Also das Paparazzi nichts mit Journalismus zu tun haben, muß man ja eigentlich nicht extra diskutieren. Erstaunlich ist nur, was für Tarife für solche Bilder aufgerufen werden. Ehrlich gesagt, mir sind die Möpse von irgendwelchen Prinzessinnen oder Starlets komplett egal.
Was diesen kleinen Schmierfilm angeht, verstehe ich die Aufregung nicht. Klar ist er diffamierend, aber es ist doch eigentlich so offensichtlich, daß er nur provozieren soll, daß ich nicht verstehe, warum man dem Urheber dann auch noch den Gefallen tut und so dermaßen ausrastet. Die islamistische Welt läßt damit doch vor aller Welt die Hosen runter und zeigt jedem, daß es geradezu beliebig möglich ist, die hochgehen zu lassen wie das berühmte HB-Männchen. Die Blöße hätte ich mir nicht gegeben. Ich frage mich, wo der sonst so sprichwörtlich Stolz in diesem Moment war. Wer Stolz hat, ist doch über so etwas erhaben und sagt allenfalls "Was kümmert es die Eiche, wenn sich die Sau an ihr scheuert" oder ähnliches.
Aber die andere Seite, die "zivilisierte Welt" reagiert genauso dumm, in dem sie nun ein Aufführungsverbot diskutiert. Darf so ein mies gemachtes Propagandawerk wirklich die das Recht auf Meinungsfreiheit einschränken, weil man befürchtet, daß der islamistische Mob wieder durchdreht? Wirksam verhindern können derartige Verbote am Ende sowieso nichts.
Letztlich haben alle Beteiligten durch ihr unvernünftiges Handeln diesem billigen kleinen Scheiß-Film erst ein Forum gegeben, das ihm von seiner inhaltlichen Bedeutung her überhaupt nicht zukommt.
Ganz grundsätzlich allerdings ist die Meinungsfreiheit ein sehr hohes Gut, dessen Bedeutung man meist erst erkennt, wenn man sie nicht mehr hat. Natürlich bewegt man sich immer an der Grenze des guten Geschmacks, wenn man religiöse Bekenntnisse für eine Satire oder Karikatur benutzt. Und in der Regel bleibt es nicht aus, daß dabei irgend jemandes religiöses Empfinden verletzt wird. Aber wer sich öffentlich positioniert, der muß auch damit leben, daß er Kritik ausgesetzt ist. Das mußten und müssen die christlichen Kirchen und da muß auch der Islam durch. (Wenn es ums Austeilen geht, sind die Religionen ja schließlich auch nicht so zimperlich...) Und die Gläubigen müssen es eben auch ertragen, aber ihnen bleibt der Trost, daß ihr Gott- dem man Allmacht nachsagt- durchaus allein in der Lage ist, die Verantwortlichen nach seinem Ermessen zur Rechenschaft zu ziehen, siehe Deuteronomium (5. Mose) 32, Vers 35.