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Jemen News

UNICEF: Akute Mangelernährung bei Kindern im Jemen
Die humanitäre Lage im Jemen stürzt Hunderttausende Menschen ins Elend. Die Zahl der Vertriebenen seit August liegt nach Angaben der UNO-Organisation für Migration (IOM) inzwischen bei 134.000.

Mehr als ein Viertel der 2.900 Kinder, die das UNO-Kinderhilfswerk (UNICEF) in den vergangenen Wochen untersucht hat, waren akut mangelernährt, sagte der UNICEF-Vertreter im Jemen, Akhil Iyer, heute. Tendenz: steigend. Auch die Zahl der Cholerafälle nehme zu.

Mindestens 15 Minderjährige seien durch die Kämpfe umgekommen. Schon vor der jüngsten Eskalation der Kämpfe zwischen Regierungstruppen und der Huthi-Miliz rechneten Hilfsorganisationen mit 2,2 Millionen akut mangelernährten Kindern unter fünf Jahren im ganzen Land, sagte Iyer.

Vertreibung verschärft Versorgungslage
Die Vertreibung verschärfe die Situation noch. UNICEF versuche, möglichst viele Menschen mit Nahrungsmitteln und Medikamenten zu unterstützen, auch in den Gebieten, die von den Huthis kontrolliert werden, sagte Iyer.

 
Jemen will Bevölkerung gegen Huthis mobilisieren
Die international anerkannte Regierung im Jemen ruft die Bevölkerung angesichts der anhaltenden Gefechte mit den Huthi-Rebellen zu einer allgemeinen Mobilisierung auf. Die Jemeniten sollten sich hinter der Regierungsarmee und den Sicherheitskräften versammeln und sich deren Reihen anschließen, sagte Raschad al-Alimi von Jemens Präsidialrat, der die international anerkannte Regierung im Jemen anführt, gesterhn.

Ziel sei es, die staatlichen Institutionen wiederherzustellen und die staatliche Souveränität auf das gesamte Staatsgebiet bis hin zur Hauptstadt Sanaa auszudehnen. Zugleich kündigte er eine umfassende Amnestie für Huthi-Kämpfer an, die ihre Waffen niederlegen und die Miliz verlassen.

Die Initiative solle dazu beitragen, weiteres Blutvergießen zu verhindern, den Krieg zu beenden und Vergeltungsmaßnahmen zu vermeiden, sagte Alimi. Bewohner und Bewohnerinnen der von den Huthi kontrollierten Gebiete rief er auf, ihre Kinder zu schützen und sie nicht in die Kämpfe zu schicken.

 
Huthis melden Dutzende Angriffe Saudi-Arabiens
Die Huthi-Miliz hat Saudi-Arabien vorgeworfen, binnen 24 Stunden 94 Angriffe auf von ihr kontrollierte Gebiete im Jemen ausgeführt zu haben, darunter die Hauptstadt Sanaa. Bei den Angriffen habe es Tote und Verletzte gegeben, sagte Huthi-Sprecher Jahja Sari gestern, ohne Zahlen zu nennen.

Die Zahl der saudischen Angriffe auf Huthi-Stellungen seit Beginn der jüngsten Kämpfe liege inzwischen bei 1.350, erklärte die vom Iran unterstützte Miliz.

Korrespondenten hatten am Donnerstagabend in Sanaa drei heftige Explosionen gehört. Zuvor hatten beide Seiten von Dutzenden Toten bei Gefechten nahe der Stadt Tais im Südwesten des Jemen berichtet.

 
Huthi-Rebellen: Haben Aramco-Anlage in Riad angegriffen
Die jemenitischen Huthi-Rebellen haben nach eigenen Angaben gestern eine Einrichtung des Ölkonzerns Aramco in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad angegriffen.

Dabei seien ballistische Raketen und Drohnen eingesetzt worden, erklärten die Huthis. Eine offizielle Bestätigung aus Saudi-Arabien lag zunächst nicht vor.

Die Huthis sind enge Verbündete des Iran. Nach Beginn der US-Angriffe auf den Iran beteiligen sie sich an Vergeltungsschlägen gegen Alliierte der USA in der Region. Aramco ist die größte Ölfördergesellschaft der Welt.

 
Bab al-Mandab: Jemenitische Truppen melden Erfolge
Nach Beginn einer Großoffensive gegen die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz haben die Streitkräfte der international anerkannten Regierung des Jemen heute die Einnahme strategisch wichtiger Gebiete an der Meerenge Bab al-Mandab gemeldet.

Der Sprecher der Regierungstruppen, Madschid al-Nasli, sagte, die Streitkräfte hätten die Kontrolle über das Gebiet um die Meerenge im Südwesten des Landes sowie den Flughafen der Stadt Dhubab übernommen. Hunderte Huthi-Kämpfer seien eingekesselt worden.

Sanaa-Offensive: Huthi-Agentur widerspricht
Nach Militärangaben begann auch eine Offensive auf die Hauptstadt Sanaa. Die von den Huthi-Rebellen kontrollierte Nachrichtenagentur Saba dementierte die Berichte. Sie sprach von einem Versuch, Misserfolge und wiederholte Niederlagen zu vertuschen.

Der Sprecher der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition im Jemen, Turki al-Malki, schrieb auf der Plattform X, die Koalition leiste den jemenitischen Streitkräften auf dem Boden rund um die Uhr Luftunterstützung.

 
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