Nun, ich beschäftige mich schon seit Jahren mit der Anzucht von Exoten in meinem Garten. Der liegt in der Winterhärtezone 7 nach USDA.
Es gibt bulgarische Varietäten, die in der Zone 6 gedeihen. Michurinska-10 ist so eine Varietät, die eingewachsen - 24 C übersteht. In Bulgarien nennt man sie Ali Pasha. Der Balkan wird dort, wo das Meer keinen Einfluss mehr hat, kontinental geprägt. Entsprechend können die Winter ausfallen. Im Rheingebiet in Deutschland (Zone 8) stehen unzählige Feigen in den Gärten. Die Sorte Hardy Brunswick ist irgendwann mal im Braunschweiger Raum entstanden. Das entspricht meiner Härtezone 7.
Die Feige ist eine der ältesten Kulturpflanzen. Selektion findet seit über 2000 Jahren statt.
Und friert die Feige im Winter doch mal oberirdisch zurück, treibt sie im nächsten Jahr aus der Wurzel neu aus und schafft dabei die Höhe vom Vorjahr und mitunter noch mehr.
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Achso und zum Thema Feigenwespe: In den 2000 Jahren der Kultivierung und Verbreitung wurde eine Vielzahl von Sorten selektiert, die jungferfrüchtig (parthenocarp) sind und die Wespe nicht zur Betäubung benötigen. Sonst hätte ich in meinem Garten auch nicht ernten können.
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Da sieht man mal die Winterhärtezonen in Europa, USA und Pakistan. Und rot meine Pflanzen mit Herkunft.
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Frucht meiner Michurinska-10
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Auch aus Wikipedia:
Als Parthenokarpie (griechisch παρθένος (parthenos) Jungfrau und καρπός (karpos) Frucht) oder Jungfernfrüchtigkeit wird bei Pflanzen die Fruchtentwicklung ohne vorherige Befruchtung und Samenbildung bezeichnet. Die Fruchtentwicklung kann z. B. durch mechanisches Reizen des Fruchtblatts der Blüte ausgelöst werden, das zu einer Wuchsstoffausschüttung führt. Sie wird durch günstige klimatische Bedingungen gefördert oder auch durch Blütenfrost, falls nur die Samenanlagen, nicht aber die Fruchtknoten geschädigt werden.
Man unterscheidet zwischen induktiver Parthenokarpie, die durch äußere Reize ausgelöst wird, vegetativer Parthenokarpie, die spontan auftritt, und Scheinparthenokarpie (Stenospermokarpie), bei der nach der Befruchtung die Samen absterben, und die reifen Früchte parthenokarp erscheinen, wie bei sogenannten kernlosen Weintrauben.
Die Parthenokarpie ist bei Äpfeln, Birnen, Trauben, Feigen, Ananas, Zitrusfrüchten und Bananen verbreitet, kann aber auch durch die Behandlung von Blüten mit Auxin bei anderen Pflanzen künstlich herbeigeführt werden; auf diese Weise lassen sich z. B. kernlose Tomaten, Gurken und Auberginen ziehen.
Parthenokarpie wird auch gentechnisch erzeugt, entweder um kernlose Früchte zu erhalten oder um die Ausbreitung transgener Pflanzen zu unterbinden.