Deutschland verliert das Spiel, das es selbst einmal erfunden hat
Fast zwanzig Jahre galt Deutschland als einer der größten Gewinner der Globalisierung. Autos, Maschinen, Chemieprodukte und Medizintechnik gingen in alle Welt. Vor allem China kaufte in riesigen Mengen ein. Doch genau dieses Erfolgsmodell zerfällt jetzt Stück für Stück. China ist längst nicht mehr nur Kunde. Das Land baut heute viele der gleichen Produkte selbst, oft deutlich günstiger und in vielen Bereichen auf demselben oder sogar höheren technischen Niveau. Gleichzeitig überschwemmen chinesische Waren den europäischen Markt und verdrängen deutsche Unternehmen auch in Drittländern. Dazu kommen immer neue Schläge von außen. Die Strafzölle von Donald Trump belasten den Export, der Krieg gegen den Iran hat die Energiepreise erneut steigen lassen und Chinas Ausfuhrbeschränkungen für seltene Erden treffen deutsche Hersteller von Autos, Windkraftanlagen und Rüstungsgütern mitten in der Produktion. Selbst bei der Künstlichen Intelligenz zeigt sich die neue Abhängigkeit.
Als die Vereinigten Staaten den Export der neuesten Sprachmodelle des Unternehmens Anthropic nach Europa stoppten, verloren viele Firmen plötzlich den Zugang zu einer Technologie, die künftig fast alle Wirtschaftsbereiche verändern wird. Die Regierung von Friedrich Merz versucht gegenzusteuern. Steuererleichterungen, günstigere Energiepreise sowie Milliarden für Infrastruktur und Verteidigung sollen neues Wachstum bringen. Gleichzeitig steht sogar eine schrittweise Anhebung des Rentenalters von siebenundsechzig auf siebzig Jahre im Raum. Doch die Zahlen bleiben ernüchternd. Die Wirtschaft dürfte in diesem Jahr kaum mehr als ein Prozent wachsen. Die Investitionen liegen seit Jahren unter dem Niveau vieler europäischer Nachbarn, und die Zahl der Industriearbeitsplätze ist auf den niedrigsten Stand seit zehn Jahren gefallen. Wirtschaftsexperten warnen deshalb, dass Deutschland nicht nur Bürokratie abbauen muss. Das Land braucht neue Rohstoffquellen, mehr Geld für wachsende Technologieunternehmen und einen besseren Schutz vor staatlich subventionierten Billigimporten aus China. Denn wenn Fabriken schließen, Fachwissen verschwindet und Lieferketten zerbrechen, reicht es später nicht mehr, einfach wieder wettbewerbsfähig werden zu wollen.
Fast zwanzig Jahre galt Deutschland als einer der größten Gewinner der Globalisierung. Autos, Maschinen, Chemieprodukte und Medizintechnik gingen in alle Welt. Vor allem China kaufte in riesigen Mengen ein. Doch genau dieses Erfolgsmodell zerfällt jetzt Stück für Stück. China ist längst nicht mehr nur Kunde. Das Land baut heute viele der gleichen Produkte selbst, oft deutlich günstiger und in vielen Bereichen auf demselben oder sogar höheren technischen Niveau. Gleichzeitig überschwemmen chinesische Waren den europäischen Markt und verdrängen deutsche Unternehmen auch in Drittländern. Dazu kommen immer neue Schläge von außen. Die Strafzölle von Donald Trump belasten den Export, der Krieg gegen den Iran hat die Energiepreise erneut steigen lassen und Chinas Ausfuhrbeschränkungen für seltene Erden treffen deutsche Hersteller von Autos, Windkraftanlagen und Rüstungsgütern mitten in der Produktion. Selbst bei der Künstlichen Intelligenz zeigt sich die neue Abhängigkeit.
Als die Vereinigten Staaten den Export der neuesten Sprachmodelle des Unternehmens Anthropic nach Europa stoppten, verloren viele Firmen plötzlich den Zugang zu einer Technologie, die künftig fast alle Wirtschaftsbereiche verändern wird. Die Regierung von Friedrich Merz versucht gegenzusteuern. Steuererleichterungen, günstigere Energiepreise sowie Milliarden für Infrastruktur und Verteidigung sollen neues Wachstum bringen. Gleichzeitig steht sogar eine schrittweise Anhebung des Rentenalters von siebenundsechzig auf siebzig Jahre im Raum. Doch die Zahlen bleiben ernüchternd. Die Wirtschaft dürfte in diesem Jahr kaum mehr als ein Prozent wachsen. Die Investitionen liegen seit Jahren unter dem Niveau vieler europäischer Nachbarn, und die Zahl der Industriearbeitsplätze ist auf den niedrigsten Stand seit zehn Jahren gefallen. Wirtschaftsexperten warnen deshalb, dass Deutschland nicht nur Bürokratie abbauen muss. Das Land braucht neue Rohstoffquellen, mehr Geld für wachsende Technologieunternehmen und einen besseren Schutz vor staatlich subventionierten Billigimporten aus China. Denn wenn Fabriken schließen, Fachwissen verschwindet und Lieferketten zerbrechen, reicht es später nicht mehr, einfach wieder wettbewerbsfähig werden zu wollen.
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