Aktuelles

Nachrichten aus Europa

Konfrontation mit EU
Norwegen will Öl und Gas in Arktis fördern
Norwegen will an seinen Plänen zur Öl- und Gasförderung in der arktischen Barentssee festhalten. Angesichts der geopolitischen Sicherheitslage und der Ressourcenknappheit diene eine fortgesetzte Aktivität in der Barentssee sowohl norwegischen als auch europäischen Interessen, hieß es am Montag aus Oslo. Die EU befürwortet jedoch aus Umweltschutzgründen ein Verbot neuer Bohrungen in der Arktis.

„Wir werden diese Gebiete erschließen, und dann wird es an der EU liegen, ob sie ein Moratorium für den Kauf dieses Gases oder Öls verhängen will“, sagte Norwegens Energieminister Terje Aasland am Montag der Nachrichtenagentur Reuters.

Die EU hatte sich ursprünglich für eine ablehnende Haltung dazu entschieden. Doch angesichts der Sorgen um die Energiesicherheit erwägt Brüssel eine Neubewertung. Zu der norwegischen Ankündigung gab es vorerst aus Brüssel keine Reaktion.

Der Chef des norwegischen Ölkonzerns Equinor, Anders Opedal, sagte, Öl und Flüssigerdgas (LNG) aus der Barentssee könnten in die ganze Welt geliefert werden, sollte die EU sie ablehnen. „Das Einzige, was darunter leiden wird, ist tatsächlich die europäische Sicherheit“, sagte Opedal. Equinor, das zu 67 Prozent dem norwegischen Staat gehört, schloss erst am Montag einen neuen langfristigen Gasliefervertrag mit dem deutschen Energiekonzern Uniper, einem der größten Gasgroßhändler Europas.

 
Wer will noch, wer hat noch nicht? Armenien hat heute einen Antrag auf EU-Beitritt gestellt

Die Ukraine hat Armenien ihre Erfahrungen bei der europäischen Integration angeboten
Wie das ukrainische Außenministerium mitteilte, traf sich der ukrainische Vizeaußenminister Oleksandr Mischtschenko am 14. August mit einer armenischen Delegation unter der Leitung des stellvertretenden Außenministers Wahan Kostanjan, die in der Ukraine eingetroffen war.

Mischtschenko informierte die armenische Delegation über den aktuellen Stand und die Perspektiven der europäischen Integration der Ukraine und betonte die Bereitschaft Kiews, seine Erfahrungen in diesem Bereich mit Armenien zu teilen.
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Wer in der EU noch fehlt sind Georgien und Aserbaidschan; in Zukunft kann man auch Iran, der an Armenien und an Aserbaidschan grenzt, aufnehmen
 
Steuert Europa auf Gas-Engpässe zu?
Die EU-Gasspeicher sind so schlecht gefüllt wie seit Jahren nicht. Hält die Hormus-Sperre weiter an, könnte dieser Winter teuer werden.
Eine Weisheit ist unumstößlich: Am Ende ist alles immer eine Frage des Preises.

Diesen Frühling, nach dem Ende der Heizperiode, waren Europas Gasspeicher wie immer leer – der Winter war kalt, der Verbrauch hoch, und wäre es ein normales Jahr gewesen, hätten die Gasfirmen überall mit dem Einspeichern begonnen.

Dank Donald Trump war 2026 aber kein Jahr wie jedes andere. Weil er den Iran bombardieren ließ, die Mullahs die Straße von Hormus sperrten, fehlte essenzielles Flüssiggas aus Katar am Markt – und das ließ die Gaspreise in die Höhe schnellen. Einspeichern zahlte sich darum nicht aus – es wäre schlicht unwirtschaftlich gewesen.

„Winterpanik“
Ein halbes Jahr und einen sehr heißen Sommer später schürt das in Europa nun die „Winterpanik“, wie es die schwedische Bank SEB in einer Gasmarkt-Analyse nennt: Weil der heiße Sommer die Gasbestände weiter leerte – 17 Prozent des europäischen Stroms kommt nach wie vor aus Gaskraftwerken, und die Klimaanlagen Europas arbeiteten bekanntlich auf Hochtouren – sind die Gasspeicher des Kontinents so leer wie seit Jahren nicht.

 
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