Selbstmord einer Partei
Babler sieht "einen geordneten Prozess" des Übergangs. In Wirklichkeit steckt die SPÖ in einer Phase der totalen Unsicherheit
Vizekanzler und SPÖ-Vorsitzender Andreas Babler dürfte in die österreichische Zeitgeschichte als der eigentliche Zerstörer seiner eigenen Partei eingehen. Aus einer Nebenrolle als einer der Intriganten gegen Pamela Rendi-Wagner, die als Parteichefin 30 Prozent Zustimmung in den Umfragen hatte, gelang es Babler mit seinen phrasenreichen und inhaltsarmen Auftritten, die SPÖ auf einen historischen Tiefpunkt von 15 Prozent zu senken. Eine beispiellose Leistung, die er mit seiner Bankrotterklärung am Sonntag gekrönt hat.
Was Babler als "einen geordneten Prozess" des Übergangs bezeichnet hat, ist in Wirklichkeit eine Phase der totalen Unsicherheit. Die Entscheidung über die Parteispitze wird im Frühjahr auf einem Parteitag fallen. Bis dahin werden Klubchef Philip Kucher und Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner Babler zur Seite gestellt. Das Amt als Vizekanzler soll Anfang nächsten Jahres Finanzminister Markus Marterbauer übernehmen.
Dynamik der Wachablöse
Dieser befindet sich bekanntlich wegen einer Krebserkrankung in Behandlung. Ein genauer Zeitpunkt, wann er die Vizekanzlerfunktion von Babler übernimmt, ist also völlig offen, ebenso wie der Ausgang des geplanten Parteitags.
www.derstandard.at
Babler sieht "einen geordneten Prozess" des Übergangs. In Wirklichkeit steckt die SPÖ in einer Phase der totalen Unsicherheit
Vizekanzler und SPÖ-Vorsitzender Andreas Babler dürfte in die österreichische Zeitgeschichte als der eigentliche Zerstörer seiner eigenen Partei eingehen. Aus einer Nebenrolle als einer der Intriganten gegen Pamela Rendi-Wagner, die als Parteichefin 30 Prozent Zustimmung in den Umfragen hatte, gelang es Babler mit seinen phrasenreichen und inhaltsarmen Auftritten, die SPÖ auf einen historischen Tiefpunkt von 15 Prozent zu senken. Eine beispiellose Leistung, die er mit seiner Bankrotterklärung am Sonntag gekrönt hat.
Was Babler als "einen geordneten Prozess" des Übergangs bezeichnet hat, ist in Wirklichkeit eine Phase der totalen Unsicherheit. Die Entscheidung über die Parteispitze wird im Frühjahr auf einem Parteitag fallen. Bis dahin werden Klubchef Philip Kucher und Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner Babler zur Seite gestellt. Das Amt als Vizekanzler soll Anfang nächsten Jahres Finanzminister Markus Marterbauer übernehmen.
Dynamik der Wachablöse
Dieser befindet sich bekanntlich wegen einer Krebserkrankung in Behandlung. Ein genauer Zeitpunkt, wann er die Vizekanzlerfunktion von Babler übernimmt, ist also völlig offen, ebenso wie der Ausgang des geplanten Parteitags.
Selbstmord einer Partei
Babler sieht "einen geordneten Prozess" des Übergangs. In Wirklichkeit steckt die SPÖ in einer Phase der totalen Unsicherheit