Marterbauer zeigt sich als souveräner, krisengestählter Mann der Zukunft
Die ersten Stellungnahmen des Finanzministers zur künftigen Führung der SPÖ und zur Sanierung des Landes machen optimistisch: Ein linker Pragmatiker hat viel vor
Markus Marterbauer nahm sich viel Zeit, um zu Veränderungen in der SPÖ erstmals persönlich Stellung zu beziehen. Zehn Tage sind vergangenen, seit die Spitzen der neun Länderorganisationen Parteichef Andreas Babler zum Rückzug gezwungen hatten: erst das Amt des Vizekanzlers an den Finanzminister abgeben, dann im Frühjahr als Parteichef gehen.
Zu Recht haben Kritiker angemahnt, das laufe viel zu kompliziert, sei wegen der Krebserkrankung Marterbauers unsicher. Dazu hat der Betroffene mit guter Heilungsprognose nun ausführlich gekontert, sehr offen und direkt, wie es seine Art ist. Er zeigt sich souverän aus drei Gründen.
Erstens: Marterbauer ist kein armes Opfer, wie er betont. Er weiß genau, was er tat und tut und was noch nicht. Er bleibt authentisch, wenn er nach wie vor sagt: erst Gesundheit, dann SPÖ-Führung.
Erinnerung an Lacina
Zweitens: Der studierte Ökonom bekennt sich als linker Pragmatiker, wie einst Ferdinand Lacina, der sein Land und die Partei mit wirtschaftlicher Vernunft aus einer tiefen Krise führte. Bonus: Marterbauer ist ein Minister, der innenpolitisches Handeln konsequent im europäischen Rahmen denkt und vorträgt. Unbelehrbare Marxisten sehen anders aus.
Was, drittens, den Umbau der SPÖ betrifft, lässt er sich personell und inhaltlich alles offen, auch Bablers Wunsch, Minister zu bleiben. Der Neue signalisiert: Ich denke an die Zukunft, nicht an gestern. Eine gute Nachricht auch für die schwarz-rot-pinke Regierung. (Thomas Mayer, 15.10.2026)
www.derstandard.at
Die ersten Stellungnahmen des Finanzministers zur künftigen Führung der SPÖ und zur Sanierung des Landes machen optimistisch: Ein linker Pragmatiker hat viel vor
Markus Marterbauer nahm sich viel Zeit, um zu Veränderungen in der SPÖ erstmals persönlich Stellung zu beziehen. Zehn Tage sind vergangenen, seit die Spitzen der neun Länderorganisationen Parteichef Andreas Babler zum Rückzug gezwungen hatten: erst das Amt des Vizekanzlers an den Finanzminister abgeben, dann im Frühjahr als Parteichef gehen.
Zu Recht haben Kritiker angemahnt, das laufe viel zu kompliziert, sei wegen der Krebserkrankung Marterbauers unsicher. Dazu hat der Betroffene mit guter Heilungsprognose nun ausführlich gekontert, sehr offen und direkt, wie es seine Art ist. Er zeigt sich souverän aus drei Gründen.
Erstens: Marterbauer ist kein armes Opfer, wie er betont. Er weiß genau, was er tat und tut und was noch nicht. Er bleibt authentisch, wenn er nach wie vor sagt: erst Gesundheit, dann SPÖ-Führung.
Erinnerung an Lacina
Zweitens: Der studierte Ökonom bekennt sich als linker Pragmatiker, wie einst Ferdinand Lacina, der sein Land und die Partei mit wirtschaftlicher Vernunft aus einer tiefen Krise führte. Bonus: Marterbauer ist ein Minister, der innenpolitisches Handeln konsequent im europäischen Rahmen denkt und vorträgt. Unbelehrbare Marxisten sehen anders aus.
Was, drittens, den Umbau der SPÖ betrifft, lässt er sich personell und inhaltlich alles offen, auch Bablers Wunsch, Minister zu bleiben. Der Neue signalisiert: Ich denke an die Zukunft, nicht an gestern. Eine gute Nachricht auch für die schwarz-rot-pinke Regierung. (Thomas Mayer, 15.10.2026)
Marterbauer zeigt sich als souveräner, krisengestählter Mann der Zukunft
Die ersten Stellungnahmen des Finanzministers zur künftigen Führung der SPÖ und zur Sanierung des Landes machen optimistisch: Ein linker Pragmatiker hat viel vor