Aktuelles

Mexiko - News

2024 hat Mexiko Geschichte geschrieben: Mit Claudia Sheinbaum steht zum ersten Mal eine Frau an der Spitze des Staates. Während in Österreich und vielen Teilen Europas rechte Parteien an Einfluss gewinnen, hat sich in Mexiko erneut die Linke durchgesetzt – und das mit einer beeindruckenden Mehrheit.
Sheinbaums Bilanz nach einem Jahr kann sich sehen lassen: Sie hat den Mindestlohn erhöht, die Mordrate ist stark gesunken, sie hat mehr Rechte für Indigene durchgesetzt und Sozialprogramme für Familien, Bauern und Schüler:innen ausgebaut.

Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.
 
Mexiko im Feuer, weil ein Mann tot ist
Guadalajara – Nemesio Oseguera Cervantes war am Sonntag tot. Das Mexikanische Militär tötete ihn in einer Stadt namens Tapalpa, zwanzig Kilometer von Guadalajara entfernt. „Er wurde verwundet bei der Aktion in Tapalpa. Später, auf dem Weg nach Mexiko-Stadt, starb er.“ Das war um elf Uhr morgens, vielleicht auch mittags. Es ist unklar. Die genaue Zeit spielt keine Rolle. Was zählt ist, dass er tot war. Und dann fing Mexiko an zu brennen.

Er war El Mencho genannt worden. Das war sein Name in der Unterwelt, in den Nachrichten, in den Gedanken der Amerikaner, die ihn seit 15 Millionen Dollar suchten. Ein Kopfgeld. Der Staat hatte eine Belohnung ausgesetzt, die höher war als das Leben vieler Menschen. El Mencho war der Chef des Jalisco New Generation Cartel, das Kartell, das am stärksten wurde in Mexiko. Nicht Sinaloa, nicht mehr. Jalisco. Sein Kartell.

Er war 59 Jahre alt. Aus Aguililla. Ein armer Junge, der nach Kalifornien ging, später wegen Heroinhandels ins Gefängnis kam, drei Jahre saß, rauskam und zurück zu den Drogen ging. Das war sein Leben. Irgendwann gründete er mit einem anderen Mann ein neues Kartell. Das war 2007. Seitdem wuchs es. Es wuchs und wuchs. Das Kartell war in allen 50 amerikanischen Bundesstaaten. Es verkaufte Fentanyl, Kokain, Methamphetamin. Milliarden Dollar pro Jahr. Das sind keine Zahlen, die man versteht. Milliarden. Zehn Milliarden vielleicht, 15, niemand weiß es genau. Und El Mencho kontrollierte das alles. Er saß irgendwo in Jalisco und kontrollierte ein Imperium, das größer war als viele Länder.

Der amerikanische Präsident Trump hatte gesagt, er würde Mexiko bombardieren, wenn die Kartelle nicht gestoppt würden. Das war eine Drohung. Trump meinte das ernst. Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum sagte, das würde niemals passieren, das wäre ein Verstoß gegen die Souveränität. Aber sie wusste, dass die Amerikaner Druck machten. Deshalb ordnete sie an, El Mencho zu fangen. Oder zu töten. Das war das Ziel. Am Sonntag passierte es dann. Die mexikanische Armee ging in die Stadt Tapalpa. Sie feuerten. El Mencho feuerte zurück. Es gab einen Kampf. Vier Menschen starben dort, drei weitere starben später, eine davon war El Mencho. Drei Soldaten wurden verwundet. Die Armee nahm zwei andere Kartellmitglieder fest. Sie nahmen auch Waffen mit. Raketenwerfer. Dinge, die Hubschrauber abschießen können. Aber das war nicht das Ende.

 
74 Tote nach Gewaltwelle in Mexiko
Der Militäreinsatz zur Festnahme eines der mächtigsten Drogenbosse Mexikos hat insgesamt 74 Menschenleben gefordert. Neben Nemesio Oseguera Cervantes starben 73 weitere Menschen, wie es am Montag in einer offiziellen Mitteilung hieß: Sicherheitskräfte und mutmaßliche Kartellmitglieder. Nach dem Tod des auch als „El Mencho“ bekannten Drogenbosses war es zu schweren Ausschreitungen gekommen.

In 20 von 32 Bundesstaaten lieferten mutmaßliche Mitglieder des Kartellchefs Sicherheitskräften und Soldaten Gefechte, neben etwa 50 von ihnen kamen dabei auch 25 Mitglieder der Nationalgarde, ein Justizbeamter und ein Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft ums Leben, sagte Sicherheitsminister Omar Garcia Harfuch am Montag.

Der dabei verwundete Anführer des Drogenkartells Jalisco Nueva Generacion (CJNG) war schwerstverletzt ausgeflogen worden und starb auf dem Weg nach Mexiko-Stadt. Daraufhin steckten mutmaßliche Kämpfer seines Syndikats in mehreren Bundesstaaten Fahrzeuge in Brand und blockierten Straßen. Außerdem griffen sie Banken, Tankstellen und Geschäfte an. Krawalle gab es auch in Michoacan, Aguascalientes, Tamaulipas und Guanajuato, berichteten mexikanische Medien.

Airlines mussten Flüge streichen
Die Ausschreitungen eskalierten derart, dass mehrere Fluggesellschaften ihre Flüge aussetzten, zahlreiche Touristinnen und Touristen, darunter zwei aus Österreich, waren gestrandet, wie das Außenministerium mitteilte. Auch beliebte Ferienorte wie Puerto Vallarta an der Pazifikküste waren von der Gewalt betroffen. Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum rief die Bevölkerung zur Ruhe auf. „Wir müssen informiert bleiben und Ruhe bewahren“, schrieb sie auf der Plattform X.

 
74 Tote nach Gewaltwelle in Mexiko
Der Militäreinsatz zur Festnahme eines der mächtigsten Drogenbosse Mexikos hat insgesamt 74 Menschenleben gefordert. Neben Nemesio Oseguera Cervantes starben 73 weitere Menschen, wie es am Montag in einer offiziellen Mitteilung hieß: Sicherheitskräfte und mutmaßliche Kartellmitglieder. Nach dem Tod des auch als „El Mencho“ bekannten Drogenbosses war es zu schweren Ausschreitungen gekommen.

In 20 von 32 Bundesstaaten lieferten mutmaßliche Mitglieder des Kartellchefs Sicherheitskräften und Soldaten Gefechte, neben etwa 50 von ihnen kamen dabei auch 25 Mitglieder der Nationalgarde, ein Justizbeamter und ein Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft ums Leben, sagte Sicherheitsminister Omar Garcia Harfuch am Montag.

Der dabei verwundete Anführer des Drogenkartells Jalisco Nueva Generacion (CJNG) war schwerstverletzt ausgeflogen worden und starb auf dem Weg nach Mexiko-Stadt. Daraufhin steckten mutmaßliche Kämpfer seines Syndikats in mehreren Bundesstaaten Fahrzeuge in Brand und blockierten Straßen. Außerdem griffen sie Banken, Tankstellen und Geschäfte an. Krawalle gab es auch in Michoacan, Aguascalientes, Tamaulipas und Guanajuato, berichteten mexikanische Medien.

Airlines mussten Flüge streichen
Die Ausschreitungen eskalierten derart, dass mehrere Fluggesellschaften ihre Flüge aussetzten, zahlreiche Touristinnen und Touristen, darunter zwei aus Österreich, waren gestrandet, wie das Außenministerium mitteilte. Auch beliebte Ferienorte wie Puerto Vallarta an der Pazifikküste waren von der Gewalt betroffen. Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum rief die Bevölkerung zur Ruhe auf. „Wir müssen informiert bleiben und Ruhe bewahren“, schrieb sie auf der Plattform X.

Gottogottogott, da hilft nur nur noch das Militär.
 
Unruhen in Mexiko: Keine Ausländer unter Verletzten
Bei den Unruhen nach der Tötung des Anführers des als extrem gewalttätig bekannten Drogenkartells Jalisco Nueva Generacion (CJNG) in Mexiko sind dem mexikanischen Außenministerium zufolge keine Ausländerinnen und Ausländer verletzt worden.

Bei den Unruhen nach dem tödlichen Einsatz gegen Nemesio Oseguera Cervantes alias „El Mencho“ starben 74 Mexikanerinnen und Mexikaner, darunter 25 Mitglieder der Nationalgarde.

250 Straßenblockaden
Der 59-jährige Kartellchef kam am Sonntag infolge eines Militäreinsatzes zu seiner Festnahme im westlichen Bundesstaat Jalisco ums Leben. Daraufhin richteten Bandenmitglieder rund 250 Straßenblockaden in 20 der 32 mexikanischen Bundesstaaten ein.

Auch Geschäfte und Tankstellen wurden in Brand gesetzt. Zu Zwischenfällen kam es auch in der Stadt Guadalajara, die einer der drei mexikanischen Austragungsorte der Fußball-WM ist. Der internationale Flugverkehr wurde vorübergehend umgeleitet.

 
Mexiko: Marineinfanteristen in Unruheregion verlegt
Angesichts der jüngsten Welle der Gewalt nach dem Tod eines mächtigen Drogenbosses in Mexiko sollen Marineinfanteristen in der Unruheregion im Westen des Landes für Sicherheit sorgen.

103 Soldaten erreichten an Bord des Panzerlandungsschiffs „ARM Usumacinta“ den Urlaubsort Puerto Vallarta im Bundesstaat Jalisco an der Pazifikküste, wie die Zeitung „Milenio“ gestern berichtete.

Nach der Festnahme von Nemesio Oseguera Cervantes alias „El Mencho“ am Sonntag hatten Kämpfer des Drogenkartells Jalisco Nueva Generacion (CJNG) in mehreren Bundesstaaten Straßensperren errichtet, Autos in Brand gesetzt und Geschäfte angegriffen.

Über 70 Tote
Bei dem Zugriff und anschließenden Gefechten kamen 74 Menschen ums Leben. Auch Kartellchef „El Mencho“ erlag seinen Verletzungen.

Während der Gefechte gelang auch 23 Häftlingen des Gefängnisses von Puerto Vallarta die Flucht. Bewaffnete Angreifer hatten das Tor mit einem Auto eingedrückt und das Feuer eröffnet. Dabei war auch ein Justizbeamter ums Leben gekommen.

 
Angemessen wäre eine Strafe von 500 Milliarden US-Dollar für den Hitlergrußzeiger Murks
Mexikos Präsidentin erwägt nach Kartell-Vorwurf Klage gegen Musk
Der Tech-Milliardär hatte Claudia Sheinbaum Verbindungen zu Drogenkartellen unterstellt. Eine Verleumdungsklage gegen Musk in den USA dürfte jedoch schwierig werden

Mexiko-Stadt/Washington – Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum erwägt rechtliche Schritte gegen den Tech-Milliardär Elon Musk, nachdem dieser ihr auf seiner Online-Plattform X Verbindungen zu Drogenkartellen unterstellt hatte. Er hatte behauptet, Sheinbaum sage, "was ihre Kartell-Bosse ihr zu sagen befehlen". "Wir prüfen, ob wir rechtliche Schritte einleiten", sagte Sheinbaum am Dienstag auf ihrer täglichen Pressekonferenz. Anwälte der Regierung würden die Angelegenheit prüfen.

Kartellgewalt
Der Kommentar Musks erfolgte, nachdem mexikanische Sicherheitskräfte am Sonntag den Anführer des Jalisco-Kartells, Nemesio Rubén – "El Menche" – Oseguera Cervates, getötet hatten. Musk reagierte damit auf ein Video aus dem vergangenen Jahr, in dem sich Sheinbaum zur Gewalt der Kartelle äußerte. In dem Video hatte sie eine Rückkehr zum "Krieg gegen die Drogen" als nicht machbar bezeichnet. Die von Ex-Präsident Felipe Calderón 2006 begonnene Militäroffensive gegen die Kartelle hatte zu blutigen Revierkämpfen und einer Gewaltspirale geführt, die von vielen Analysten als Ursache für die bis heute hohen Mordraten angesehen wird. "Wir streben nach Frieden, nicht nach Krieg", sagte Sheinbaum.

Die Vorsitzende der Regierungspartei Morena, Luisa Alcalde, kritisierte Musk ebenfalls. "Reichtum verleiht keine moralische Autorität", schrieb sie auf X. In Mexiko gelten mehr als 130.000 Menschen als vermisst. Ein Großteil der Gewalt wird Drogenkartellen zugeschrieben, die ihre Drogen in die USA verkaufen und von dort Waffen beziehen. Eine Verleumdungsklage gegen Musk in den USA dürfte für Sheinbaum jedoch schwierig werden. Dort gelten strenge Gesetze zum Schutz der freien Meinungsäußerung. Um einen Prozess zu gewinnen, müsste sie nachweisen, dass Musk wissentlich eine Falschaussage traf oder die Wahrheit rücksichtslos missachtete. (APA, 25.2.2026)

 
Mexikos Krieg ohne Ende – Kartelle ersetzen den Staat, die Gewalt wächst weiter
Mexiko erlebt eine Eskalation, die längst über klassische Kriminalität hinausgeht. Nach der Tötung von „El Mencho“ breitet sich Gewalt landesweit aus, mit brennenden Fahrzeugen, blockierten Straßen und Angriffen, die ganze Regionen lahmlegen. Innerhalb weniger Tage entstehen über 250 Straßensperren in mehr als der Hälfte des Landes. Flughäfen werden zu Fluchtorten, Städte stehen still, Schulen schließen, öffentlicher Verkehr wird gestoppt. Bilder davon verbreiten sich schnell, während Behörden gleichzeitig behaupten, vieles sei künstlich erzeugt. Doch die Realität auf den Straßen lässt sich nicht wegdiskutieren. Die Macht der Kartelle ist dabei nicht neu, aber sie wird sichtbarer. In vielen Regionen ersetzen sie faktisch staatliche Strukturen. Sie kontrollieren Territorien, organisieren Arbeit, entscheiden über Sicherheit. Der Staat bleibt formal bestehen, mit Wahlen und Institutionen, doch seine Durchsetzungskraft ist regional extrem unterschiedlich. In einigen Gebieten existiert er nur noch auf dem Papier. Gleichzeitig bleiben Verbrechen fast folgenlos. Verfahren werden eröffnet, aber kaum abgeschlossen. Straflosigkeit ist kein Ausnahmezustand mehr, sondern Alltag.

Die Zahlen zeigen die Dimension. Seit 2012 sind mehr als 350.000 Menschen getötet worden. Im Schnitt sterben täglich Dutzende. Der Großteil der Gewalt richtet sich gegen Zivilisten. Für viele junge Menschen ist der Weg in die Kartelle keine ideologische Entscheidung, sondern eine wirtschaftliche. Armut, fehlende Perspektiven, fehlender Zugang zu Bildung treiben sie in ein System, das schneller Geld verspricht als jeder legale Weg. Politisch hat sich die Strategie mehrfach geändert, ohne den Durchbruch zu bringen. Militärische Offensive, danach der Versuch, soziale Ursachen zu bekämpfen. „Hugs, not bullets“ sollte den Kreislauf durchbrechen, doch die Gewalt blieb. Kartelle passen sich an, sie zerfallen nicht, sie verändern ihre Struktur. Wenn ein Anführer fällt, übernimmt der nächste. Die Organisation bleibt bestehen.

Gleichzeitig wächst der Druck aus den USA. Trump spricht offen davon, Truppen zu schicken. Kooperation wird eingefordert, Ergebnisse werden verlangt. Mexiko liefert aus, übergibt mutmaßliche Kartellmitglieder, oft über juristische Wege, die selbst im Land umstritten sind. Rechtliche Standards werden gedehnt, Verfahren verkürzt. Der Zweck scheint wichtiger als die Regeln.

Der Tod von El Mencho markiert deshalb keinen Sieg, sondern einen Übergang. Die Gewalt danach zeigt, wie stabil die Strukturen im Hintergrund sind. Selbst sein Begräbnis wird zu einem Ereignis mit Schutz durch staatliche Kräfte, während im Netz bereits neue Songs entstehen, die ihn feiern. Der Mann ist tot, das System lebt weiter. Damit steht Mexiko vor einem Problem, das sich nicht militärisch lösen lässt. Solange Nachfrage nach Drogen besteht, solange Armut bleibt und Institutionen unter Druck stehen, wird dieser Krieg weitergehen. Nicht als Ausnahme, sondern als Dauerzustand.
 
Zurück
Oben