Ach wie rührend, man feiert also mit Pathos, Hymnen und Weihrauch einen "Feiertag“, der vom Verfassungsgericht Bosnien und Herzegowinas für verfassungswidrig erklärt wurde und tut dabei überrascht, dass sich andere daran stören. Rechtsstaatlichkeit gilt offenbar nur dann, wenn sie ins eigene Narrativ passt. Und diese ganzen Lügen dazu, ekelhaft
Und dann diese nostalgische Erwähnung von Ratko Mladic, als handle es sich um einen missverstandenen Feldherrn und nicht um einen rechtskräftig verurteilten Kriegsverbrecher und Völkermörder. In anderen Ländern nennt man so etwas Aufarbeitung. Hier nennt man es feierliche Akademie. Und dann wundert sich die Hand Gottes, wenn mancher Historiker die RS als Genozidgebilde bezeichnet.
Wenn an diesem Tag Fahnen geschwenkt und Reden gehalten werden, feiern viele nicht Identität, sondern ganz offen die Ergebnisse von ethnischer Säuberung, Vertreibung und Genozid. Dass das als kulturelles oder religiöses Gedenken verkauft wird, macht es nicht harmloser – im Gegenteil. Es ist Geschichtsrevisionismus mit festlichem Rahmenprogramm.
Besonders zynisch wird es, wenn von Frieden gesprochen wird, während man einen Staatsteil glorifiziert, der ohne Massengräber, Lager und systematische Gewalt nie in dieser Form existiert hätte. Wenn das kein Genozid-Gedenken sein soll, dann zumindest ein Triumph über die Opfer.
Kurzer Rede ekelhafter Sinn: Wer einen verbotenen Feiertag begeht, einen verurteilten Kriegsverbrecher verklärt und das Ganze als harmlosen Patriotismus tarnt, sollte sich nicht wundern, wenn die Welt darin keinen Stolz sieht, sondern eine erschreckende Bereitschaft, Verbrechen nicht nur zu leugnen, sondern zu feiern und in Zukunft wider zu begehen
Und dann diese nostalgische Erwähnung von Ratko Mladic, als handle es sich um einen missverstandenen Feldherrn und nicht um einen rechtskräftig verurteilten Kriegsverbrecher und Völkermörder. In anderen Ländern nennt man so etwas Aufarbeitung. Hier nennt man es feierliche Akademie. Und dann wundert sich die Hand Gottes, wenn mancher Historiker die RS als Genozidgebilde bezeichnet.
Wenn an diesem Tag Fahnen geschwenkt und Reden gehalten werden, feiern viele nicht Identität, sondern ganz offen die Ergebnisse von ethnischer Säuberung, Vertreibung und Genozid. Dass das als kulturelles oder religiöses Gedenken verkauft wird, macht es nicht harmloser – im Gegenteil. Es ist Geschichtsrevisionismus mit festlichem Rahmenprogramm.
Besonders zynisch wird es, wenn von Frieden gesprochen wird, während man einen Staatsteil glorifiziert, der ohne Massengräber, Lager und systematische Gewalt nie in dieser Form existiert hätte. Wenn das kein Genozid-Gedenken sein soll, dann zumindest ein Triumph über die Opfer.
Kurzer Rede ekelhafter Sinn: Wer einen verbotenen Feiertag begeht, einen verurteilten Kriegsverbrecher verklärt und das Ganze als harmlosen Patriotismus tarnt, sollte sich nicht wundern, wenn die Welt darin keinen Stolz sieht, sondern eine erschreckende Bereitschaft, Verbrechen nicht nur zu leugnen, sondern zu feiern und in Zukunft wider zu begehen