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Nachrichten aus der Republika Srpska [Sammelthread]

Während Trump um den Kongress kämpft, verdienen seine Berater Hunderttausende bei Putins Freunden auf dem Balkan

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Der frühere Präsident der Republika Srpska Milorad Dodik, Chef der SNSD und weiterhin mächtigster Politiker der Republika Srpska, mit einer Trump-MAGA-Kappe in Banja Luka

Donald Trump reist durch die USA und versucht, den Republikanern bei den Zwischenwahlen den Kongress zu retten. Zwei Männer aus seiner engsten politischen Mannschaft waren währenddessen auf dem Balkan. James Blair und Chris LaCivita, die für Trumps politische Organisation eine millionenschwere Werbekampagne für die Kongresswahlen führen, berieten vor der Wahl am Sonntag die Regierung der Republika Srpska in Bosnien und Herzegowina. Beide sollen dafür jeweils Hunderttausende Dollar erhalten haben, bezahlt über eine Kanzlei in Washington. Offiziell arbeiteten sie für die Regierung, nicht für die nationalistische Partei von Milorad Dodik. Praktisch lässt sich diese Trennung dort nur schwer ziehen: Dodiks Partei kontrolliert die Regierung seit Jahren und hat die Republika Srpska eng an Moskau herangeführt.

Dodik dankte nach dem deutlichen Wahlsieg am Sonntag Wladimir Putin für dessen Unterstützung und erklärte zugleich, Trumps Sieg 2024 habe ihm ein günstigeres politisches Umfeld geschaffen. Seine Leute werben seit Langem mit christlich-konservativer Politik, stellen sich gegen einen Beitritt zur Europäischen Union und pflegen Kontakte in Trumps Umfeld. Vor der Wahl hatten sie außerdem vor neuen Wahlmaschinen gewarnt, ähnlich jenen Geräten, denen Trump und seine Verbündeten bis heute fälschlich eine Rolle bei seiner Niederlage 2020 zuschreiben. Es gab am Sonntag Verzögerungen und technische Probleme, Dodiks Partei gewann trotzdem klar. Blair und LaCivita kehrten am Montag in die USA zurück. Während ihrer Reise hätten sie weiter an Trumps Zwischenwahlkampf gearbeitet, teilte MAGA Inc. mit. Blair führt das politische Aktionskomitee, das Ende August über 415 Millionen Dollar verfügte, LaCivita ist dort leitender Berater.

Die beiden sind Teil eines weit größeren Geschäfts. Seit Anfang 2025 zahlte die Regierung der Republika Srpska mehr als 4 Millionen Dollar an Lobbyisten und politische Berater mit Verbindungen zu Trump und den Republikanern. Ende vergangenen Jahres hob die Trump-Regierung die Sanktionen gegen Dodik, seine Familie und Mitarbeiter auf. Diese Sanktionen waren einst verhängt worden, weil Dodik das Friedensabkommen von Dayton untergraben hatte, das 1995 den Krieg in Bosnien beendete. Ein bosnisches Gericht verurteilte ihn später wegen Missachtung der internationalen Aufsicht über dieses Abkommen, er verlor das Präsidentenamt und darf kein öffentliches Amt mehr übernehmen. Politisch blieb er dennoch der bestimmende Mann seiner Partei.

Auch Trumps Familie und weitere Leute aus seinem Umfeld waren längst vor Ort. Donald Trump Jr. besuchte die Republika Srpska im April als Gast von Dodiks Sohn. Željka Cvijanović aus Dodiks Partei traf im September im Weißen Haus Trumps Stabschefin Susie Wiles. Der Lobbyist Alex Garcia, einst Teil von Trumps Wahlkampfteam, erhält für die Vertretung der Republika Srpska 35.000 Dollar im Monat. Der frühere Gouverneur von Illinois, Rod Blagojevich, dessen Firma seit März 1,325 Millionen Dollar aus Banja Luka bekam, beschreibt den politischen Wert dieser Nähe ziemlich offen: In Serbien und der Republika Srpska liebe man Trump. Wer dort als Trump-Freund auftrete, habe einen gewaltigen Vorteil. Und Trumps Leute haben längst verstanden, dass sich damit auch gutes Geld verdienen lässt.
 

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