Aktuelles
  • Herzlich Willkommen im Balkanforum
    Sind Sie neu hier? Dann werden Sie Mitglied in unserer Community.
    Bitte hier registrieren

Nachrichten aus Serbien

Angriff auf die Redaktion von „Informer“: Böller explodiert direkt neben dem Kopf eines Kameramanns; Sicherheitskameras filmen alles [VIDEO]

Die Redaktion der Zeitung „Informer“ wurde am Abend des 24. Oktober 2026 mit sogenannten „Topovski udari“ (extrem lautstarken, militärischen Knallkörpern/Böllern) angegriffen. Aufnahmen der Sicherheitskameras zeigen genau, wie der Anschlag auf das Gebäude des Medienhauses verübt wurde, berichtet Informer.
Wie auf den Bildern der Überwachungskameras zu sehen ist, explodierte einer der Knallkörper unmittelbar neben dem Kopf eines Kameramanns. Die Redaktion fügte hinzu, dass der Moment, in dem die Detonation aufblitzte, auf dem Video deutlich zu erkennen ist.
Medienberichten zufolge verlor der Kameramann durch die Wucht der Explosion kurzzeitig das Bewusstsein, zudem setzte eine Blutung aus den Ohren ein.
Ein Rettungsteam der Notaufnahme brachte den verletzten Mitarbeiter anschliessend in das medizinische Notfallzentrum (Urgentni centar) auf die Abteilung für Neurochirurgie zur weiteren medizinischen Versorgung.

 
Gewalt gegen Journalisten und Kameraleute ist absolut inakzeptabel und durch nichts zu rechtfertigen, das steht völlig außer Frage. Punkt. Dass ein Kameramann im Krankenhaus landet, weil vor seinem Kopf ein Böller explodiert, ist eine Grenzüberschreitung, die strafrechtlich verfolgt gehört.
Die Ironie des Schicksals ist bei diesem Vorfall dennoch kaum zu übersehen. Ausgerechnet Informer, das Regimemedium, das seit Jahren wie kein zweites in Serbien die Kunst der "alternativen Fakten“, der dramatischen Inszenierungen und der emotionalen Brandstiftung beherrscht, wird nun Opfer einer Realität, die so gar nicht in die sonst üblichen, frei erfundenen Skandalgeschichten passt.
Ausnahmsweise mussten die Redakteure für eine Schlagzeile über Chaos und Gewalt einmal keine Fakten verdrehen oder Storys erfinden; die Überwachungskameras haben geliefert, was sonst am Schreibtisch zusammengedichtet wird. Man kann für die Belegschaft nur hoffen, dass dieser reale Schock zu einer späten Erkenntnis führt, wer jahrelang verbal zündelt, sollte sich nicht wundern, wenn irgendwann die Funken fliegen. Dem verletzten Kameramann jedenfalls eine schnelle und vollständige Genesung.
 
Wer sind die Menschen, die Vučić stürzen wollen?

Serbien steht vor den vielleicht wichtigsten Wahlen seit dem Zerfall Jugoslawiens. Das langjährige autokratische Regime von Aleksandar Vučić ist seit dem tragischen Einsturz des Vordachs am Bahnhof in Novi Sad am 1. November 2024 erschüttert.
Proteste, Hörsaalblockaden und ein entschlossener Widerstand gegen den politischen und medialen Apparat von Vučićs Serbischer Fortschrittspartei (SNS) führten zur Bildung der „Studentenliste“. Diese bunte politische Gruppierung strebt bei den Wahlen den Sieg an. Umfragen deuten auf ein knappes Rennen hin, und es wird sowohl vor möglichen Unruhen als auch vor einer politischen Hängepartie gewarnt, sollte keine der beiden Seiten eine Niederlage anerkennen wollen.
Doch wer sind eigentlich die Menschen, die eine Gefahr für Vučić darstellen? Die Studentenliste selbst hat keinen klaren Anführer. Ihr Weltbild reicht von links bis rechts, und sie zielt auf die Stimmen der breiten Wählerschaft ab. Sie konzentrieren sich auf Themen wie Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, die Verfassungsordnung, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung. Ideologische Themen, das Verhältnis zu den Nachbarstaaten sowie die Rolle Serbiens in den Kriegen der 1990er-Jahre werden hingegen oft gemieden, obgleich sie sich klar gegen die Unabhängigkeit des Kosovo aussprechen.

Ilija Srdanović

Der Spitzenkandidat der Liste, Ilija Srdanović, wurde 1970 in Novi Sad geboren. Er schloss 1995 sein Studium an der Medizinischen Fakultät in Novi Sad ab. Seit 1997 ist er am Institut für Herz-Kreislauf-Erkrankungen der Vojvodina in Sremska Kamenica tätig und lehrt seit 2018 an der Medizinischen Fakultät in Novi Sad, wo er zum ordentlichen Professor gewählt wurde.

 
Herzlichen Glückwunsch an Aleksandar Möctegerngenozidler, der nach 14 Jahren unermüdlicher politischer Dominanz nun endlich lernt, was das Wort "Wahlkampf“ tatsächlich bedeutet.
Es muss ein faszinierendes Gefühl für ihn sein, dass seine perfekt geölte Mediemaschinerie plötzlich an einer Gruppe von Studenten scheitert, die ganz ohne jahrzehntelange Parteierfahrung das politische Establishment ins Schwitzen bringt. Um den drohenden Machtverlust abzuwenden, blieb ihm im September konsequenterweise nichts anderes übrig, als vom Amt des Staatspräsidenten zurückzutreten, um sich heldenhaft für den Posten des Premierministers zu bewerben. Sollte er trotz des historisch engen Rennens am Ende wieder den Sieg ausrufen, steht der nächste innovative Plan der Behörden bestimmt schon, Analysten, die vor Wahlbetrug warnen, werden vorsorglich wegen "Hervorrufens von Panik“ verhaftet, so geht gelebte Demokratie im Jahr 2026.
 
Die Beziehungen zu Kroatien würden sich nicht schnell ändern“

Puhovski wies auch auf den Unterschied zwischen der aktuellen Situation und früheren Protesten hin. „In früheren Situationen mit Demokraturen – Regimen, die zwar demokratisch an die Macht gekommen sind, aber nicht demokratisch funktionieren – hat die internationale Gemeinschaft die Demonstranten unterstützt. Die Führung stand sowohl von unten als auch von oben unter Druck. Jetzt gibt es das nicht. Vučić ist sehr geschickt und steht nicht unter dem Druck der internationalen Gemeinschaft“, sagte er.
Puhovski erwartet keine schnelle Änderung der Beziehungen Serbiens zu Kroatien, falls die Studentenliste die Macht übernimmt. „Ich denke nicht, denn sie werden viel Zeit brauchen, einige Monate, um die Fäden zusammenzuführen und zu funktionieren. Sie werden auch sehen müssen, wie viele Leute aus dem alten System sie übernehmen können, da sie nicht alleine regieren können“, sagte er.
Dennoch glaubt er, dass sich die Situation mit dem Abgang von Vučić verändern würde. „Es wird keine großen Veränderungen geben, aber das toxische Element von Vučićs Wirken in der Region wird beseitigt. Diese Mischung aus Larmoyanz und Aggressivität wird sich nicht mehr wiederholen“, schloss Puhovski

 
Während man früher bei klassischen "Demokraturen“ noch pflichtbewusst die Opposition unterstützte, schaut die Welt heute lieber fasziniert zu, wie geschickt Aleksandar Möchtegerngenozidler den Druck von oben und unten einfach weglächelt. Wer braucht schon internationalen Rückhalt für Reformen, wenn der amtierende Staatschef das System so meisterhaft im Griff hat?
Sollte die Studentenliste dieses mühsam austarierte Konstrukt tatsächlich ins Wanken bringen, dürfen die Nachbarn in Kroatien allerdings bloß keine voreilige Euphorie zeigen. Schließlich braucht eine Truppe aus hochschulpolitischen Quereinsteigern erst einmal ein paar geschmeidige Monate, um überhaupt herauszufinden, welche der altgedienten Staatsdiener aus dem Vucic-Regime sie am besten recyceln müssen, um den Laden überhaupt am Laufen zu halten. Aber ja, immerhin gibt es einen historischen Trostpreis zu gewinnen.
Wenn der große Meister erst einmal weg ist, fällt laut Puhovski zumindest das berühmte "toxische Element“ im regionalen Gefüge weg. Die Balkanregion muss sich also in Zukunft komplett neu erfinden, wenn diese so vertraute, herzerwärmende Mischung aus wehleidigem, ausgeprägten Selbstmitleid und plötzlicher Aggressivität im täglichen Polit-Theater fehlt.
 
Serbien geht wählen und täglich grüßt das Murmeltier...

Ojeee

Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.


Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.
 
Kosovo Serben haben massenhaft ihre Stimme für Vucic verkauft haben. Die serb. Opposition bitten die kosov. Behörden hierzu Ermittlungen aufzunehmen.

 
Obwohl offiziell in Serbien noch gewählt wird, steht das Ergebnis schon fest, Vucic 50% +

Vorsorglich wird bereits das Büro der Wahlkommission mit starken Polizeikräften abgesichert, nicht das noch ein Serbe auf die Idee kommt das Wahlergebnis anzuzweifeln :lol:


 
Zurück
Oben