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Kuba Sammelthread

  • Ersteller Ersteller jugo-jebe-dugo
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Wie die USA Kuba nun den letzten Geldhahn abdrehen wollen
Ein US-Öl-Embargo hat den Druck auf die sozialistische Insel bereits massiv erhöht. Nun will die Trump-Administration eine wichtige Devisenquelle Havannas zudrehen: kubanische Ärzte, die im Ausland arbeiten.
Francesco Moschella kann sich noch genau an die Zeit erinnern, bevor die Kubaner kamen. „Es war eine Katastrophe. Ich habe die Notaufnahme alleine am Laufen gehalten“, sagt der Chefarzt des Krankenhauses von Polistena (Kalabrien) zur Nachrichtenagentur Associated Press. Dann, im Jänner 2023, kam die Rettung: Ärzte und Gesundheitspersonal der Karibikinsel wurden inmitten der Coronakrise angestellt. Heute stellen sie die Hälfte des Personals in Moschellas Notaufnahme.

Das mag in Europa eine Besonderheit sein, in vielen Teilen der Welt aber keinesfalls. Schon seit den 1960ern arbeiten kubanische Ärzte - Fidel Castro sprach einst von einer „Armee der weißen Kittel“ - in vielen lateinamerikanischen und afrikanischen Ländern, häufig in armen, abgelegenen Gegenden.

 
Dritter landesweiter Blackout binnen rund einer Woche auf Kuba
Zum dritten Mal binnen rund einer Woche ist auf Kuba landesweit der Strom ausgefallen. „Es hat eine vollständige Trennung des Stromsystems gegeben“, teilte das Energieministerium gestern auf X mit. Die Protokolle zur Wiederherstellung der Stromversorgung seien aktiviert worden.

Später erklärte das Ministerium, eine Störung im Block eines Wärmekraftwerks habe den Ausfall des nationalen Stromnetzes ausgelöst. In mehreren Landesteilen werde die Stromversorgung schrittweise wieder aufgebaut. Bereits am Freitag und zuvor am Montag der vergangenen Woche war es auf der Karibik-Insel zu landesweiten Blackouts gekommen.

Marode Infrastruktur und US-Ölembargo
Kuba leidet aufgrund der maroden Infrastruktur und eines von den USA seit Monaten verhängten Ölembargos unter einer schweren Energiekrise. Viele der überwiegend jahrzehntealten Wärmekraftwerke sind störanfällig, zudem fehlt es häufig an Treibstoff für die Stromerzeugung. Die Regierung macht dafür unter anderem das US-Handelsembargo und weitere Sanktionen Washingtons verantwortlich.

 
Trumps Rachefeldzug gewinnt an Fahrt, Hotelriese zieht sich von der Insel zurück, Tourismuskrise droht
Die Entscheidung erfolgte, nachdem die Vereinigten Staaten neue Sanktionen verhängt hatten, die das kubanische Tourismusministerium auf die schwarze Liste setzten.

Eine der größten und wichtigsten ausländischen Hotelketten in Kuba, die spanische Meliá Hotels International , hat beschlossen, sich vollständig von der Insel zurückzuziehen. Die Entscheidung tritt am Freitag in Kraft und ist ein schwerer Schlag für den kubanischen Tourismus, der seit Jahren unter den Folgen des US-Embargos leidet. In einer offiziellen Erklärung gab das Unternehmen an, die Entscheidung aufgrund „erheblicher betrieblicher, rechtlicher, wirtschaftlicher und finanzieller Schwierigkeiten, die das Umfeld in Kuba nachhaltig beeinträchtigt haben und weiterhin beeinträchtigen“, getroffen zu haben.

Die Entscheidung fiel, nachdem die USA neue Sanktionen verhängt und das kubanische Tourismusministerium auf die schwarze Liste gesetzt hatten. Das Ministerium war Meliás Geschäftspartner für mehr als ein Dutzend Hotels, die die Kette noch betrieb. Meliá hatte bereits die Leitung von 15 Hotels ausgesetzt, die mit einem Reisebüro unter der Kontrolle von GAESA, einem kubanischen Militär- und Wirtschaftskonglomerat, das die USA im Mai mit Sanktionen belegt hatten, zusammenarbeiteten. Nun ist der Rückzug vollständig. In seiner Blütezeit besaß Meliá 34 Fünf-Sterne-Hotels in Kuba, hauptsächlich in Havanna und dem bekannten Badeort Varadero. Die Kette galt als Symbol für Kubas Öffnung für ausländische Investitionen nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion.

 
Kuba lockert Wirtschaftsregeln für ausländische Investoren
Kuba öffnet seine Wirtschaft angesichts einer schweren Krise und des Drucks der USA weiter für ausländische Investoren. Die Regierung in Havanna veröffentlichte gestern (Ortszeit) neue Vorschriften, die den Marktzugang in dem Karibik-Staat erleichtern sollen.

Firmen dürfen künftig Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen direkt einstellen und entlassen, ohne staatliche Arbeitsagenturen einschalten zu müssen. Zudem dürfen private Unternehmen Reisebüros betreiben und Selbstständige als Reiseführer arbeiten. Bisher wurde die Tourismusbranche vollständig vom Staat kontrolliert.

 
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