„Müssen Probleme bei Integration ansprechen“: Wien präsentiert neuen Maßstab
Zentral sind Deutschkenntnisse sowie Bekenntnis zu Demokratie und Gleichberechtigung. Zuerst will man evaluieren, wo man steht, dann klare Ziele formulieren.
Es ist ein Thema, das polarisiert, das Wahlkämpfe dominiert und zu dem wohl jeder eine Meinung hat: die Integration. „Wir müssen in der Integrationspolitik nachbessern“, so Neos-Vizebürgermeisterin und Integrationsstadträtin Bettina Emmerling. Daher präsentierte die Stadt am Montag einen neuen Integrationsmaßstab für Wien – mit an Bord ist Migrationsexperte Kenan Güngör.
„Wer hier lebt, hat Rechte und Pflichten. Gibt es Probleme, müssen wir diese offen und sachlich ansprechen“, betonte Emmerling. „Zum Beispiel kann jedes zweite Kind in der Volksschule dem Unterricht nicht folgen, obwohl es hier geboren ist. Hier müssen wir die Eltern in die Pflicht nehmen, denn Sprachkenntnisse entscheiden über Chancen in der Zukunft.“ Ebenso problematisch seien politisch-religiöser Extremismus oder die Benachteiligung von Frauen. „Intoleranz tolerieren wir nicht“, so Emmerling.
Eine klare Strategie entwickeln
Der Soziologe Kenan Güngör ortet in der Debatte zwei Lager: „Die einen sprechen von Vielfalt und Dynamik. Die anderen sehen nur Probleme und sagen, die Integration sei gescheitert.“ Man müsse jedoch das Gesamtbild betrachten. Es gebe in der Stadt seit Jahrzehnten „professionelle Integrationsarbeit“. Insofern gehe es weniger darum, „unbedingt neue Maßnahmen zu entwickeln“, so der Soziologe. Stattdessen wolle man eine klarere Strategie entwickeln und kommunizieren.
kurier.at
Zentral sind Deutschkenntnisse sowie Bekenntnis zu Demokratie und Gleichberechtigung. Zuerst will man evaluieren, wo man steht, dann klare Ziele formulieren.
Es ist ein Thema, das polarisiert, das Wahlkämpfe dominiert und zu dem wohl jeder eine Meinung hat: die Integration. „Wir müssen in der Integrationspolitik nachbessern“, so Neos-Vizebürgermeisterin und Integrationsstadträtin Bettina Emmerling. Daher präsentierte die Stadt am Montag einen neuen Integrationsmaßstab für Wien – mit an Bord ist Migrationsexperte Kenan Güngör.
„Wer hier lebt, hat Rechte und Pflichten. Gibt es Probleme, müssen wir diese offen und sachlich ansprechen“, betonte Emmerling. „Zum Beispiel kann jedes zweite Kind in der Volksschule dem Unterricht nicht folgen, obwohl es hier geboren ist. Hier müssen wir die Eltern in die Pflicht nehmen, denn Sprachkenntnisse entscheiden über Chancen in der Zukunft.“ Ebenso problematisch seien politisch-religiöser Extremismus oder die Benachteiligung von Frauen. „Intoleranz tolerieren wir nicht“, so Emmerling.
Eine klare Strategie entwickeln
Der Soziologe Kenan Güngör ortet in der Debatte zwei Lager: „Die einen sprechen von Vielfalt und Dynamik. Die anderen sehen nur Probleme und sagen, die Integration sei gescheitert.“ Man müsse jedoch das Gesamtbild betrachten. Es gebe in der Stadt seit Jahrzehnten „professionelle Integrationsarbeit“. Insofern gehe es weniger darum, „unbedingt neue Maßnahmen zu entwickeln“, so der Soziologe. Stattdessen wolle man eine klarere Strategie entwickeln und kommunizieren.
„Müssen Probleme bei Integration ansprechen“: Wien präsentiert neuen Maßstab
Zentral sind Deutschkenntnisse sowie Bekenntnis zu Demokratie und Gleichberechtigung. Zuerst will man evaluieren, wo man steht, dann klare Ziele formulieren.