Milošević: Manche Wunden sind noch nicht verheilt. Das dürfen wir nicht vergessen, aber wir dürfen auch nicht in Gefangenschaft verharren.
Der Präsident des Serbischen Nationalrats (SNV), Boris Milošević, sagte am Donnerstag bei der Eröffnung eines weiteren serbischen Kulturzentrums, dass das Zentrum ihr Beitrag für Gračac, die Gespanschaft Zadar und die Republik Kroatien sei, „ein Beitrag zur Erinnerung, zum Dialog und zum Zusammenleben, der nur Sinn macht“.
Wie in der Pressemitteilung erwähnt, nahmen an der Eröffnung zahlreiche Einwohner von Gračac und den umliegenden Städten, Bürgermeister von Minderheiten, stellvertretende Bürgermeister, stellvertretende Präfekten, Ratsmitglieder des Gemeinderats von Gračac sowie Mitglieder der Minderheitenräte der serbischen Gemeinde aus der gesamten Region Lika und Dalmatien teil.
„Ethnische Vielfalt als Stärke“
„Die serbische Gemeinschaft lebt hier, im Quellgebiet der Flüsse Una und Zrmanja, seit Jahrhunderten. Seite an Seite mit den Kroaten, mit anderen Nachbarn, mit Menschen unterschiedlichen Glaubens und unterschiedlicher Herkunft. Diese Region war schon immer ein ethnisches Mosaik, und genau darin liegt ihre Schönheit und ihre Stärke. Die Freuden guter Zeiten und die Lasten schwieriger Momente haben die Menschen und Völker dieser Region stets begleitet“, sagte Milošević.
„Es gibt Wunden, die noch nicht vollständig verheilt sind. Das dürfen wir nicht vergessen. Aber wir dürfen auch nicht darin verharren. Denn die Zukunft ruht auf Vertrauen. Und Vertrauen wird gelebt. Es wird jeden Tag gelebt, in jeder Begegnung mit einem Nachbarn, in jeder gemeinsamen Initiative, in jedem Projekt, an dem wir zusammen arbeiten“, betonte Milošević.
Das Kulturzentrum in Gračac öffnet, wie er anmerkte, am Spasovdan-Feiertag. „In der orthodoxen Tradition ist Ostern ein Tag der Hoffnung, ein Tag, der besagt, dass alles gut werden kann“, sagte er.
„Haus zur Bewahrung von Sprache und Erinnerung“
Auf die Frage, was dieses Zentrum für die serbische Gemeinde in Gračac bedeute, antwortete Milošević, dass es, wie andere Zentren in ganz Kroatien, in erster Linie ein Zuhause sei, ein Ort, an dem Sprache, Gesang, Geschichten und Erinnerungen bewahrt würden. Ein Zuhause, in dem Kinder lernen, wer sie sind und woher sie kommen.
U GRAČACU otvoren Srpski kulturni centar koji, prema Borisu Miloševiću, promiče dijalog, zajedništvo i očuvanje baštine unatoč nezacijeljenim ranama.
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