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Klimawandel + Umweltschutz

Die gefährliche Lücke zwischen Wissen und Handeln beim Klimawandel
Eine Entgegnung auf Reinhard Steurer, der in einem Gastbeitrag die allgemeine Heuchelei für die Klimakatastrophe mitverantwortlich gemacht hat

Reinhard Steurer trifft mit seinem Kommentar "Sommer der Klima-Heuchelei" einen wunden Punkt. Wir wissen seit Jahrzehnten, dass sich das Klima erwärmt, wir sehen die Folgen inzwischen auch in Österreich sehr deutlich – und trotzdem gelingt es uns nur langsam, die Ursachen wirksam zu bekämpfen. Die Lücke zwischen Wissen und Handeln ist real. Mit dem Begriff "Klima-Heuchelei" kann ich trotzdem wenig anfangen.

Denn diese Lücke ist komplizierter als die Frage, ob Menschen das eine sagen und das andere tun.

Als Klimaforscher beschäftige ich mich seit vielen Jahren damit, wie sich unser Klima verändert. Vieles von dem, was lange abstrakt klang, lässt sich mittlerweile unmittelbar beobachten: Hitzewellen werden intensiver, die Verdunstungsnachfrage steigt, Trockenperioden werden problematischer und Starkregen kann in einer wärmeren Atmosphäre heftiger ausfallen. Gleichzeitig verändern sich Schnee, Gletscher und viele andere Teile unseres Klimasystems.

 
Die Lüge vom menschenverursachten Autounfall
Nach diesem Sommer brauchen Paranoia-Politiker im In- und Ausland eine neue Verschwörungstheorie

Die vielleicht überraschendste Erkenntnis dieses Sommers in Österreich lautet: Auch die FPÖ kann es schaffen, den Bogen zu überspannen. Ihr Slogan "Hitze-Panik als Ablenkung vom Impf-Desaster der Systemparteien" war offenbar selbst für einige FPÖ-Fans zu viel an Vertrottelung, und löste einen digitalen Shitstorm aus, der möglicherweise die Freiheitlichen vor der logischen Fortsetzung ihrer Kampagne abgehalten hat: "Stoppt endlich den Wahnsinn, vor lauter Wokeness vertrocknende Felder und sich klimahysterisch selbst entzündende Wälder mit DNA-belastetem Wasser zu impfen!"

Auch Herbert Kickls Ankündigung "wer die Klimawende will gehört entmündigt" kam heuer nicht mehr so gut an – kleiner Tipp für alle, die weiterhin für eine Klimawende sind: Rechtzeitig um einen Sachwalter kümmern, bevor Kickl das übernimmt. Und seine Warnung vor "Klima-Hysterie" erinnerte in diesen Tagen an die Durchsage eines Kapitäns, dessen Flugzeug in 10.000 Meter Höhe der Treibstoff ausgeht: "Bitte jetzt keine Schwerkraft-Hysterie!"

Es scheint also, als wäre "die Lüge vom menschenverursachten Klimawandel" ein verschwörungstheoretisches Auslaufmodell. Für alle Paranoia-Politiker, die dringend nach einer Nachfolge-Erzählung suchen, habe ich hier einen Vorschlag.

Neue Verschwörungstheorie
"Die Lüge vom menschenverursachten Autounfall":

System- und Mainstream-Medien wollen uns einreden, dass es zu viele Autounfälle gibt, und Schuld daran sei der Mensch. Doch damit soll nur vertuscht werden, dass alle Autounfälle natürliche Ursachen haben. Die häufigste ist Wasser in seinen verschiedenen Aggregatzuständen. Sei es als Aquaplaning, als Eis auf der Fahrbahn oder als Alkohol hinterm Steuer. Denn tatsächlich bestehen alkoholische Getränke bis zu 95 Prozent aus Wasser. Eine Zahl, die von der Wasser-Lobby gerne verschwiegen wird, wenn sie wieder einmal mehr Wasserschutzgebiete fordert.

 
Klimafreaks, solche und solche
Was dieser Sommer unsres Missvergnügens so Phänomenen brachte

Der Sommer unseres Missvergnügens gibt noch mit ein paar läppischen 30-Grad-Tagen eine Abschiedsvorstellung, zahlreiche Betroffene fragen sich, ob man für nächstes Jahr nicht doch eine Klimaanlage…, die Gartenbesitzer und noch mehr die Bauern blicken auf ihre braunen Wiesen.

In halb Europa gab es riesige Waldbrände, an einer Messboje im Meer bei Mallorca wurde eine Wassertemperatur von 33,02 Grad angezeigt und Österreichs Bundesheer kauft neue Transportflugzeuge, die auch als Löschflieger dienen können. Laut STANDARD-Bericht sind etliche Familien in Wien aus ihren unerträglichen heißen Wohnungen zu ihren Verwandten am Land geflohen; und selbstverständlich hat es einen Anstieg der Todesfälle unter den Alten und Kranken gegeben.

Das hindert natürlich einen bestimmten Personenkreis in Österreich nicht daran, auf seiner eigenen Interpretation der klimatischen Entwicklung zu beharren. Den Preis für altgermanische Chuzpe trägt natürlich die FPÖ davon, die noch bis vor kurzem über "Klimahysterie" und "Klimakommunismus" tobte, nun aber die Regierung beschuldigt, zu wenig zur Entschädigung der Bauern für die Folgen des nichtexistenten Klimawandels zu tun. Dicht auf folgt der Präsident der Industriellenvereinigung, Georg Knill, der kein Klimagesetz will, weil da die "Klimafreaks" kommen würden. Stimmt, Herr Präsident, es gibt zuviel Klimafreaks… (Hans Rauscher, 28.8.2026)

 
Weltweite Klimakrise: Nepal kann das nicht alleine stemmen
In Nepal zahlen Menschen den Preis für eine Klimakrise, zu deren Entstehung sie kaum etwas beigetragen haben. Es braucht ein weltweites Kompensationssystem für Klimaschäden

Die Bilder aus Nepal sind auch noch Tage nach der verheerenden Sturzflut kaum zu fassen. Massen an Geröll und Wasser haben in dem Himalaja-Staat vergangenen Mittwoch hunderte Menschen mit sichgerissen und getötet, tausende bleiben vermisst. Immer noch warten Überlebende auf Hilfe. Nepal ist eines der ärmsten Länder der Welt, wo Straßen im Zweifel holprige Pisten sind und es keine flächendeckende, flotte Rettungskette gibt – vor allem nicht in den abgelegenen Grenzregionen Richtung Tibet.

So sind auch die Rufe nach einem besseren Frühwarnsystem nachvollziehbar, man stößt aber rasch an Grenzen: Die Flut kam einfach zu schnell. Messstationen, die warnen sollten, wurden zerstört, bevor sie ein Signal abgeben konnten. Die Systeme sind schlicht nicht für derartige Katastrophen ausgelegt.

Nepal hat kaum Emissionen
Und das offenbart eine viel größere Dimension: Die globale Erwärmung schreitet im Himalaja viel schneller voran als im Rest der Welt – mit furchtbaren Folgen. Flutkatastrophen häufen sich in den vergangenen Jahren. Nicht alle sind so tödlich wie die in Rasuwa, doch immer bringen sie Zerstörung und Verlust mit sich.

 
Schwerer „El Nino“ dauert bis Februar
Das Wetterphänomen „El Nino“ wird nach Angaben der UNO in den kommenden Monaten „sehr stark“ werden und sich voraussichtlich bis in den Februar ziehen. Dadurch steigt weltweit das Risiko von Überschwemmungen, Dürren und Hitzewellen.

Seinen Höhepunkt werde „El Nino“ Ende des Jahres erreichen, prognostizierte die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) am Donnerstag. Das Wetterphänomen werde „erhebliche Auswirkungen auf Niederschlags- und Temperaturmuster“ haben. Konkret gebe es ein erhöhtes Risiko von Überschwemmungen, Dürren und Hitze.

„‚El Nino‘ wird vor unseren Augen auf Großformat gebracht“, sagte UNO-Generalsekretär Antonio Guterres. „Die Welt befindet sich in der Gefahrenzone extremer Wetterereignisse.“ WMO-Chefin Celeste Saulo warnte vor Auswirkungen auf Menschen und Volkswirtschaften in aller Welt. Unter anderem die Landwirtschaft, Gesundheitssysteme und die Energieversorgung seien großen Risiken ausgesetzt. Saulo rief Katastrophenschutzbehörden zu entsprechenden Vorbereitungen auf.

 
In der Klimakrise nehmen Extremwetter-Ereignisse immer weiter zu. Diese Videos zeigen die Zerstörungskraft des EF3-Tornados vom 24. August im südfranzösischen Pomas. Wann wachen wir auf?


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Klimawandel bezweifelt, dass Kickl menschengemacht ist

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Während sich die Wissenschaft einig ist, herrschen in Teilen der Bevölkerung weiterhin massive Zweifel: Ist Herbert Kickl wirklich menschengemacht? Nun meldet sich erstmals der Klimawandel zu Wort und stellt die herrschende Lehrmeinung infrage. Für einen entscheidenden menschlichen Einfluss gebe es schlicht nicht genügend Beweise.

ARKTIS – Herbert Kickl ist das Produkt der Fortpflanzung zweier Menschen: So lautet zumindest die derzeit vorherrschende wissenschaftliche Theorie. Endgültig bewiesen sei das aber keineswegs, warnt der Klimawandel.

„Man muss sich nur einmal die Erdgeschichte anschauen“, erklärt der Klimawandel und zeichnet eine lange Zeitachse auf. „Zuerst hatten wir vier Milliarden Jahre lang keinen Herbert Kickl. Und plötzlich soll seit 1968 der Mensch für Kickl verantwortlich sein?“

Viel wahrscheinlicher sei, dass Kickl Teil eines natürlichen Zyklus sei. Schließlich habe es ähnliche Phänomene wie 1,40 Meter kleine Höhlenmenschen, die wütende Laute von sich geben, auch schon zur Zeit der Neandertaler gegeben.

„Populisten und Demagogen hat es immer schon gegeben. Unser Planet Erde hat schon Ereignisse überlebt, die waren genauso schlimm wie Kickl, zum Beispiel der Meteoriteneinschlag bei den Dinosauriern, oder die Eruption des Vulkans Tambora im Jahr 1815.“

Zweifel an „Experten“
Auch von einem wissenschaftlichen Konsens will er nichts wissen. „Ich habe gestern auf Facebook einen Installateur aus Vöcklabruck gefunden, der schreibt, so etwas könne unmöglich von Menschen stammen“, erklärt der Klimawandel. „Und jetzt soll ich einfach irgendwelchen Klimatologen glauben, nur weil die das studiert haben?“

 

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