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Nachrichten aus der Republika Srpska [Sammelthread]

  • Ersteller Ersteller jugo-jebe-dugo
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Der Bürgermeister von Banja Luka wird an Mladićs Beerdigung teilnehmen. „Die ganze Welt ist gegen uns.“
Der Bürgermeister von Banja Luka, Draško Stanivuković, gab bekannt, dass er an der Beerdigung von Ratko Mladić teilnehmen werde und rief einen Trauertag aus. Er erklärte, er werde seine Ansichten nicht aufgeben und sehe es nicht als Verherrlichung von Verbrechen an, Soldaten und Generälen Beileid und Respekt auszudrücken, berichtet Tanjug.

Tausende Menschen im Zentrum von Banja Luka zu Ehren von Mladić. „General, danke deiner Mutter!“

Stanivuković wies die Vorwürfe der Verherrlichung von Kriegsverbrechern zurück. „Was ist das für ein unverschämter Ausdruck, was für eine Verherrlichung? Was bedeutet das für sie? Wir haben nur die Wahrheit gesagt. Ratko Mladić war ein General, der sich seinen Beruf nicht ausgesucht hatte, aber in den schlimmsten Zeiten wählte ihn der Beruf, unser Vaterland und unser Land zu verteidigen“, sagte Stanivuković.

Er bestätigte seine Teilnahme an der Beerdigung, da er es für selbstverständlich halte, den Opfern der Armee der Republika Srpska Respekt zu erweisen. Er äußerte zudem die Erwartung, dass der Tag von Mladićs Beisetzung in allen serbischen Ländern zum Trauertag erklärt werde.

„Die ganze Welt hat sich gegen uns verschworen.“
Stanivuković äußerte sich auch zu den möglichen rechtlichen Konsequenzen seiner Aussagen. „Weil wir unser Beileid ausgesprochen und unsere Teilnahme an der Beerdigung zugesagt haben, was ja logisch ist, werden wir nun strafrechtlich verfolgt. Das ist mir völlig egal. Was ich für wahr halte, bleibt wahr“, sagte er.

 
Dass Stanivukovic rechtliche Konsequenzen "völlig egal“ sind, zeigt das eigentliche Dilemma. Solange Nationalisten mit der Verherrlichung von Kriegsverbrechern billige politische Punkte sammeln können, bleibt die Region in einer toxischen Zeitschleife stecken. Wer die eigene Identität nur über die Glorifizierung von Massenmördern definieren kann, hat die Zukunft seines Landes bereits verspielt.
 
Republika Srpska baut internationale Präsenz aus: „Wir wollen mit eigener Stimme sprechen“
Mehr politische Kontakte, Investitionen und eine stärkere Einbindung der Diaspora: Eine neue Stelle in Banja Luka soll die Interessen der Republika Srpska im Ausland gezielter vertreten.

Die Republika Srpska will ihre internationale Präsenz deutlich ausbauen. Dafür wurde im Frühjahr 2026 die Kanzlei für internationale Zusammenarbeit der Republika Srpska eingerichtet. An ihrer Spitze steht Ana Trišić Babić, die Ende März zur geschäftsführenden Direktorin ernannt wurde. Die Institution soll internationale Aktivitäten koordinieren und Strategien für politische, wirtschaftliche und kulturelle Interessen entwickeln.

In einem aktuellen Beitrag mit dem Titel „Das Recht der Republika Srpska, mit eigener Stimme zu sprechen“ erklärt Trišić Babić, weshalb die neue Institution aus ihrer Sicht notwendig sei. Die Interessen der Republika Srpska seien international bislang zu häufig von anderen interpretiert und dargestellt worden. Künftig wolle man stärker selbst erklären, welche politischen und wirtschaftlichen Positionen Banja Luka vertrete.

Trišić Babić kritisiert dabei insbesondere die Art und Weise, wie die Republika Srpska international wahrgenommen werde. Ihrer Ansicht nach sei die Entität über Jahre vorwiegend als politisches Problem oder Hindernis dargestellt worden, während ihre eigenen Argumente und Interessen zu wenig Raum bekommen hätten. Mit der neuen Kanzlei soll deshalb gezielt eine eigene internationale Kommunikationsstruktur aufgebaut werden.

 
Republika Srpska zahlt: 147.000 Schüler bekommen Geld zum Schulstart
Schulstart kostet – die Republika Srpska greift deshalb tausenden Familien gezielt unter die Arme.

Die Regierung der Republika Srpska (eine der beiden Entitäten von Bosnien und Herzegowina) hat beschlossen, Schülern und Studenten eine einmalige finanzielle Unterstützung zu gewähren. Von der Maßnahme sollen insgesamt rund 82.000 Grundschüler, 35.000 Mittelschüler sowie etwa 30.000 Studierende profitieren.

Einmalzahlungen für Familien
Grundschüler erhalten eine Einmalzahlung von 100 Konvertible Mark (bosnische Währung), Mittelschüler und Studenten jeweils 150 Konvertible Mark. Die Währung ist seit Jahren fest an den Euro gebunden: 1 Euro entspricht offiziell 1,95583 Konvertible Mark. Umgerechnet bedeutet das für Grundschüler rund 51 Euro, für Mittelschüler und Studierende etwa 77 Euro.

Die Regierung begründet den Schritt mit der wirtschaftlichen Belastung vieler Familien, insbesondere jener mit mehreren Kindern. Wie es in der offiziellen Begründung heißt, stelle der Schulbeginn „für jede Familie einen wichtigen Lebensmoment dar – besonders für Familien mit mehreren Kindern und jene, die größeren materiellen Herausforderungen ausgesetzt sind.“

 
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