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Jemen News

Jemen: Huthis beschossen Flughafen Aden
Die proiranische, jemenitische Huthi-Miliz hat nach Angaben des Militärs im Jemen gestern den Flughafen und den Präsidentenpalast al-Maaschik in Aden mit ballistischen Raketen angegriffen. Ob es Opfer oder Schäden gab und ob die Raketen ihre Ziele trafen, wurde zunächst nicht mitgeteilt.

Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition, die im Jemen kämpft, teilte unterdessen heute mit, sie habe eine von den Huthis gestartete Drohne über der Region Medina zerstört. Medina beherbergt eine der heiligsten Stätten des Islam und wird jedes Jahr von Millionen muslimischer Pilgern besucht.

 
Jemen: Von Huthis entführter UNO-Mitarbeiter tot
Ein seit zwei Jahren in der Gewalt der Huthi-Rebellen im Jemen befindlicher UNO-Mitarbeiter ist nach offiziellen Angaben tot. Ein Minister der jemenitischen Regierung sagte laut einem Bericht des saudischen Senders al-Arabija, der jemenitische Staatsangehörige und Mitarbeiter im Büro des UNO-Hochkommissars für Menschenrechte sei in einem Huthi-Gefängnis zu Tode gefoltert worden.

Der im Juni 2024 festgenommene Mann habe keinen Besuch empfangen oder mit Angehörigen kommunizieren dürfen, sagte ein Familienangehöriger. Die Familie sei über den Tod informiert worden und solle den Leichnam in Empfang nehmen. Die genauen Todesumstände sind nach diesen Angaben noch unklar.

70 UNO-Mitarbeitende in Gewalt der Huthis
Der österreichische UNO-Hochkommissar Volker Türk nannte den Tod seines Mitarbeiters in einer Mitteilung „absolut verheerend“ und sprach der Familie sein Mitgefühl aus. Er verlangte eine unabhängige Untersuchung zu den Todesumständen. Er mache sich große Sorgen um die weiteren UNO-Mitarbeiter in den Händen der Rebellen, davon allein sieben aus seiner Organisation.

 
Chinesische Güter stützen Waffenarsenal
Die proiranischen Huthis im Jemen haben sich in den vergangenen Jahren von einer Guerillagruppe zu einem der wichtigsten Faktoren im Nahen Osten entwickelt. Dabei dürften die Rebellen gleichzeitig ihre Abhängigkeit von Teheran bei Waffenlieferungen verringert haben. Denn für den Waffenbau benötigte Güter würden heute vor allem aus China importiert, berichtete der „Economist“ am Sonntag.

Nachdem die Huthis 2014 die jemenitische Hauptstadt Sanaa eingenommen hatten, fuhr Teheran die Unterstützung der Rebellen als Teil der antiisraelischen und größtenteils islamistischen „Achse des Widerstands“ hoch. Seit der saudi-arabischen Intervention im zweigeteilten Jemen, wo zerrüttete Regierungstruppen im Osten gegen die Huthis im Westen kämpfen, liefert der Iran den Huthis schwere Waffen, darunter auch ballistische Raketen.

Ende September behaupteten die Rebellen aber, dass mittlerweile ein Gros der Waffen selbst hergestellt werde. Das Tempo und das Ausmaß der militärischen Aufrüstung der Huthis habe tatsächlich auch viele Beobachterinnen und Beobachter überrascht, zitierte der „Economist“ Fabian Hinz von Conflict Armaments Research (CAR), einer britischen Organisation, die den weltweiten Waffenschmuggel dokumentiert.

 
Huthi-Miliz verkündet neuen Angriff auf Flughafen Riad
Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz hat erneut einen Angriff auf den Flughafen in der saudischen Hauptstadt Riad für sich beansprucht. Eine Rakete habe den Flughafen direkt getroffen, teilte Militärsprecher Jahja Sari heute mit.

Reisende sowie Fluggesellschaften und deren Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen warnte er erneut davor, den saudi-arabischen Flugraum zu nutzen, weil dieser nicht vor Angriffen der Huthis sicher sei.

Auch im Jemen, wo es seit Monaten zu schweren Gefechten kommt, geht der Krieg weiter. Die Huthis kämpfen dabei unter anderem im Raum der strategisch wichtigen Stadt Tais gegen Truppen der Regierung, die von verbündeten Milizen und Saudi-Arabien unterstützt werden. Die Huthis greifen auch Ziele in der südlichen Küstenstadt Aden an, wo die international anerkannte Regierung ihren Sitz hat.

Tais weiter eingekesselt
Die ohnehin katastrophale humanitäre Lage im Jemen hat sich durch die Kämpfe noch weiter verschlechtert. Die Huthi-Rebellen haben Tais seit Wochen wieder eingekesselt. Dort werden die Vorräte an Wasser, Lebensmitteln, Kleidung und anderen Gütern knapp. Krankenhäusern fehlt es an Treibstoff und Arzneimitteln. UNO-Hilfsorganisationen könnten keine Lieferungen nach Tais bringen, weil Straßen gesperrt seien, sagte ein UNO-Sprecher.

 
Jemen: Viele Tote bei Angriff in Provinz Tais
Im Jemen sind bei Angriffen auf die westliche Provinz Tais zahlreiche Menschen getötet worden. Die proiranische Huthi-Miliz sprach heute von 20 getöteten und zehn verletzten Zivilisten – und machte das Militär Saudi-Arabiens verantwortlich. Behörden der jemenitischen Zentralregierung beschuldigten hingegen die Huthis des Angriffs.

Nach Angaben der Huthis beschossen saudi-arabische Kampfflugzeuge den Gemüsemarkt in der Stadt al-Wasija mit mehreren Raketen. Von der jemenitischen Regierung hieß es hingegen, es habe keinerlei Luftangriffe des Militärs dort gegeben.

Die Provinz Tais ist ein bedeutender Schauplatz der Kämpfe im Jemen. Kämpfer der Huthi-Miliz haben die gleichnamige Provinzhauptstadt seit Anfang Oktober umzingelt. Sie blockieren somit die Straße, die Tais mit Aden, dem Sitz der von Saudi-Arabien unterstützten, international anerkannten jemenitischen Regierung, verbindet.

 
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