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Nachrichten aus Österreich

Eine ekelhafte Sauerei.
Zu Halloween gesammelt
Mehrere Funde von Metall in Süßigkeiten
Mittlerweile sind in mehreren österreichischen Bundesländern zu Halloween gesammelte Süßigkeiten aufgetaucht, die mit Metallgegenständen präpariert waren. Wie das Bundeskriminalamt (BK) der APA am Abend mitteilte, sind bisher die Bundesländer Oberösterreich, die Steiermark und Niederösterreich betroffen. Das BK warnte Eltern und andere Erziehungsberechtigte, die mit den Kindern gesammelten Naschsachen vor dem Verzehr zu kontrollieren.

Der bisher wohl gefährlichste bekanntgewordene Fall betrifft Linz: Dort haben Unbekannte Halloween-Süßigkeiten mit Nägeln präpariert. Ein 28-jähriger Vater hat in Schokoriegeln und Kaubonbons, die seine Kinder gesammelt hatten, Nägel gefunden, berichtete die Polizei am Montag. Die Exekutive warnte vorsorglich vor dem Verzehr von Halloween-Süßigkeiten, die im Stadtteil Linz-Oed gesammelt wurden.

Die Nägel in Linz hatten laut Polizei eine Länge von einem Zentimeter. Teils seien sie offenbar von außen hineingedrückt worden und gut sichtbar gewesen, teils seien sie in den Süßigkeiten versenkt und nicht zu erkennen gewesen, so eine Polizeisprecherin. Man geht davon aus, dass die Naschereien händisch präpariert wurden. Ermittelt wird derzeit wegen des Verdachts der absichtlich schweren Körperverletzung. Zu konkreten Ermittlungsschritten gab man sich bei der oberösterreichischen Exekutive eher bedeckt – mehr dazu in ooe.ORF.at.

 
Wien-Attentat
Gedenken an Terror vor sechs Jahren
Österreich hat am Montag der Opfer des Terroranschlags in der Wiener Innenstadt vor exakt sechs Jahren gedacht. Auf dem Desider-Friedmann-Platz fand eine feierliche Veranstaltung mit Kranzniederlegung statt, an der zahlreiche Politiker teilnahmen.

Dem Gedenken wohnten unter anderen Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ), Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) und Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) bei. Bei dem Terrorakt eines islamistischen Einzeltäters waren 2020 neben dem Mann vier Personen getötet worden.

Babler erklärte bei der Veranstaltung, dass aus dem Gedenken auch Verantwortung erwachse. Mit der Modernisierung des Verbrechensopfergesetzes setze die Regierung konkrete Verbesserungen von höheren Entschädigungsleistungen bis zu mehr Unterstützung bei psychischen Belastungen um. Niemand könne erlittenes Leid ungeschehen machen, aber man könne dafür sorgen, dass niemand mit den Folgen eines Verbrechens allein gelassen werde.

 
Privatschule in Wr. Neustadt sperrt zu
Die vivet-Privatschule in Wr. Neustadt hat überraschend das sofortige Aus der Einrichtung bekanntgegeben. Die Schließung trifft Eltern und Schüler unvorbereitet. Nach den Herbstferien endet der Unterricht abrupt – eine Herausforderung für betroffene Familien und die Stadtverwaltung.

Die Nachricht überraschte am Freitag viele Eltern und Kinder: Nur sechs Jahre nach ihrem Start muss die Privatschule schließen. Zum Schulstart nach den Herbstferien gibt es keinen Unterricht mehr.

Wie auch die „NÖN“ berichten, nannte Direktorin Claudia Adrigan-Lang gesundheitliche Gründe für den Schritt. Nach einem monatelangen Krankenstand sei es finanziell nicht mehr möglich gewesen, den Schulbetrieb aufrecht zu erhalten.

Alternative Schulplätze für 34 betroffene Kinder
Von der Schließung sind insgesamt 34 Kinder betroffen, darunter 19 aus Wiener Neustadt. Die Stadtverwaltung steht vor der Herausforderung, für diese Kinder neue Schulplätze zu finden. Stadtsprecher Thomas Ivanschitz erklärte gegenüber noe.ORF.at, dass die Stadt bemüht sei, die betroffenen Schüler an öffentlichen Schulen unterzubringen. Alternativ könnten sich Familien auch um Plätze an anderen Privatschulen bemühen. Es handelt sich um verschiedene Altersstufen von Volks- bis Mittelschule.

 
Gaspreis über 100 Euro: Die Krise ist zurück
Heizen mit Gas wird für Neukunden um bis zu 500 Euro teurer. Die Versorgung ist laut E-Control gesichert, eine Entspannung an den Märkten aber nicht in Sicht. Die Regierung will das Gasnetz verkleinern.
Der europäische Gaspreis hat sich seit Jahresbeginn mehr als verdreifacht. Vergangene Woche stieg der Referenzkontrakt TTF erstmals seit 2022 wieder über 100 Euro pro Megawattstunde (MWh).

Vor Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar waren es rund 32 Euro. Auch der anhaltend hohe Dieselpreis belastet die Haushalte schon länger. Europa und Österreich sind schon wieder mitten in einer Energiekrise. Und eine Entspannung ist nicht in Sicht.

Teuer für Neukunden: Bis zu 500 Euro mehr
Johannes Mayer, Leiter der Volkswirtschaftsabteilung der Regulierungsbehörde E-Control, rechnete Sonntagabend in der ZiB2 vor: Wer ein Haus mit Gas heizt und einen neuen Vertrag abschließen muss, zahlt 300 bis 500 Euro mehr im Jahr. Eine spürbare Entlastung erwartet er nicht vor dem ersten Quartal 2027 – also nach der Heizperiode.

 
Befreiungsschlag für Frauen? Regierung erhöht Druck auf Migrantinnen ohne Job
Flüchtlingsfamilien bekommen relativ viele Kinder – womit die Frauen über Jahre dem Arbeitsmarkt fernbleiben und schlecht Deutsch lernen. Nun wird die Pflicht zum Einstieg verschärft

Zuwanderer erhalten um fast ein Drittel weniger Geld, solange sie nicht Einsatz für Integration nachweisen können, speziell auf Wiener Familien kommen noch einmal extra Kürzungen zu: Die von der Regierung präsentierte Reform der Sozialhilfe birgt einiges, was aufgeregt hat. Statt der angepeilten Halbierung befürchten Hilfsorganisationen eine Verschärfung der Kinderarmut im Land.

Doch ein Aspekt des neuen Regelwerks blieb in der Debatte vergleichsweise unterbelichtet. In einem Paragrafen des Gesetzesentwurfs findet sich ein Passus, der prinzipiell für alle Bezieher der Sozialhilfe gilt, speziell aber auf weibliche Flüchtlinge zugeschnitten ist. Auf diese möchte die Koalition mehr Druck ausüben, ins Erwerbsleben einzusteigen – zu deren eigenem Wohl, wie Neos-Sozialsprecher Johannes Gasser argumentiert: "Das ist ein Befreiungsschlag für Frauen, die viele Jahre lang in Abhängigkeit von ihren Männern gefangen sind."

 
Die Demos und das "migrantische Milieu"
Ein Jugendphänomen, das auf eine praktische Behandlung wartet

In Österreich ist es trotz hoffnungsvoller Voraus-Angst der Krawallzeitungen und der Krawallpartei nicht zu der massenhaften und zerstörerischen Randale von Jugendlichen gekommen wie in Frankreich und Deutschland. Es gab über das Halloween-Wochenende ein paar Einsätze und ein paar Anhaltungen. Zu der „Generation Z regelt“-Demo kamen etwa 100 Leute.

Dennoch wäre es ein Fehler, die Stimmungslage unter jungen Leuten auch hierzulande zu unterschätzen. In Frankreich, Deutschland, Italien fanden Massendemos von jungen Leuten statt, die auf diese Weise ihre mangelnden Zukunftschancen einklagen wollten. Am 22. Oktober gab es auch in Österreich friedliche Demos von einigen zehntausend Studenten, die gegen die Kürzung der Hochschulbudgets demonstrierten.

Zerstörungen und Plünderungen
In Deutschland waren aber am vergangenen Wochenende 120.000 auf den Straßen, diese Proteste verliefen großteils friedlich. Aber es kam zu massiven Zerstörungen und Plünderungen durch bestimmte Gruppen. Und der deutsche Innenminister Alexander Dobrindt sprach etwas an, was bisher jeder mit Augen im Kopf erkennen musste, was es aber bisher nicht in die öffentliche Debatte geschafft hatte: Die Urheber seien "gewaltbereite linke Gruppen" – "und Chaoten aus dem migrantischen Milieu" gewesen.

 
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