Brüssels Sanktions-Lachnummer: Die EU bestraft verschwundene Fabriken, verwechselt Menschen und lässt Chinas Lieferanten für Putins Krieg unangetastet
Am 12. Oktober 2026 verkündete die Europäische Union ihr bislang umfangreichstes Sanktionspaket gegen Russlands Rüstungsindustrie. 1.569 Menschen und Unternehmen stehen auf der neuen Liste, darunter 826 russische Firmen und 743 Personen. Brüssel präsentierte das Dokument als entschlossene Antwort auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Bei genauerer Untersuchung zeigt sich allerdings ein erschreckendes Bild europäischer Nachlässigkeit. Unternehmen werden bestraft, obwohl sie seit Jahren nicht mehr existieren. Geschäftsführer werden mit ihren Stellvertretern verwechselt. Namen erscheinen in einer Schreibweise, die nicht einmal zuverlässig zwischen dem lateinischen und dem kyrillischen Alphabet unterscheiden kann. Gleichzeitig fehlt unter den Hunderten neu sanktionierten Unternehmen jede chinesische Firma. Ausgerechnet die Hersteller und Banken jenes Landes, das für die Versorgung der russischen Kriegsindustrie inzwischen entscheidend ist, dürfen unbehelligt weitermachen. Während ukrainische Städte unter russischen Drohnenangriffen leiden, beschäftigt sich Brüssel offenbar damit, möglichst viele Namen auf möglichst viele Seiten zu bekommen.
Schon die Begründungen verraten, mit welcher Sorgfalt gearbeitet wurde. Im Beschluss 2026/2279 verwendet die EU für sämtliche 1.569 Einträge lediglich zwei vorgefertigte Begründungen. Frühere Sanktionsentscheidungen erläuterten zumindest weitgehend für jedes neue Ziel, weshalb die Maßnahmen gerechtfertigt seien. Jetzt genügt offenbar der Hinweis, dass die betreffenden Unternehmen auf einer russischen Regierungsliste zur Rüstungsindustrie stehen und deshalb staatliche Zuschüsse erhalten könnten. Eine solche Zugehörigkeit kann durchaus einen Grund für Sanktionen liefern. Sie ersetzt allerdings keine ernsthafte Untersuchung der tatsächlichen Lieferbeziehungen. Russische Rüstungsbetriebe kaufen ihre benötigten ausländischen Bauteile häufig überhaupt nicht selbst ein. Dafür existieren andere Firmen, die Beschaffungen organisieren und Lieferketten verschleiern. Gerade diese Verbindungen entscheiden darüber, ob eine Sanktion Russland tatsächlich schadet. Einen längst verschwundenen Betrieb auf eine europäische Verbotsliste zu schreiben, dürfte Putin dagegen kaum den Schlaf rauben.
kaizen-blog.org
Am 12. Oktober 2026 verkündete die Europäische Union ihr bislang umfangreichstes Sanktionspaket gegen Russlands Rüstungsindustrie. 1.569 Menschen und Unternehmen stehen auf der neuen Liste, darunter 826 russische Firmen und 743 Personen. Brüssel präsentierte das Dokument als entschlossene Antwort auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Bei genauerer Untersuchung zeigt sich allerdings ein erschreckendes Bild europäischer Nachlässigkeit. Unternehmen werden bestraft, obwohl sie seit Jahren nicht mehr existieren. Geschäftsführer werden mit ihren Stellvertretern verwechselt. Namen erscheinen in einer Schreibweise, die nicht einmal zuverlässig zwischen dem lateinischen und dem kyrillischen Alphabet unterscheiden kann. Gleichzeitig fehlt unter den Hunderten neu sanktionierten Unternehmen jede chinesische Firma. Ausgerechnet die Hersteller und Banken jenes Landes, das für die Versorgung der russischen Kriegsindustrie inzwischen entscheidend ist, dürfen unbehelligt weitermachen. Während ukrainische Städte unter russischen Drohnenangriffen leiden, beschäftigt sich Brüssel offenbar damit, möglichst viele Namen auf möglichst viele Seiten zu bekommen.
Schon die Begründungen verraten, mit welcher Sorgfalt gearbeitet wurde. Im Beschluss 2026/2279 verwendet die EU für sämtliche 1.569 Einträge lediglich zwei vorgefertigte Begründungen. Frühere Sanktionsentscheidungen erläuterten zumindest weitgehend für jedes neue Ziel, weshalb die Maßnahmen gerechtfertigt seien. Jetzt genügt offenbar der Hinweis, dass die betreffenden Unternehmen auf einer russischen Regierungsliste zur Rüstungsindustrie stehen und deshalb staatliche Zuschüsse erhalten könnten. Eine solche Zugehörigkeit kann durchaus einen Grund für Sanktionen liefern. Sie ersetzt allerdings keine ernsthafte Untersuchung der tatsächlichen Lieferbeziehungen. Russische Rüstungsbetriebe kaufen ihre benötigten ausländischen Bauteile häufig überhaupt nicht selbst ein. Dafür existieren andere Firmen, die Beschaffungen organisieren und Lieferketten verschleiern. Gerade diese Verbindungen entscheiden darüber, ob eine Sanktion Russland tatsächlich schadet. Einen längst verschwundenen Betrieb auf eine europäische Verbotsliste zu schreiben, dürfte Putin dagegen kaum den Schlaf rauben.
Brüssels Sanktions-Lachnummer: Die EU bestraft verschwundene Fabriken, verwechselt Menschen und lässt Chinas Lieferanten für Putins Krieg unangetastet
Am 12. Oktober 2026 verkündete die Europäische Union ihr bislang umfangreichstes Sanktionspaket gegen Russlands Rüstungsindustrie. 1.569 Menschen und Unternehmen stehen auf der neuen Liste, darunter 826 russische Firmen und 743 Personen. Brüssel präsentierte das Dokument als entschlossene...