Vučić: „Die Serbien-Hasser haben sich zusammengesetzt und vereinbart, nach Belgrad zu kommen.“ Picula antwortete:
TONINO Picula, der Berichterstatter des Europäischen Parlaments für Serbien, reagierte auf die Aussage des serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić, der erklärte, er wolle sich nicht mit Vertretern der Delegation des Europäischen Parlaments (EP) treffen, da diese „unaufgefordert“ in Belgrad erschienen seien.
„Die Serbien-Hasser haben sich zusammengesetzt und beschlossen, nach Belgrad zu kommen. Sie haben uns weder gefragt noch informiert. Ich kann nicht zu einem Fest oder einer Silvesterfeier zu euch kommen, wenn ihr mich nicht einladet. Wir haben sie nicht eingeladen“, sagte Vučić.
"Standardpraxis für EPs"
Picula stellte klar, dass es nicht stimme, dass die EP-Delegation unangemeldet komme, und dass die Botschaft der Republik Serbien in Brüssel über die Ankunft informiert worden sei. Außerdem habe die Delegation der Europäischen Union in Belgrad selbst an dem Programm mitgearbeitet.
„Das ist die übliche Praxis des Europäischen Parlaments, nichts Ungewöhnliches daran, abgesehen von dieser Reaktion der Behörden und der Lage im Land. Die Hauptintention unserer Delegation, die sich aus Vertretern verschiedener Parteien des Europäischen Parlaments zusammensetzt, ist es, sich durch direkte Gespräche mit denjenigen, die die Stimmung der serbischen Bevölkerung widerspiegeln, ein umfassenderes Bild von dem Land zu verschaffen, in dem sich im letzten Jahr so vieles ereignet hat. Warum die Behörden sich für diese Form des Boykotts entschieden haben? Ich würde sagen, es geht ihnen darum, Konfrontationen und Gespräche mit denjenigen zu vermeiden, die bei den Entscheidungen über Serbiens Beitritt zur Europäischen Union eine Schlüsselrolle spielen“, erklärte Picula gegenüber Nova.rs.
Er fügte hinzu, dass das Beitrittsdokument zwischen der Europäischen Union und Serbien, wie im Falle jedes anderen Kandidatenlandes, vom Europäischen Parlament geprüft werden müsse und dass dies der Grund für die Wichtigkeit dieses Treffens sei.
„Serbien selbst hat den Erwartungen der Union zugestimmt.“
Er sprach auch darüber, warum dieser Besuch aus europäischer Sicht wichtig ist.
„Europa erwartet von diesem Treffen zusätzliche Informationen und ein klareres Bild von Serbiens Perspektiven auf dem europäischen Weg – von denjenigen, die in Parlamenten und der Exekutive arbeiten, aber auch von jenen, die Serbien aus anderen Blickwinkeln betrachten, einschließlich der Wissenschaft. Wir wollen unsere Aufgabe korrekt erfüllen. Aus verschiedenen Berichten lässt sich viel lernen, aber ich denke, nichts kann ein persönliches Gespräch ersetzen, insbesondere wenn es um Abgeordnete des Europäischen Parlaments geht“, sagte er.
TONINO Picula, izvjestitelj Europskog parlamenta za Srbiju, reagirao je na izjavu predsjednika Srbije Aleksandra Vučića koji je rekao da se ne želi sastati s predstavnicima delegacije Europskog parlamenta (EP) jer "dolaze nepozvani" u Beograd.
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