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Mexiko - News

Vier Tote nach Anti-Drogen-Einsatz – tödlicher Unfall legt geheime US-Rolle in Mexiko offen
Der Einsatz liegt hinter ihnen, die Straße vor ihnen – und dann ist alles vorbei. Im Bundesstaat Chihuahua stürzt ein Fahrzeug von der Fahrbahn, fällt in eine Schlucht und explodiert. Vier Menschen sterben. Zwei von ihnen arbeiten für die US-Botschaft, zwei für mexikanische Behörden. Was zunächst wie ein tragischer Unfall wirkt, zieht sofort größere Kreise, weil sich schnell zeigt, wer die amerikanischen Beamten waren. Sie gehörten zur Central Intelligence Agency und waren Teil einer deutlich ausgeweiteten Anti-Drogen-Strategie unter Donald Trump und CIA-Direktor John Ratcliffe.

Der Unfall geschieht Stunden nach einem Treffen mit lokalen Ermittlern. Zuvor war in einer abgelegenen Region ein großes Drogenlabor entdeckt und zerschlagen worden, offenbar eines der größten, die dort je gefunden wurden. Offiziell waren nur mexikanische Kräfte an dem Zugriff beteiligt. Die amerikanischen Mitarbeiter hielten sich nach Angaben der Behörden in einiger Entfernung auf, unterstützten mit Ausbildung und Abstimmung. Danach traf man sich, tauschte Informationen aus – und fuhr zurück. Wenige Stunden später endet die Fahrt tödlich.

In Mexiko sorgt der Vorfall sofort für politische Spannung. Präsidentin Claudia Sheinbaum kündigt eine Untersuchung an und stellt offen die Frage, ob nationale Sicherheitsregeln eingehalten wurden. Ihr Sicherheitskabinett sei über die Zusammenarbeit nicht informiert gewesen. Sie betont, dass es keine gemeinsamen Einsätze gebe, sondern nur Informationsaustausch innerhalb klarer rechtlicher Grenzen. Genau diese Grenze wirkt nun unscharf. Im Hintergrund läuft längst eine stille Ausweitung der amerikanischen Aktivitäten. Die CIA liefert mehr Aufklärung, trainiert Einheiten, setzt unbewaffnete Drohnen ein, um Kartelle zu verfolgen und Labore zu finden. Hinweise aus diesen Programmen führten zuletzt zur Ortung und Tötung eines der mächtigsten Kartellführer des Landes. Gleichzeitig hat Washington auch außerhalb Mexikos die Gangart verschärft, mit Angriffen auf Schnellboote im Karibikraum und Operationen in Südamerika, die international umstritten sind.

Der Unfall in Chihuahua trifft deshalb einen empfindlichen Punkt. Er zeigt, wie eng die Zusammenarbeit inzwischen ist und wie schnell sie politisch brisant wird. Offiziell bleibt vieles getrennt, in der Praxis liegt es näher beieinander, als es öffentlich dargestellt wird. Vier Tote machen sichtbar, was sonst im Hintergrund läuft.

 
Mexikanische Armee wusste nichts von möglichen US-Agenten im Land
Die Geheimdienstler kamen während einer Drogenbekämpfungsaktion bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Der Vorfall wird untersucht

Mexiko-Stadt – Die mexikanische Armee hat nach Angaben von Präsidentin Claudia Sheinbaum keine Kenntnis von der Anwesenheit von US-Geheimdienstmitarbeitern gehabt, die kürzlich während einer Drogenbekämpfungsaktion im Grenzstaat Chihuahua bei einem Autounfall ums Leben kamen. "Offensichtlich wusste das Militär nicht, dass Personen beteiligt waren, die keine mexikanischen Staatsbürger waren (...), dass Ausländer an dem Einsatz teilnahmen", sagte Sheinbaum am Mittwoch vor Journalisten.

Sheinbaum sagte, die Regierung untersuche einen möglichen Verstoß gegen nationale Sicherheitsgesetze in dem noch immer undurchsichtigen Vorfall. US-Medienberichten zufolge handelte es sich bei den US-Ausbildnern um Mitarbeiter des Auslandsgeheimdienstes CIA.

Auto stürzte in Schlucht
Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, sagte nach Sheinbaums Äußerungen, Präsident Donald Trump sei der Ansicht, "etwas Mitgefühl von Claudia Sheinbaum wäre für die beiden verlorenen amerikanischen Leben durchaus angebracht". Die Trump-Regierung wünsche sich "mehr Zusammenarbeit", sagte Leavitt Journalisten.

 
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