240 Millionen Hilfspaket: Warum bei den Bauernhilfen weniger Gießkanne steckt als gedacht
Auch Landwirte, die jetzt hohe Schäden zu beklagen haben, könnten später in Form steigender Fleischpreise profitieren. Der Bund hilft dennoch allen – und holt sich dafür Geld zurück
Auf den ersten Blick scheint die Sache klar: Wegen der Dürre fordern die Landwirte Entschädigungen – wenige Wochen später einigt sich die Koalition auf ein Hilfspaket von 240 Millionen Euro. Die Maßnahmen sollen allen Betrieben zugutekommen, unabhängig davon, wie stark sie betroffen sind. Mehr Gießkanne geht nicht. Doch könnte die Sache komplexer sein?
Zwischen ÖVP und FPÖ ist ein Streit darüber entbrannt, wer die Hilfen bezahlt. Die ÖVP sagt, hier fließe Steuergeld zu den Landwirten, während die FPÖ behauptet, dass der Agrarsektor das Paket finanziert. Wer hat recht?
Die 240 Millionen Euro verteilen sich auf drei Maßnahmen. 140 Millionen Euro entfallen auf den Erlass der Krankenversicherungsbeiträge bei der SVS für zwei Monate. Weitere 50 Millionen Euro fließen als staatlicher Zuschuss in die Hagelversicherung, um die Prämien von Landwirten stärker zu fördern. 50 Millionen kommen über Zinsenzuschüsse zu Betriebsmittelkrediten und die Stundung von Agrarinvestitionskrediten zusammen. Letztere zwei Maßnahmen sollen über eine Umverteilung von Mitteln im Landwirtschaftsressort kommen.
So holt sich der Bund Geld zurück
Den kurzfristigen Entlastungen bei der Sozialversicherung steht eine langfristige Gegenfinanzierung gegenüber. Die Pensionsversicherung leistet Zuschüsse zur Krankenversicherung der Bauern: Zahlt ein pensionierter Landwirt einen Euro an Krankenversicherungsbeiträgen, legt die Pensionsversicherung noch 3,87 Euro drauf. Da die Pensionsversicherung ihre Kosten allein nicht decken kann, zahlt das der Bund. Diese Zuschüsse sollen nun als Teil der Gegenfinanzierung zwischen 2027 und 2031 jährlich um 50 Millionen Euro sinken.
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Auch Landwirte, die jetzt hohe Schäden zu beklagen haben, könnten später in Form steigender Fleischpreise profitieren. Der Bund hilft dennoch allen – und holt sich dafür Geld zurück
Auf den ersten Blick scheint die Sache klar: Wegen der Dürre fordern die Landwirte Entschädigungen – wenige Wochen später einigt sich die Koalition auf ein Hilfspaket von 240 Millionen Euro. Die Maßnahmen sollen allen Betrieben zugutekommen, unabhängig davon, wie stark sie betroffen sind. Mehr Gießkanne geht nicht. Doch könnte die Sache komplexer sein?
Zwischen ÖVP und FPÖ ist ein Streit darüber entbrannt, wer die Hilfen bezahlt. Die ÖVP sagt, hier fließe Steuergeld zu den Landwirten, während die FPÖ behauptet, dass der Agrarsektor das Paket finanziert. Wer hat recht?
Die 240 Millionen Euro verteilen sich auf drei Maßnahmen. 140 Millionen Euro entfallen auf den Erlass der Krankenversicherungsbeiträge bei der SVS für zwei Monate. Weitere 50 Millionen Euro fließen als staatlicher Zuschuss in die Hagelversicherung, um die Prämien von Landwirten stärker zu fördern. 50 Millionen kommen über Zinsenzuschüsse zu Betriebsmittelkrediten und die Stundung von Agrarinvestitionskrediten zusammen. Letztere zwei Maßnahmen sollen über eine Umverteilung von Mitteln im Landwirtschaftsressort kommen.
So holt sich der Bund Geld zurück
Den kurzfristigen Entlastungen bei der Sozialversicherung steht eine langfristige Gegenfinanzierung gegenüber. Die Pensionsversicherung leistet Zuschüsse zur Krankenversicherung der Bauern: Zahlt ein pensionierter Landwirt einen Euro an Krankenversicherungsbeiträgen, legt die Pensionsversicherung noch 3,87 Euro drauf. Da die Pensionsversicherung ihre Kosten allein nicht decken kann, zahlt das der Bund. Diese Zuschüsse sollen nun als Teil der Gegenfinanzierung zwischen 2027 und 2031 jährlich um 50 Millionen Euro sinken.
240 Millionen Hilfspaket: Warum bei den Bauernhilfen weniger Gießkanne steckt als gedacht
Auch Landwirte, die jetzt hohe Schäden zu beklagen haben, könnten später in Form steigender Fleischpreise profitieren. Der Bund hilft dennoch allen – und holt sich dafür Geld zurück