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Nachrichten aus Griechenland

  • Ersteller Ersteller Gelöschtes Mitglied 9433
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Griechenland plant geschlossene Lager für Migranten auf Kreta
In Chania und Heraklion sollen geschlossene Aufnahmezentren entstehen, kündigt die griechische Regierung an – sofern die Ankunftszahlen nicht sinken

Athen – Angesichts steigender Ankünfte von Migrantinnen und Migranten auf Kreta hat die griechische Regierung eine deutliche Verschärfung ihrer Migrationspolitik angekündigt. Migrationsminister Thanos Plevris erklärte am Freitag im Parlament, sollte sich die Situation wie am Vortag mit der Ankunft von mehr als 600 Menschen auf Kreta fortsetzen, werde die Regierung "sehr harte Maßnahmen" ergreifen.

Geplant seien geschlossene Aufnahmezentren in Chania und Heraklion, in denen Migranten bis zur Prüfung ihres Status untergebracht werden sollen. Mit dem neuen europäischen Migrations- und Asylpakt, der ab dem 12. Juni gelten soll, solle künftig schneller zwischen Schutzberechtigten und Personen ohne Aussicht auf Asyl unterschieden werden. Verfahren und mögliche Abschiebungen sollen laut Regierung innerhalb weniger Wochen abgeschlossen werden, fügte Plevris hinzu.

Wartende in Libyen
Griechenland wolle keine Zustände wie in den Jahren 2015 und 2016 erleben, sagte der Migrationsminister. Damals waren Hunderttausende Migranten aus Syrien, Irak und Afghanistan über die Türkei und die Balkanroute nach Europa gekommen. Jetzt steige der Druck über die Route von Libyen nach Kreta. Die meisten Menschen kämen derzeit aus Bangladesch und Ägypten. Dort gebe es keinen Krieg, deshalb handle es sich "eindeutig um Wirtschaftsmigranten", sagte der Minister weiter.

 
Griechenland plant Verschärfungen bei Quad-Vermietung
Griechenland will die Vermietung von Quads deutlich strenger regeln. Nach heutigen Angaben von Verkehrsminister Konstantinos Kyranakis sollen Fahrerinnen und Fahren künftig mindestens fünf Jahre im Besitz eines Führerscheins sein, um ein solches Fahrzeug mieten zu dürfen.

Mit der geplanten Regelung will die Regierung vor allem unerfahrene Fahrer von den auf vielen Inseln weit verbreiteten Quads fernhalten und so die Zahl der Unfälle senken.

Zudem sollen Vermieter verpflichtet werden, die Führerscheine ihrer Kunden zu überprüfen und Schutzhelme bereitzustellen, teilte der Minister weiter mit.

Viele Unfälle unter jungen Urlaubern
Hintergrund sind steigende Unfallzahlen, an denen auch zahlreiche Touristen beteiligt sein sollen, wie das griechische Nachrichtenportal Newsauto.gr unter Berufung auf den Rettungsdienst berichtet.

 
Griechenland nach 16 Jahren von Krisenliste gestrichen
Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis hat die Entscheidung der Europäischen Kommission begrüßt, Griechenland von der Liste der EU-Länder mit makroökonomischen Ungleichgewichten zu streichen. Damit werde „ein negatives Kapitel geschlossen, das vor 16 Jahren geöffnet wurde“, erklärte Mitsotakis gestern auf Facebook.

Die Entwicklung sei das Ergebnis der harten Anstrengungen von Bürgern und Bürgerinnen sowie dem Staat. Es handle sich nicht um eine bloß technokratische Feststellung, sondern um das „Fundament für ein besseres Leben“. Die erzielten Überschüsse könnten nun in höhere Löhne und Pensionen umgesetzt werden, fügte der konservative Ministerpräsident hinzu, der Griechenland seit 2019 regiert.

Am Rande des Austritts aus Euro-Zone
Mit der Entscheidung endet für Griechenland eine weitere Form der wirtschaftspolitischen Überwachung durch die Europäische Union. Nach Einschätzung der Kommission haben sich die Risiken im Zusammenhang mit der Staats- und Auslandsverschuldung deutlich verringert. Zudem verweist Brüssel auf solides Wirtschaftswachstum, Haushaltsüberschüsse, Fortschritte bei Reformen und eine Stabilisierung des Bankensektors, teilte das griechische Finanzministerium mit.

 
Erdbeben erschüttert Peloponnes
Ein Erdbeben der Stärke 5,1 hat gestern Abend den Südwesten der griechischen Halbinsel Peloponnes erschüttert. Nach weiteren Angaben des Geodynamischen Instituts der Universität Athen ereignete sich der Erdstoß um 20.17 Uhr MESZ (21.17 Uhr Ortszeit).

Das Zentrum des Bebens lag in rund neun Kilometern Tiefe unter dem Meeresboden, etwa 16 Kilometer vor der Küste der Kleinstadt Methoni. „Bislang haben wir keine Schäden registriert. Das Beben war jedoch deutlich zu spüren“, sagte der Bürgermeister der Region, Panagiotis Karvelas, dem griechischen Rundfunk. Auch im Westen Kretas sei die Erschütterung spürbar gewesen, berichteten griechische Medien.

Ob es sich bereits um das Hauptbeben gehandelt habe, lasse sich derzeit nicht sagen, erklärte der Seismologe Wasilis Karastathis im griechischen Fernsehen. Dafür müssten zunächst einige Tage vergehen. In der Region habe es in der Vergangenheit deutlich stärkere Erdbeben gegeben. Eine Entwarnung könne deshalb nicht gegeben werden.

 

Nochmal ein Hinweis darauf, dass Psychologie nicht wirklich als Wissenschaft zu begreifen ist, sondern nur als ein Konstrukt, welches "normales", also angepasstes Verhalten erzwingen soll. Abweichendes Verhalten wird "verarztet". "Tests" lassen sich mit etwas Bildung einfach austricksen.
 
Waldbrand in Griechenland: Autobahn teils gesperrt
In Griechenland ist gestern ein Großaufgebot von Rettungskräften im Einsatz gewesen, um einen großen Wald- und Buschbrand nahe der Autobahn zwischen Athen und Thessaloniki zu bekämpfen. Wegen der starken Rauchentwicklung sei ein Teilstück der zentralen griechischen Autobahn geschlossen werden, berichtete die Zeitung „Kathimerini“.

Das Feuer tobt seit den Mittagsstunden auf der Höhe der Ortschaft Akrefnio rund 130 Kilometer nordöstlich von Athen. Es ist der zweite große Waldbrand in diesem Jahr – erst am Samstag musste ein Brand auf der Insel Euböa bekämpft werden.

Meteorologen warnen in griechischen Medien vor den teils starken, für die Jahreszeit typischen Winden in den kommenden Tagen und mahnen die Menschen zur Vorsicht beim Umgang mit Feuer.

 
Großer Streik im Tourismus
In Griechenland gibt es am Mittwoch einen großen Streik in der gesamten Tourismusbranche, im Gastgewerbe und am Bau. Mit dem 24-Stunden-Streik in der Hauptsaison wollen die Gewerkschaften höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen erkämpfen. Besonders kritisiert werden von der Gewerkschaft die extremen Arbeitszeiten.

Die zuständige Gewerkschaft POEET kündigte an, dass es in ganz Griechenland Protestveranstaltungen geben wird, die größte Demo ist vor dem Arbeitsministerium in Athen geplant.

„Ohne uns kann kein Hotel, Restaurant oder sonstiger Tourismusbetrieb offen halten“, unterstrich die Gewerkschaft ihre Forderungen gegenüber den Arbeitgebern. Auch andere Branchen, insbesondere im Baugewerbe, planen eine Arbeitsniederlegung.

„Willkür von Arbeitgebern“
Die Gewerkschaft sprach laut der Nachrichtenwebsite Ekathimerini im Vorfeld von „zur Erschöpfung führenden Arbeitszeiten“ und Verstößen gegen den 13-Stunden-Tag. Die aktuelle Gesetzeslage begrenzt die erlaubte tägliche Arbeitszeit erst bei 13 Stunden für Angestellte, die mehrere Arbeitgeber haben. POETT beklagt auch Verstöße bei der digitalen Arbeitszeiterfassung und weit verbreitete Verstöße gegen Kollektivvertragsbestimmungen.

 
Griechenland: Häuser von Regierungspolitikern angegriffen
In Griechenland sind die Privathäuser von drei Politikern der konservativen Regierungspartei Nea Dimokratia mit selbst gebastelten Sprengsätzen angegriffen worden. Wie die Polizei heute mitteilte, wurden bei den Angriffen in der nordgriechischen Stadt Thessaloniki mindestens fünf Menschen verletzt.

Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis äußerte sich „empört“ und sprach von einem „feigen, terroristischen und mörderischen Anschlag“. Er wollte Thessaloniki später besuchen, um seinen Parteikollegen beizustehen.

Die Nachrichtenplattform Kathimerini berichtete, dass die Eltern der ehemaligen Parteikandidatin Afroditi Nestora verletzt und ins Krankenhaus gebracht worden seien. Als weitere Anschlagsziele wurden der Vorsitzende des Parteivorstands, Zisis Ioakimovic, und der ehemalige Abgeordnete Savvas Anastasiades genannt.

 
Ermittlungen nach Brandanschlag auf griechische Politikerin
Nach dem Brandanschlag mit einer Toten auf das Wohnhaus einer Lokalpolitikerin der regierenden konservativen Partei Nea Dimokratia (ND) gestern in der griechischen Hafenstadt Thessaloniki konzentrieren sich die Ermittlungen auf die Auswertung von Videoaufnahmen.

Die griechische Anti-Terror-Behörde untersucht das Material, um die mutmaßlichen Täter zu identifizieren, berichtete der griechische Rundfunk ERTnews.

Mutter der Politikerin starb
Bei dem Anschlag gestern Früh gerieten Fahrzeuge in der Garage des Wohnhauses in Brand. Die Mutter der Politikerin Aphrodite Nestora erlitt dabei tödliche Verbrennungen. Vier Menschen wurden verletzt, darunter die Politikerin selbst, ihr Vater sowie zwei weitere Bewohner des Gebäudes.

 
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