74 Tote nach Gewaltwelle in Mexiko
Der Militäreinsatz zur Festnahme eines der mächtigsten Drogenbosse Mexikos hat insgesamt 74 Menschenleben gefordert. Neben Nemesio Oseguera Cervantes starben 73 weitere Menschen, wie es am Montag in einer offiziellen Mitteilung hieß: Sicherheitskräfte und mutmaßliche Kartellmitglieder. Nach dem Tod des auch als „El Mencho“ bekannten Drogenbosses war es zu schweren Ausschreitungen gekommen.
In 20 von 32 Bundesstaaten lieferten mutmaßliche Mitglieder des Kartellchefs Sicherheitskräften und Soldaten Gefechte, neben etwa 50 von ihnen kamen dabei auch 25 Mitglieder der Nationalgarde, ein Justizbeamter und ein Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft ums Leben, sagte Sicherheitsminister Omar Garcia Harfuch am Montag.
Der dabei verwundete Anführer des Drogenkartells Jalisco Nueva Generacion (CJNG) war schwerstverletzt ausgeflogen worden und starb auf dem Weg nach Mexiko-Stadt. Daraufhin steckten mutmaßliche Kämpfer seines Syndikats in mehreren Bundesstaaten Fahrzeuge in Brand und blockierten Straßen. Außerdem griffen sie Banken, Tankstellen und Geschäfte an. Krawalle gab es auch in Michoacan, Aguascalientes, Tamaulipas und Guanajuato, berichteten mexikanische Medien.
Airlines mussten Flüge streichen
Die Ausschreitungen eskalierten derart, dass mehrere Fluggesellschaften ihre Flüge aussetzten, zahlreiche Touristinnen und Touristen, darunter zwei aus Österreich, waren gestrandet, wie das Außenministerium mitteilte. Auch beliebte Ferienorte wie Puerto Vallarta an der Pazifikküste waren von der Gewalt betroffen. Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum rief die Bevölkerung zur Ruhe auf. „Wir müssen informiert bleiben und Ruhe bewahren“, schrieb sie auf der Plattform X.
Der Militäreinsatz zur Festnahme eines der mächtigsten Drogenbosse Mexikos hat insgesamt 74 Menschenleben gefordert. Neben Nemesio Oseguera Cervantes starben 73 weitere Menschen, wie es am Montag in einer offiziellen Mitteilung hieß: Sicherheitskräfte und mutmaßliche Kartellmitglieder. Nach dem...
orf.at