem ranghohen Militärchef zum weiteren Vorgehen im Iran-Krieg beraten lassen. Das Wall Street Journal schreibt unter Berufung auf US-Beamte, der Chef des US-Regionalkommandos für den Nahen Osten (CENTCOM), Admiral Brad Cooper, habe Trump am Donnerstag im Weißen Haus unter anderem militärische Optionen im Iran dargelegt.

Die US-Zeitung wertete das als mögliches Zeichen dafür, dass ein bedeutender Einsatz der US-Streitkräfte bevorstehen könnte. Das Nachrichtenportal Axios berichtet ebenfalls gestützt auf US-Beamte, Coopers Briefing für den Präsidenten habe sich auf die US-Seeblockade gegen iranische Häfen und Küstengebiete fokussiert.

Mehrere Kabinettsmitglieder
Trump wollte demnach vom CENTCOM-Chef persönlich erfahren, ob die Blockade funktioniere. Cooper habe Trump auch mit Blick auf den Einsatz in der Straße von Hormus auf den neusten Stand gebracht. Die US-Marine begleitet seit Monaten zivile Schiffe durch die Meerenge, um den Handel mit Öl und Flüssiggas wieder zu ermöglichen. Laut dem Bericht ging es bei dem Gespräch auch um die wirtschaftliche Druckkampagne der USA gegen den Iran.

 
„Ihr Plan ist wahnsinnig“: Was Trump nach den Wahlen mit dem Iran vorhat

„Einige von uns wurden über den Kriegsplan informiert. Und obwohl ich keine Einzelheiten preisgeben kann, kann ich eines sagen: Der Plan ist wahnsinnig. Er wird die angestrebten Ziele nicht erreichen und eine neue Eskalationsspirale auslösen.„

Chris Murphy hat erfahren, was Donald Trumps Regierung als Nächstes im Iran plant. Der demokratische Senator aus Connecticut gehörte zu einer Gruppe von Senatoren, die über die militärischen Vorbereitungen unterrichtet wurden. Am Mittwoch sprach er darüber, und seine Wortwahl ließ wenig Raum für Missverständnisse. „Ihr Plan ist wahnsinnig.“ Was die Regierung vorbereitet, werde zu einer verheerenden Eskalation führen und wahrscheinlich Amerikas Verpflichtung zur Rechtsstaatlichkeit zerstören. Murphy sitzt im Auswärtigen Ausschuss des Senats. Er kennt die vertraulichen Informationen, auf die sich seine Warnung stützt. Und er sagt ausdrücklich, dass die Militärführung einen Auftrag des Präsidenten ausführt. Ob die Generäle selbst glauben, dass dieser Plan funktioniert, weiß Murphy nicht.

Nach den Kongresswahlen am 3. November könnte der nächste amerikanische Angriff beginnen. Washington hat Verbündete am Persischen Golf bereits vor einer möglichen neuen Militäroperation gewarnt. Israelische Regierungsvertreter haben mit den Amerikanern darüber gesprochen, iranische Ölexporte noch stärker abzuriegeln und petrochemische Anlagen zu bombardieren. Das sind Anlagen, an denen auch Arbeitsplätze und die Versorgung der Bevölkerung hängen. Murphy spricht von ziviler Infrastruktur, die ins Visier geraten könnte. Die militärischen Überlegungen reichen damit weit über einen weiteren Angriff auf das iranische Atomprogramm hinaus. Menschen, die morgens zur Arbeit gehen, müssten damit rechnen, dass ihre Fabrik auf einer amerikanischen Zielliste steht.

Trump hat diesen Krieg bereits mit gewaltigen Versprechen geführt. Irans atomare Fähigkeiten sollten zerstört werden. Der Erfolg ist bis heute nicht gesichert. Stattdessen liegen neue Angriffspläne auf den Tischen, und ein Senator, der sie kennt, warnt vor einer Verlängerung des Krieges mit katastrophalen Folgen für die Sicherheit der Vereinigten Staaten. Neue Angriffe könnten weitere iranische Zivilisten töten. Amerikanische Soldaten würden erneut ihr Leben riskieren. Die hohen Treibstoffpreise könnten bleiben, während Washington darüber berät, welche Anlagen als Nächstes bombardiert werden.

Am 3. November wählen die Amerikaner einen neuen Kongress. Wenige Tage später könnte ihre Regierung einen Krieg ausweiten, dessen ursprünglich erklärtes Ziel noch immer nicht nachweislich erreicht ist. Murphy hat die Pläne gesehen. Seine Warnung steht öffentlich im Raum. Im Iran können die Menschen nur darauf hoffen, dass aus den Papieren auf den Schreibtischen in Washington keine neuen Todesmeldungen werden.
 
Iran: Vier Tanker brennen in Straße von Hormus
In der Straße von Hormus sind nach Angaben der iranischen Revolutionsgarde vier Öltanker in Brand geraten. Es sei zu Explosionen gekommen. Die Tanker hätten versucht, nicht autorisierte Routen zu benutzen, teilte gestern die Marine der Revolutionsgarde iranischen Staatsmedien zufolge mit. Zwei Tanker mit jeweils zwei Millionen Barrel Rohöl an Bord seien auf Seeminen gefahren.

Nach Angaben der britischen Behörde UKMTO wurde ein Rohöltanker beim Verlassen der Straße von Hormus von einem unbekannten Geschoß getroffen, wie die Seehandelsaufsicht unter Berufung auf eine verifizierte Quelle mitteilte.

Zuvor war ein unter panamaischer Flagge fahrendes Schiff nach Angaben aus Oman angegriffen worden. An Bord des Handelsschiffes „RITI“ sei ein Feuer ausgebrochen, teilte die Marine mit. 25 Besatzungsmitglieder seien in Sicherheit gebracht und medizinisch versorgt worden. Angaben zu den Angreifern oder zur Art des Angriffs machte die Marine zunächst nicht.

 
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