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Klimawandel + Umweltschutz

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Auch hier kann man nur hoffen dass der Hauptlauf (dick-grün) sich temporär verirrt hat. Die angezeigten Temperaturen in 1500m Höhe wären auf dem Boden nochmal um die 15 Grad höher. Somit wären wir zeitweise eine der heissesten Regionen der Welt.

Wird wahrscheinlich nicht so kommen, aber es ist beklemmend dass solche Berechnungen überhaupt erscheinen.
 

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Klimatologe über Hitzeschutz: "Ich ärgere mich, dass so lange nicht gehandelt wurde"
Die Hitze verformt Schienen, überfordert Krankenhäuser und bringt selbst gesunde Menschen an ihre Grenzen. Stadtklimatologe Matthias Ratheiser erklärt, wie sich Gemeinden an die neue Hitze anpassen können

40 Grad im Juni. Tropennächte, die kaum Erholung zulassen. Der Sommer lässt erahnen, wie das Leben in österreichischen Städten künftig aussehen könnte. Matthias Ratheiser ist Stadtklimatologe beim Wiener Unternehmen Weatherpark und beschäftigt sich seit Jahren damit, wie Wind, Bebauung und Hitze zusammenwirken – und wie sich Städte und Gemeinden an diese neuen Bedingungen anpassen können.

2024 wurde er vom Time Magazine in die "Time 100 Climate"-Liste aufgenommen, eine Auswahl von Menschen, die weltweit federführend an Lösungen für die Klimakrise arbeiten. Im STANDARD-Gespräch erklärt er, warum weder Bäumepflanzen noch Klimaanlagen allein reichen, wieso der südseitige Balkon eigentlich ein Auslaufmodell ist – und warum die "leiwande" Praterstraße gegen seinen Frust hilft.

STANDARD: Im Juni hatte es in Wien 40 Grad, die Tropennächte waren kaum auszuhalten. Was kommt da noch auf uns zu?

Ratheiser: Die Hitzewelle, die wir jetzt erlebt haben, hat einen zukunftsweisenden Charakter. Bisher waren Hitzewellen einzelne Extremereignisse, jetzt werden sie zur neuen Normalität.

STANDARD: Das heißt: Ein Sommer wie heuer wird für unsere Kinder ein normaler Zustand?

Ratheiser: Davon ist auszugehen. Die aktuelle Hitzewelle war ein Extrem, wenn wir nach hinten schauen. Aber wenn wir nach vorne schauen, ist sie kein Extrem, sondern zeigt, womit wir es künftig regelmäßig zu tun haben. Man kann sich das vielleicht so vorstellen: Wir wandern als Mitteleuropa klimatologisch ans Mittelmeer.

 
Das passt einfach nicht zusammen, auf der einen Seite sind 74% besorgt über die Trockenheit und Hitze, auf der anderen Seite liegt eine Klimawandelleugnende Partei mit weit Über 30% bei den Umfrage vorn.
Drei Viertel über Trockenheit besorgt
Die aktuelle Hitze führt dazu, dass sich die Menschen in Österreich wieder mehr mit der Klimakrise beschäftigen. In einer neuen Umfrage gaben 74 Prozent an, über die aktuelle Trockenheit besorgt zu sein. Ebenso viele erwarteten, dass extremes Wetter künftig ihren Alltag beeinträchtigen wird.

60 Prozent sahen Österreich schlecht auf Klimaveränderungen vorbereitet, wie der jüngste „Klimabesorgnismonitor“ des Marktforschungsinstituts Integral zeigt. Er erfasst seit August 2022 laufend die Wahrnehmungen und Einstellungen der 16- bis 75-jährigen österreichischen Bevölkerung rund um den Klimawandel.

Für die aktuelle Umfrage wurden Mitte und Ende Juni 1.000 Personen online befragt, die repräsentativ für die österreichische Wohnbevölkerung im Alter von 18 bis 75 Jahren sind, wie aus einer Aussendung des Instituts hervorging.

Klimawandel gewinnt wieder an Bedeutung
Die Hitzewellen und Temperaturrekorde würden sich auch in der Wahrnehmung der Menschen widerspiegeln: „Während im März nur 28 Prozent innerhalb der letzten Woche einen konkreten Anlass fanden, um über den Klimawandel nachzudenken, stieg dieser Anteil Mitte Juni auf 42 Prozent und Ende Juni auf 59 Prozent“, so Bertram Barth, Geschäftsführer von Integral.

 
27 Grad im OP: "Die Hitze wird zum Gesundheitsrisiko"
Hohe Temperaturen belasten den Körper. Drei Beschäftigte aus dem Gesundheitswesen berichten, wo es gerade besonders brenzlig wird

Die anhaltende Hitzewelle wurde für viele Menschen in den vergangenen Wochen zur Belastungsprobe. Ende Juni wurden in Wien erstmals mehr als 40 Grad gemessen. Vor allem ältere und chronisch kranke Personen leiden unter dem Extremwetter. Europaweit forderte die Hitzewelle heuer bereits mehr als 10.000 zusätzliche Todesopfer.

Aber auch für jene, die die Gesundheitsversorgung im Land sichern sollen, stellen Temperaturen jenseits der 30 Grad eine zusätzliche Herausforderung im Arbeitsalltag dar. Drei Beschäftigte aus Gesundheitsberufen berichten, wo die Situation gerade besonders kritisch ist und welche Änderungen jetzt wichtig wären.

 
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