Erdoğan öffnet für Trump seinen weißen Prunkpalast in Ankara
Israel befürchtet, dass der US-Präsident seinem türkischen Bruder im Geiste F-35-Kampfjets zusagen könnte. Der strategische Wert der Türkei steigt
Die beiden haben unter anderem den Hang zu protzigen Bauwerken gemeinsam: Der "Weiße Palast" in Ankara, den Recep Tayyip Erdoğan vor gut einem Jahrzehnt als Präsidentensitz in neoosmanischem oder auch pseudoseldschukischem Stil errichten ließ, wird Donald Trump bestimmt gefallen. Mit dem dort residierenden Autokraten kann er gut. Bei seiner Zusage, in die Türkei zum Nato-Gipfel zu kommen, betonte der US-Präsident, er tue dies aus "Respekt für Erdoğan".
Der türkische Präsident, der mit der Opposition in seinem Land so umgeht, wie Trump es auch gerne tun würde, ist gerade ein besonders stolzer Hausherr. Er ist der unerwartete Gewinner vieler nahöstlicher Entwicklungen in den vergangenen Jahren. Er redet überall stark mit: bei der Zukunft Gazas, bei den Iran-Verhandlungen gemeinsam mit Pakistan, Katar und Saudi-Arabien oder bei den derzeit laufenden Versuchen, den Konflikt in Libyen beizulegen.
Besonders groß ist sein Einfluss in Syrien: Sein früherer Schützling, Syriens Interimspräsident Ahmed Sharaa – den Erdoğan protegierte, als er noch unter dem "Nom de guerre" Abu Mohammed Al-Jolani Warlord in Idlib war – schaut in Ankara am Rande des Nato-Gipfels vorbei. Erdoğan hat ein Treffen mit Trump für ihn arrangiert.
www.derstandard.at
Israel befürchtet, dass der US-Präsident seinem türkischen Bruder im Geiste F-35-Kampfjets zusagen könnte. Der strategische Wert der Türkei steigt
Die beiden haben unter anderem den Hang zu protzigen Bauwerken gemeinsam: Der "Weiße Palast" in Ankara, den Recep Tayyip Erdoğan vor gut einem Jahrzehnt als Präsidentensitz in neoosmanischem oder auch pseudoseldschukischem Stil errichten ließ, wird Donald Trump bestimmt gefallen. Mit dem dort residierenden Autokraten kann er gut. Bei seiner Zusage, in die Türkei zum Nato-Gipfel zu kommen, betonte der US-Präsident, er tue dies aus "Respekt für Erdoğan".
Der türkische Präsident, der mit der Opposition in seinem Land so umgeht, wie Trump es auch gerne tun würde, ist gerade ein besonders stolzer Hausherr. Er ist der unerwartete Gewinner vieler nahöstlicher Entwicklungen in den vergangenen Jahren. Er redet überall stark mit: bei der Zukunft Gazas, bei den Iran-Verhandlungen gemeinsam mit Pakistan, Katar und Saudi-Arabien oder bei den derzeit laufenden Versuchen, den Konflikt in Libyen beizulegen.
Besonders groß ist sein Einfluss in Syrien: Sein früherer Schützling, Syriens Interimspräsident Ahmed Sharaa – den Erdoğan protegierte, als er noch unter dem "Nom de guerre" Abu Mohammed Al-Jolani Warlord in Idlib war – schaut in Ankara am Rande des Nato-Gipfels vorbei. Erdoğan hat ein Treffen mit Trump für ihn arrangiert.
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