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IT Nachrichten

Starlink-Streit
"Idiot" vs. "Idiot": Elon Musk und Ryanair-Chef O'Leary beflegeln sich öffentlich wild
Der Tesla-Gründer sei ein sehr reicher Idiot, aber doch ein Idiot, meint der Topmanager der Fluglinie. Musk fordert Ryanair daraufhin auf, den Boss zu feuern

An die Spitze schaffen es nur die Besten und die Schlauesten: Das sagen zumindest jene, die es an die Spitze geschafft haben. Außenstehende mögen dieser Kategorisierung hingegen nicht notwendigerweise zustimmen – und vor allem nicht bei allen. Wer ein aktuelles Beispiel sucht, der muss nicht lange suchen – und ja, natürlich ist Elon Musk beteiligt.

Treibstoffverbrauch
Auslöser ist die aktuelle Debatte über die Ausstattung von Flugzeugen mit Starlink-Internet. Während die Lufthansa-Gruppe – und damit auch Austrian – ihre Flotte in den kommenden Jahren mit Starlink aufrüsten will, erteilt Ryanair-Chef O'Leary solchen Ideen eine klare Absage. Die dafür notwendigen Antennen würden den Luftwiderstand der Flugzeuge erhöhen, womit der Kerosinverbrauch um zwei Prozent steigen würde. Für die kurzen Flüge, die Ryanair vorwiegend anbiete, rentiere sich das nicht.

Eine Aussage, die wiederum Musk so nicht stehen lassen wollte. Er warf dem Ryanair-Chef vor, keine Ahnung davon zu haben, wie man die Auswirkungen der Starlink-Antennen auf den Treibstoffverbrauch berechnet. Der Technikchef für Starlink sprang Musk schnell zur Seite und stellte die Behauptung auf, dass zwei Prozent nur für klassische Antennen gelten. Jene von Starlink seien aber viel flacher und würden damit auch weniger Luftwiderstand erzeugen. Der reale Wert für den gesteigerten Kerosinverbrauch würde insofern eher bei 0,3 Prozent liegen.

 
Microsoft gibt Bitlocker-Keys an FBI, Windows-Verschlüsselung nicht vertrauenswürdig
Eigentlich soll die Verschlüsselung des Datenträgers den Zugriff auf die Nutzerinnen und Nutzer beschränken. Der Windows-Hersteller liefert nun selbst den Gegenbeweis

Es ist eine der zentralen Fragen der Stunde: Wie sehr kann man gerade in Zeiten wachsender politischer Spannungen eigentlich noch Diensten aus den USA vertrauen? Dass sich diese Frage nicht bloß bei Cloud-Diensten stellt, verdeutlicht nun Microsoft selbst – wenn auch nicht ganz freiwillig.

Die Keys für Microsoft
Im Rahmen einer aktuellen Ermittlung hat Microsoft die Bitlocker-Schlüssel für mehrere Laptops an das FBI herausgegeben. Damit kann die US-Bundesbehörde jetzt problemlos auf deren Inhalte zugreifen.

 
Madrid erhöht den Druck – Spanien lässt X, Meta und TikTok prüfen
Die spanische Regierung will Staatsanwälte einschalten und die Plattformen X, Meta und TikTok wegen der mutmaßlichen Verbreitung von durch künstliche Intelligenz erzeugtem Material mit sexuellem Kindesmissbrauch untersuchen lassen. Ministerpräsident Pedro Sánchez erklärte, diese Plattformen untergrüben „die psychische Gesundheit, die Würde und die Rechte unserer Kinder“. Der Staat könne das nicht zulassen, die Straflosigkeit dieser Konzerne müsse enden. X und TikTok reagierten zunächst nicht auf Anfragen. Meta lehnte eine Stellungnahme ab. Nachdem französische Ermittler die Pariser Büros von X durchsucht hatten, wies das Unternehmen vergleichbare Vorwürfe entschieden zurück und erklärte, man bestreite jegliches Fehlverhalten.

Der Schritt aus Madrid verschärft einen ohnehin eskalierenden Konflikt zwischen europäischen Regierungen und amerikanischen Technologiekonzernen. Diese werden offen von der Regierung Trump unterstützt, wenn es um europäische Regulierungsinitiativen geht. Die Auseinandersetzung dreht sich um die Frage, was als geschützte Meinungsäußerung gilt und welche Verantwortung Konzerne für Inhalte auf ihren Plattformen tragen. Europa ist längst zum Brennpunkt geworden. Im Dezember verhängte die Europäische Union erstmals eine Geldbuße nach dem neuen Gesetz über digitale Dienste und belegte X mit 120 Millionen Euro wegen Verstößen. In diesem Monat durchsuchte die französische Cybercrime-Einheit erneut Büroräume von X im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen der Verbreitung von Kinderpornografie und Holocaustleugnung.

Auch in Großbritannien prüft die Datenschutzbehörde X wegen expliziter Bilder, die durch den Chatbot Grok erzeugt wurden. Die irische Datenschutzkommission eröffnete am Dienstag ein Verfahren, um zu klären, ob Grok die Verbreitung pornografischer Darstellungen von Kindern ermöglicht habe. Sánchez gehört zu den lautstärksten europäischen Kritikern der großen Plattformen. Er forderte die Staatsanwaltschaft auf, mögliche Straftaten zu untersuchen, die durch „Erstellung und Verbreitung von Kinderpornografie mithilfe ihrer KI“ begangen worden seien. Spanien schloss sich in diesem Monat Frankreich, Dänemark und Australien an und strebt ein Verbot sozialer Medien für unter 16-Jährige an. „Wir werden sie vor dem digitalen Wilden Westen schützen“, sagte Sánchez. Das Vorhaben benötigt noch die Zustimmung des Parlaments.

 
Microsoft entwickelt Datenspeicher aus Glas, der 10.000 Jahre hält
Mit Lasern beschriebene Glasplatten sollen Daten länger überdauern als jede Festplatte. So ließe sich das Wissen der Menschheit über Jahrtausende bewahren

Wie viele Bücher passen auf eine dünne Scheibe Glas? Dieser Frage geht man in der Forschungsabteilung von Microsoft nach. Der Techgigant hat eine wortwörtlich transparente und vor allem langlebige Lösung zum Datenspeichern entwickelt. Einige Ergebnisse wurden nun im wissenschaftlichen Fachjournal Nature veröffentlicht.

Archive stehen nämlich vor einem großen Problem: Langjährige Aufbewahrungstechniken haben nur über wenige Jahrzehnte, teils sogar nur über einige Jahre Bestand. Die Daten auf Magnetbändern und Festplatten müssen regelmäßig auf neue Speichermedien gespielt werden. In diesem Forschungsfeld greift man mitunter auf archäologische Erkenntnisse zurück, immerhin hat sich selbst aus der Steinzeit Keramik erhalten, die daher als Material für beständige Datenspeicherung infrage kommt. Auf Keramikkacheln soll im Hallstätter Salzberg das Wissen der Menschheit eingelagert werden, auch Glaskeramik könnte zum Speichermedium der Zukunft werden, das bereits bei Google, Apple und Amazon auf Interesse gestoßen ist.

Wie der Glasspeicher funktioniert
Die Konkurrenz bei Microsoft konzentrierte sich auf Glas, mit dem "Project Silica", benannt nach der chemischen Verbindung Siliziumdioxid, aus der Quarzglas besteht. Dem Material machen weder Feuchtigkeit noch Temperaturschwankungen oder elektromagnetische Störungen etwas aus. Die Daten schreibt man mit einem Femtosekundenlaser auf dünne Glasplättchen.

 
Prozess um Suchtpotenzial: Zuckerberg verteidigt Meta
Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat in einem potenziell folgenschweren US-Prozess um das Suchtpotenzial sozialer Netzwerke die Vorgehensweise seines Unternehmens verteidigt. So sagte Zuckerberg, dass der Facebook-Konzern Meta keine Ziele für Nutzungszeiten seiner Apps mehr setze, wie das „Wall Street Journal“ aus dem Gerichtssaal in Los Angeles gestern berichtete.

Der Meta-Chef räumte auch ein, dass auf Dienste des Konzerns wie Instagram zum Teil auch Nutzerinnen und Nutzer unter 13 Jahren zugreifen, obwohl das gegen die Nutzungsbedingungen verstößt. Ihre Accounts würden entfernt, wenn das auffalle, sagte er dem Fernsehsender CNBC zufolge.

Depressionen und Angstzustände
In dem Prozess wirft eine 20-jährige Klägerin, die unter den Initialen KGM auftritt, Onlineplattformen vor, sie hätten ihre Dienste absichtlich so gestaltet, dass Nutzer süchtig danach werden. Dabei geht es zum Beispiel um die Funktion, bei der man immer weiter zum nächsten Beitrag scrollen kann. Die Frau fing ihren Angaben zufolge bereits als Kind an, die Plattformen zu nutzen und führt ihre Depressionen und Angstzustände darauf zurück.

Zu Prozessbeginn hatten die Meta-Anwälte argumentiert, die psychischen Probleme der Klägerin gingen auf Misshandlungen und instabile Verhältnisse in der Familie zurück. Meta verweist auch auf über die Jahre eingeführte Maßnahmen zum Schutz junger Nutzer wie spezielle Accounts für Teenager und Aufsichtsfunktionen für Eltern.

Potenziell wegweisender Prozess
Die Klage richtet sich aktuell gegen Googles Videoplattform YouTube und den Foto- und Videodienst Instagram, der zum von Zuckerberg geführten Konzern Meta gehört. Die Unternehmen hinter den ursprünglich ebenfalls geklagten Konkurrenten Snapchat und TikTok waren durch einen Vergleich dem Prozess entgangen.

 
Social-Media-Sucht: Das desaströse Silicon-Valley-Sittenbild
Definitionsdebatten statt Verantwortung und das wider besseren Wissens – die Tech-Elite zeigt, warum es Regulierung braucht

Der Prozess gegen Meta und Alphabet ist ein Sinnbild. Die Konzerne hinter Instagram und Youtube stehen in Los Angeles vor Gericht, weil ihre Produkte bewusst maßgeschneidert geworden sein sollen, um Nutzer lange in ihren Bann zu ziehen. Mit der Folge, dass einige Menschen sich kaum von ihnen lösen können und insbesondere Kinder und Jugendliche auf Dauer teils schwere psychische Folgen davon tragen.

Es ist nicht das erste Mal, dass solche Anschuldigungen erhoben werden und auch nicht das erste Mal, dass sich die Unternehmen dagegen wehren und die Vorwürfe samt und sonders abstreiten. Mark Zuckerberg, CEO und Gründer von Meta, erklärte gar, Verweildauer sei gar kein Hauptziel der eigenen Apps mehr. Sondern "bedeutungsvolle soziale Interaktionen". Sein für Instagram zuständiger Manager Adam Mosseri wiederum meinte, dass es zwar "problematisch", aber keine Sucht sei, bis zu 16 Stunden am Tag auf Instagram zu verbringen. Man möge bitte vorsichtig mit dem Begriff umgehen.

 
Cyberangriffe aus dem Iran: US-Finanzsektor in erhöhter Alarmbereitschaft
Nach der Tötung von Ali Chamenei warnen Experten und Geheimdienste vor gezielten Attacken auf die kritische Infrastruktur der US-Kapitalmärkte

Die US-Finanzdienstleistungsbranche befindet sich angesichts des sich entwickelnden US-Krieges im Iran in erhöhter Alarmbereitschaft wegen potenzieller Cyberangriffe. Laut Führungskräften und Analysten verstärken die Unternehmen ihre Überwachung von Bedrohungen, die in Zeiten geopolitischer Konflikte häufig zunehmen. Die Tötung des iranischen Obersten Führers Ali Chamenei am vergangenen Wochenende bei einem Luftangriff hat im Nahen Osten einen Flächenbrand ausgelöst, der die globalen Märkte erschüttert und die Sorge vor möglichen Cyberangriffen mit Verbindungen zum Iran auf US-Finanzdienstleistungsbetriebe geschürt hat.

Cybersicherheit ist laut Branchendaten seit langem eine der obersten Prioritäten für die Finanzdienstleistungsbranche, die kritische US-Infrastrukturen betreibt – darunter Zahlungsverkehrs-, Clearing- und Abwicklungssysteme sowie Handelsplattformen und Staatsanleihenmärkte. Dies macht den Sektor zu einem Hauptziel von Cyberangriffen.

 
Europol: Onlinemarkt für gestohlene Daten geschlossen
Die Polizei von Amsterdam hat im Zuge einer internationalen Aktion laut Europol einen der weltweit größten Handelsplätze für gestohlene Daten geschlossen. Leakbase hatte weltweit 142.000 registrierte Nutzer, wie die europäische Polizeibehörde in Den Haag heute mitteilte.

Es gab laut Europol-Angaben rund 100 Einsätze vor allem gegen die 37 Hauptnutzer der Plattform. Leakbase war Europol zufolge eine „zentrale Drehscheibe im Ökosystem der Cyberkriminalität“. Die Plattform hatte sich auf den Handel mit gestohlenen Daten spezialisiert. Sie war nach Angaben von Europol offen im Internet zugänglich.

Zahl der Opfer unklar
„Plattformen dieser Art sind der Motor für Cyberkriminalität“, teilte die Amsterdamer Polizei mit. Die Cybercrime-Experten warnten auch, dass gestohlene Daten immer wieder weiterverkauft und für verschiedene Arten von Betrug missbraucht würden.

 
Internationales Cybercrime-Netz zerschlagen, 700 Opfer in Österreich
Tausende private Router waren gekapert worden. Dadurch wurden anonym Attacken auf IT-Systeme durchgeführt und Darstellungen von Kindesmissbrauch verbreitet

Wien – Am Mittwoch ist ein großes, internationales Cybercrime-Netz zerschlagen worden. Für den Proxy-Dienst "Socks Escort" waren Tausende private Router weltweit gekapert worden. Dadurch wurden von Kriminellen anonym Attacken auf IT-Systeme durchgeführt und Darstellungen von Kindesmissbrauch verbreitet. Rund 3,5 Millionen US-Dollar in Kryptowährungen wurden nun eingefroren. In Österreich waren mehr als 700 Opfer betroffen, teilte das Bundeskriminalamt am Donnerstagnachmittag mit. (APA, 12.3.2026)


 
Europa investiert Milliarden in Palantir – trotz Warnungen vor Überwachung und US-Einfluss
Im Vorjahr zogen europäische Investitionen in das Tech-Unternehmen stark an, wie neue Daten zeigen. Gleichzeitig wächst die Kritik an der Macht seiner Software und an der Nähe zur US-Regierung

Ein Palantir sei ein gefährliches Werkzeug, warnt der Zauberer Gandalf den korrumpierten Saruman im Fantasy-Epos "Herr der Ringe". Die "sehenden Steine" dienten ursprünglich den Elben als Kommunikationsmittel, verkamen jedoch zum dunklen Werkzeug für Überwachung, Kontrolle und Manipulation.

Einen vielsagenderen Namen hätte sich das US-Unternehmen Palantir kaum aussuchen können. Dessen Gründer, unter anderem der Tech-Milliardär Peter Thiel, wählten ihn als erklärte Tolkien-Fans nicht ohne Grund: Wie die magischen Steine bündelt das Unternehmen mit seiner Technologie gewaltige Analysefähigkeiten.

Ursprünglich in der Terrorismusbekämpfung eingesetzt, verarbeitet Palantir riesige Datenmengen aus verschiedensten Quellen – und für die unterschiedlichsten Zwecke. Mit seiner Software unterstützt das Unternehmen etwa die US-Einwanderungsbehörde ICE bei der "vollständigen Zielanalyse" der Bevölkerung. In Gaza und im Iran setzen Israel und die USA sie militärisch ein. Die Polizeibehörden in einigen deutschen Bundesländern, in Großbritannien und anderen EU-Staaten nutzen Produkte von Palantir. Gleichzeitig werden sie in zivilen Kontexten verwendet, von der Pandemiebekämpfung bis zum Lieferkettenmanagement.

 
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