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Nachrichten aus Griechenland

  • Ersteller Ersteller Gelöschtes Mitglied 9433
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Griechenland zieht die Reißleine – Social Media für Kinder unter 15 soll ab 2027 verschwinden
Griechenland will ab dem kommenden Jahr Social Media für Kinder unter 15 Jahren verbieten. Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis kündigte den Schritt selbst in einem TikTok-Video an und machte deutlich, dass es keine einfache Entscheidung war. Kinder verbringen immer mehr Zeit vor dem Bildschirm, der Druck durch ständigen Vergleich wächst, und genau hier setzt die Regierung an. Es geht nicht um einzelne Plattformen, sondern um ein komplettes Verbot für Facebook, Instagram, TikTok, Snapchat, X und YouTube in dieser Altersgruppe. Der Schritt kommt nicht aus dem Nichts. Australien hat bereits ein Verbot für unter 16-Jährige umgesetzt, in den USA zieht Florida eine klare Grenze bei unter 14, und auch Indonesien hat Einschränkungen eingeführt. In Europa wird das Thema inzwischen breit diskutiert, von Deutschland über Frankreich bis hin zu Skandinavien. Spanien arbeitet an Alterskontrollen bis 16, die EU testet parallel eine eigene App zur Altersverifikation.

Auslöser ist nicht nur die Nutzungsdauer, sondern das, was Kinder dort sehen. Behörden werfen den Plattformen vor, zu wenig gegen problematische Inhalte zu tun. Die EU-Kommission ermittelt aktuell gegen Snapchat, weil Minderjährige möglicherweise mit Grooming, Kriminalität oder dem Zugang zu Drogenangeboten konfrontiert wurden. Gleichzeitig reicht es bislang oft aus, das eigene Alter einfach anzugeben, was faktisch keine Hürde darstellt. Mitsotakis macht klar, dass Griechenland nicht allein bleiben wird. Das Ziel ist Druck auf europäischer Ebene, damit aus einzelnen nationalen Regeln eine gemeinsame Linie entsteht. Die Entwicklung zeigt, wie schnell sich die Haltung dreht. Was lange als private Entscheidung galt, wird jetzt zur politischen Frage. Und sie wird nicht mehr leise verhandelt.
heißt es dann das wir die ganzen griechen hier im forum dann internet verbot bekommen?
 
Wieder nach Griechenland abschieben: Spielraum für Österreich wächst
Neue Gerichtsentscheidungen erlauben Österreich, auch Familien nach Griechenland abzuschieben. Laut Innenministerium könnte eine niedrige dreistellige Personenzahl betroffen sein.
Österreichs Behörden erhalten zunehmend Spielraum, Flüchtlinge nach Griechenland abzuschieben. Der Verwaltungsgerichtshof hält in zwei neuen Entscheidungen fest, dass Österreich auch vulnerable Gruppen wie Familien mit minderjährigen Kindern nach Griechenland rückführen darf. Die Personen hatten in Griechenland Asyl erhalten und dann auch in Österreich einen Asylantrag gestellt. Im Vorjahr hatte bereits der Verfassungsgerichtshof (VfGH) erkannt, dass die Rückführung eines alleinstehenden, gesunden Mannes nach Griechenland zulässig ist.

Rückführungen nach Griechenland waren jahrelang grundsätzlich unzulässig. Auslöser waren Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) und des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) aus dem Jahr 2011. Die Gerichte urteilten, dass das griechische Asylsystem systemische Mängel aufweise und Betroffene der Gefahr einer unmenschlichen oder erniedrigenden Behandlung ausgesetzt seien. So drohe ihnen in Griechenland Hunger und Obdachlosigkeit. Laut österreichischem Innenministerium wurden seither nur in sehr wenigen Einzelfällen Abschiebungen nach Griechenland durchgeführt.

VfGH wies Beschwerde ab
Im Vorjahr begannen die Gerichte jedoch, die Situation anders zu beurteilen. Im Februar 2025 wies der VfGH die Beschwerde eines Afghanen ab. Der Mann hatte in Griechenland Asyl erhalten, danach war er nach Österreich gereist und hatte um Asyl angesucht. Österreich wies den Antrag ab und wollte den Mann abschieben. Dieser beschwerte sich dagegen, da die Lage für Schutzsuchende in Griechenland nach wie vor prekär sei.

 
Griechenland
Klimaerwärmung gefährdet antike Stätten
Waldbrände, Hitzewellen, steigender Meeresspiegel: Wegen der Klimaerwärmung sorgen sich griechische Behörden um archäologische Stätten. Die einzigartigen Zeugnisse der Antike ziehen jährlich Millionen von Touristen an und bringen dem Land viel Geld. Verantwortliche fordern nun verstärkte Vorbereitungen für den Fall von Naturkatastrophen.

Nach einer dreijährigen Studie von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen hat das griechische Kulturministerium nun eine Liste von 19 antiken Stätten aufgestellt, die am dringendsten gegen Naturkatastrophen gewappnet werden müssen. Unter den „Sorgenkindern“ ist beispielsweise das antike Olympia, das immer wieder von Waldbränden bedroht ist, das Theater von Delphi, wo es zu Steinschlag kommt, und die antiken Stätten von Dion, wo Überschwemmungsgefahr besteht.

Der Schutz der Geburtsstätte der Olympischen Spiele mit seinem antiken Stadion, zwei Museen und seinem weitläufigen Heiligtum erfordere „ständige Wachsamkeit“, sagt Olympias Bürgermeister Aristides Panagiotopoulos. „Wir haben akute Sorgen, denn das antike Olympia erstreckt sich über ein großes Gelände mit viel Grün und einer dichten Vegetation“, schildert er. Obwohl die Behörden immer wieder eingriffen, „wissen wir, dass das allein nicht ausreicht“.

Untersuchung an 19 Stätten
Nahe dem antiken Olympia gab es zuletzt 2021, 2022 und 2024 große Waldbrände, wie der oberste Forstbeamte der Region Elis, Panagiotis Lattas, berichtet. Ergiebiger Regen hat nach Lattas’ Worten in diesem Jahr die Vegetation in der Region üppig gedeihen lassen. Vor Beginn der Waldbrand-Saison müsse das Grün dringend zurückgeschnitten werden, um ein schnelles Ausbreiten möglicher Feuer zu verhindern.

 
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