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Nachrichten aus der Republik Kosovo / Kosova

Jeder der einen serbischen oder anderweitigen Pass aber keinen kosovarischen hat, ist per Gesetz ein Ausländer. Mein Bruder hat die deutsche Staatsbürgerschaft aber keine kosovarische mehr, ihn würde das Gesetz genauso treffen wie einen Serben oder Amerikaner der im Kosovo leben will aber keinen Kosovo Pass hat. Und dazu ist mein Bruder im Kosovo geboren und aufgewachsen, hat dort Eigentum, usw. Spielt alles keine Rolle.

Ich weiß, für dich und Deggi schwer zu verstehen. Ist aber so. Aber zurück zum Thema: wie wird eine solche Situation in Serbien gehandhabt, wenn man einen ausländischen aber keinen serbischen Pass hat und länger als 3 Monate in Serbien bleiben will?

Dein Bruder kann doch ohne Probleme auch die Kosovarische bekommen. Also beide haben.
 
Jeder der einen serbischen oder anderweitigen Pass aber keinen kosovarischen hat, ist per Gesetz ein Ausländer. Mein Bruder hat die deutsche Staatsbürgerschaft aber keine kosovarische mehr, ihn würde das Gesetz genauso treffen wie einen Serben oder Amerikaner der im Kosovo leben will aber keinen Kosovo Pass hat. Und dazu ist mein Bruder im Kosovo geboren und aufgewachsen, hat dort Eigentum, usw. Spielt alles keine Rolle.

Ich weiß, für dich und Deggi schwer zu verstehen. Ist aber so. Aber zurück zum Thema: wie wird eine solche Situation in Serbien gehandhabt, wenn man einen ausländischen aber keinen serbischen Pass hat und länger als 3 Monate in Serbien bleiben will?
Wie schon gesagt, Äpfel und Birnen, das ist dir und das ist der VV sehr bewusst.
 
Wenn es den Serben in Kosovo nicht gefällt, können die nach Serbien gehen. Kosovo ist ein freies Land, ist keiner gezwungen dort zu leben.
Direkt mal den Fake auf Ignore packen.


Hier zum Gesetz, welches nicht spezifisch gegen Serben gerichtet ist 🤣
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Wir erinnern uns an den Tag, an dem die Welt lernte, dass bei geänderten Machtverhältnissen die Opfer schnell auch zu Tätern werden können.

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Ein Flug aus Riad und eine Lektion aus Pristina

Manchmal braucht es nur einen einzigen Flug, um eine große Wahrheit über Staaten, Politik und die Beziehungen zwischen Völkern offenzulegen.

Das Flugzeug, das kürzlich von Riad nach Pristina gestartet ist – mit vierzehn Staatsbürgern von Bosnien und Herzegowina an Bord – war nicht nur eine humanitäre Operation. Es war eine politische und moralische Lektion.

Denn die Rettung dieser Menschen wurde nicht von dem Staat organisiert, dessen Bürger sie sind. Organisiert wurde sie von der Republik Kosovo.

Diese Tatsache trägt eine Symbolik, die unmöglich zu ignorieren ist. Ein Staat, den Bosnien und Herzegowina aufgrund eigener interner Blockaden noch immer nicht formal anerkennt, zeigte das, was in internationalen Beziehungen am meisten geschätzt wird: die Fähigkeit, schnell, verantwortungsvoll und im Interesse der Menschen zu handeln.

Während die Institutionen von Bosnien und Herzegowina Anfragen stellten und auf Lösungen warteten, organisierte das Ministerium für auswärtige Angelegenheiten und Diaspora der Republik Kosovo die Rückholaktion. Das diplomatische Netzwerk Kosovos, einschließlich der Botschaft in Zagreb, koordinierte den Prozess und ermöglichte die Rückkehr unserer Bürger nach Hause.

In der Sprache der Bürokratie nennt man das Repatriierung.

In der Sprache der Politik nennt man das einen funktionierenden Staat.

Doch in der Sprache der Geschichte nennt man es etwas anderes: Solidarität.

Denn zwischen Bosniaken und Albanern besteht eine Verbindung, die älter ist als heutige politische Kalkulationen. Diese Verbindung entstand nicht in diplomatischen Büros, sondern in Jahrhunderten gemeinsamer Erfahrung.

Unsere Völker standen in der Geschichte oft auf derselben Seite – auf der Seite jener, die ihr Recht auf Identität, Würde und Freiheit verteidigen mussten. Von der Zeit des Osmanischen Reiches über die dramatischen Umbrüche des 20. Jahrhunderts bis hin zu den heutigen Kämpfen um politische und gesellschaftliche Stabilität teilten Bosniaken und Albaner mehr als nur Geografie: Sie teilten ein Schicksal.

Deshalb hat dieses Ereignis aus Pristina eine Bedeutung, die über die reine Rettungsaktion hinausgeht. Es erinnert daran, dass historische Verbindungen zwischen Völkern manchmal lauter sprechen als politische Erklärungen.

Gleichzeitig offenbart es eine unbequeme Wahrheit für Bosnien und Herzegowina.

Ein Staat, der nicht schnell reagieren kann, wenn seine Bürger in Not sind, steht vor ernsthaften Fragen hinsichtlich seiner eigenen Funktionsfähigkeit. Diplomatie ist keine Zeremonie; sie ist ein Instrument zum Schutz von Menschen. Wenn dieses Instrument nicht funktioniert, wird die Leere sichtbar.

In diesem Fall wurde diese Leere von Pristina gefüllt.

Kosovo hat gezeigt, was viele Länder der Region noch aufzubauen versuchen: funktionierende Institutionen und eine politische Kultur, die die Verantwortung des Staates gegenüber Menschen versteht – selbst wenn diese Menschen nicht seine eigenen Bürger sind.

Das ist der Unterschied zwischen Verwaltung und Staat.

Für Bosnien und Herzegowina sollte diese Episode kein Anlass zur Unbehaglichkeit sein, sondern zur ernsthaften Reflexion. Die Geschichte des Balkans lehrt uns, dass Völker durch gegenseitige Solidarität bestehen, Staaten jedoch durch funktionierende Institutionen.

Pristina hat Ersteres gezeigt. Sarajevo muss Letzteres aufbauen.

Doch über allen politischen Analysen bleibt eine einfache menschliche Tatsache: Vierzehn Familien in Bosnien und Herzegowina wissen heute, dass ihre Angehörigen nicht allein gelassen wurden.

In einer Welt, in der Grenzen oft härter sind als das Gewissen, hat ein Staat auf dem Balkan beschlossen, anders zu handeln.

Und deshalb wird der Flug von Riad nach Pristina nicht nur als diplomatische Operation in Erinnerung bleiben, sondern als Erinnerung an eine alte Wahrheit des Balkans:

Dass sich Völker am besten in den Momenten erkennen, in denen Hilfe am nötigsten ist.

Und in diesem Moment hat Kosovo gezeigt, dass ein Bruder den anderen erkennt.

 
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