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Nachrichten aus Europa

Unsere Recherche und geheime Dokumente belegen: Wie Unterstaatssekretärin Rogers erst Deutschland, dann halb Europa zum Feind erklärt
Es gibt einen Widerspruch, der das ganze Vorhaben erklärt, und man findet ihn im Kommentarbereich eines einzigen Kontos. Unter den Beiträgen einer amerikanischen Unterstaatssekretärin sammelt sich seit Monaten die Zustimmung offen neonazistischer Kreise, und niemand löscht sie, niemand ordnet sie ein, niemand weist sie zurück. Dieselbe Regierung, deren Stimme hier spricht, hat unterdessen eine lose Bewegung namens Antifa zur Terrororganisation erklärt. Der eine Rand darf jubeln, der andere gilt als Feind des Staates. Wer diesen Unterschied begriffen hat, versteht, was Washington den Regierungen Europas in dieser Woche als gemeinsame Sache angeboten hat.

Die Frau, um die es geht, heißt Sarah B. Rogers und bekleidet das Amt der Unterstaatssekretärin für öffentliche Diplomatie im amerikanischen Außenministerium. Sie verantwortet die internationale Kommunikation der Regierung, die strategische Auslandsansprache, die Vermittlung amerikanischer Positionen gegenüber fremden Gesellschaften. Was über ihre Kanäle in die Welt tritt, ist nicht private Meinung, sondern staatliche Rede. Es ist, in aller vermeintlichen Autorität, die Stimme des Staates selbst.

 
Die zehn schönsten Städte mit Strand in Europa
Urbanes Feeling und Strandleben: Diese europäischen Destinationen verbinden beides

Die perfekte Kombination aus Citytrip und Badeurlaub? Diese zehn europäischen Städte bieten Kultur, Kulinarik und traumhafte Strände. Das Beste: Einige davon sind auch mit dem Zug ab Wien gut zu erreichen.

1. San Sebastián, Spanien
2. Chania, Griechenland
3. Palermo, Italien
4. Split, Kroatien
5. Barcelona, Spanien
6. Den Haag, Niederlande
7. Nizza, Frankreich
8. Valencia, Spanien
9. Dubrovnik, Kroatien
10. Lissabon, Portugal

Besonders interessant für Bahnreisende aus Wien: Wer möglichst entspannt und nachhaltig ans Meer reisen möchte, sollte vor allem Split, Den Haag, Nizza, Barcelona und Valencia in Betracht ziehen. Split punktet dabei mit der bequemsten Direktverbindung im Nachtzug, während Nizza und Den Haag auch für verlängerte Wochenenden gut erreichbar sind. (Markus Böhm, 20.7.2026)


 
Deutschland, Frankreich und 4 weitere EU-Staaten opfern die Russland-Sanktionen für ihre Konzerne
Es gibt einen Satz, den in Brüssel dieser Tage niemand laut ausspricht, und der doch über den Verhandlungstischen hängt wie ein schlechter Geruch. Die Sanktionen gegen Russland sind so lange heilig, wie sie einen anderen treffen. Sobald sie die eigenen Konzerne berühren, ist Ethik plötzlich verhandelbar. Das 21. Sanktionspaket der Europäischen Union, gedacht als Fortsetzung einer vierjährigen Strategie zur Unterstützung der Ukraine, steckt seit dem vierten Tag ohne Einigung fest, und der Grund dafür trägt nicht den Namen Moskau, sondern die Namen von 6 europäischen Regierungen.

Griechenland, Frankreich, Italien, Deutschland, Österreich und Portugal, so berichten 5 an den Verhandlungen beteiligte Diplomaten, verlangen Ausnahmen, verwässern einzelne Bestimmungen oder blockieren ganze Maßnahmen. Da Sanktionen der Union die Einstimmigkeit aller Mitglieder erfordern, genügt ein einziger Widerspruch, um das Ganze aufzuhalten. Und die Zahl der Widersprüche hat, wie ein Beamter einräumt, ein nie gekanntes Ausmaß erreicht. Es ist der Moment, in dem eine Gemeinschaft, die vier Jahre lang von ihrer Geschlossenheit sprach, ihre eigene Rechnung präsentiert bekommt. Und es ist ein Konflikt von ungewohnter Offenheit. Jahrelang standen Ungarn oder die Slowakei am Pranger, wenn eine Sanktion ins Stocken geriet, die kleinen Störenfriede, auf die man bequem zeigen konnte. Diesmal sind es die Großen selbst, die Gründungsnationen und Zahlmeister der Union, die den Fuß auf die Bremse stellen. Der Widerstand ist damit von der Peripherie ins Zentrum gewandert.

Am hartnäckigsten stemmt sich Athen gegen das Paket, und der Grund dafür lässt sich auf Heller und Pfennig beziffern. Griechenland verweigert seine Zustimmung, solange es keine Ausnahme erhält, die es seinen Reedereien erlaubt, weiter russisches Flüssigerdgas in Drittländer zu befördern. Hinter dieser Forderung steht ein Name, die Reederei Dynagas des Milliardärs George Prokopiou. Seit dem Beginn der russischen Vollinvasion hat Dynagas mehr als 30 Millionen Tonnen Flüssigerdgas aus dem arktischen Jamal-Projekt Russlands transportiert, eine Fracht im geschätzten Wert von über 24 Milliarden Dollar. Ein einziger Tanker, die Fjodor Litke, trug dabei Ladungen im Wert von mehr als 4 Milliarden Dollar. Athen also, das im Namen der europäischen Einheit auftritt, verhandelt in Wahrheit für die Gewinnmarge eines einzigen Reeders.

 
15. Jahrestag
Anschlag in Oslo 2011: Wie zwei Minuten wahrscheinlich das Leben einer Frau retteten
Ok Kyong Park-Bhasin arbeitete in ihrem Büro eines Ministeriums, als die Bombe im Regierungsviertel hochging. Noch heute leidet sie unter den Folgen des Attentats eines Rechtsextremen

Ok Kyong Park-Bhasin wusste sofort, dass eine Bombe explodiert war. "Ich weiß nicht warum, aber mein erster Gedanke war, dass nun Krieg ist", erzählt die mittlerweile 58-Jährige über jenen Tag, der ihr Leben in ein Davor und ein Danach teilte – und das einer gesamten Nation. Es war der 22. Juli 2011, als ein Rechtsextremist mit Anschlägen auf das Regierungsviertel in Oslo und die Ferieninsel Utøya 77 Menschen tötete.

Park-Bhasin war damals 43 Jahre alt und arbeitete bei der norwegischen Regierung. Mit dem Knall um kurz vor 15.30 Uhr ging sie instinktiv zu Boden und faltete ihre Hände über den Kopf. So wie man das auf jedem Flug im Fall von Turbulenzen machen soll, erzählt sie dem STANDARD. "Als ich aufgestand, war es vollkommen schwarz. Die Luft war dunkel und der Boden war mit Schutt bedeckt", erinnert sie sich. Gemeinsam mit weiteren Kollegen half sie noch einer Person aus einem Büro und suchte nach einem Ausgang. Die Haupttreppe war verschüttet, doch ein Stiegenhaus hinter einem Notausgang war noch benutzbar. Von den Menschen, die vor ihnen geflüchtet waren, waren Blutspuren am Boden zu sehen.

 
Kommission lehnt „Save Europe Act“-Initiative ab
Die EU-Kommission hat heute in Brüssel erklärt, die Initiative „Save Europe Act“ wegen Verstoßes gegen EU-Grundwerte nicht zuzulassen.

Die vom ehemaligen Sprecher der rechtsextremen Identitären in Österreich, Martin Sellner, und der niederländischen rechten Aktivistin Eva Vlaardingerbroek gestartete Initiative fordert, dass „die politische Elite die Ersetzungsmigration stoppt, unsere Grenzen sichert und die ethno-kulturelle Kontinuität der europäischen Nationen schützt“.

Der ehemalige ungarische Premier Viktor Orban, AfD-Politiker Björn Höcke, die FPÖ-Nationalratsabgeordnete Susanne Fürst und die FPÖ-EU-Abgeordnete Petra Steger zählen laut Website zu den prominenten Unterstützern der Initiative.

Bisher hätten fast 600.000 Menschen europaweit für den „Save Europe Act“ unterschrieben. Wird eine Europäische Bürgerinitiative von der EU-Kommission zugelassen, muss sie mindestens eine Million Unterschriften aus mindestens sieben EU-Ländern schaffen, um weiter behandelt zu werden.

 
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