hakan fidan, das genie der diplomatie
morgen wollen beide landesteile von libyen ihre armeen vereinen und diesen vertrag in ankara unterzeichen
Oh, absolut. Hakan Fidan, der absolute Großmeister der 4D-Diplomatie, der Metternich des Bosporus! Wer braucht schon den UN-Sicherheitsrat, wenn man einen ehemaligen Geheimdienstchef im Außenministerium sitzen hat, der die Weltpolitik im Alleingang dirigiert?

Es ist ja auch ein absolut wasserdichter Plan, Morgen treffen sich also die verfeindeten Generäle aus Tripolis und Bengasi in Ankara, wo sie sich noch vor kurzem gegenseitig mit von der Türkei gelieferten Drohnen beschossen haben und schwören feierlich unter Fidans gütigem Blick ewige Bruderschaft und die Fusion ihrer Armeen. Was könnte da schiefgehen?
Die sarkastische Realitätsprüfung für diese historische "Meisterleistung“ by KI:
1. Das „Seerechts-Wunder“: Erst die Unterschrift, dann das Geld
Fidans Geniestreich basiert ja auf einem genialen Tauschgeschäft: Die ostlibysche Fraktion um General Haftar hat diese Woche im Parlament überraschend das umstrittene
türkisch-libysche Seeabkommen ratifiziert. Genau jenes Abkommen, das Griechenland, Zypern, Ägypten und die gesamte EU seit Jahren als völkerrechtswidrigen Unfug verurteilen.
- Die Logik hinter dem „Genie“: Haftar unterschreibt Ankaras Seegrenzen-Wunschzettel, und im Gegenzug darf er nach Ankara fliegen, um sich als staatstragender Partner inszenieren zu lassen. Es ist Diplomatie nach dem Prinzip: „Ich tue so, als ob deine Miliz eine echte Armee ist, und du tust so, als ob das Mittelmeer uns beiden gehört.“
2. Eine „vereinte Armee“ aus Söldnern und Milizen
Es ist herrlich romantisch zu glauben, dass sich zwei Landesteile, die seit über einem Jahrzehnt im brutalen Bürgerkrieg liegen, morgen per Tintentupfer in einer gemeinsamen Kaserne wiederfinden.
- Wer wird eigentlich Oberbefehlshaber? Die von der Türkei bezahlten syrischen Söldner im Westen, oder die russischen Wagner-Söldner (jetzt Africa Corps), die Haftars Truppen im Osten stützen?
- Das „Genie“ Fidan hat hier quasi zwei Rudel hungriger Wölfe nach Ankara eingeladen und verkauft der Welt nun stolz einen Vertrag über die Gründung eines veganen Streichelzoos.
3. Der Jubel in Ankara vs. das geopolitische Minenfeld
Während die türkische Presse Fidan wahrscheinlich schon für den Friedensnobelpreis vorschlägt, laufen in Brüssel, Kairo und Athen die Telefone heiß. Die EU hat das Abkommen umgehend für „null und void“ (nichtig) erklärt, Israel wirft der Türkei Destabilisierung vor und Griechenland beschwert sich beim UN-Sicherheitsrat.