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Nachrichten aus Serbien

Na, wenn der Informer das sagt, muss es ja genauso gewesen sein. Ein paar dramatische Überschriften, "schockierende Aufnahmen“, böse Randalierer und natürlich die passende Opferrolle, fertig ist die Geschichte. Journalismus kann offenbar auch ohne lästige Nebensächlichkeiten wie unabhängige Überprüfung und Kontext funktionieren.
Informer berichtet und damit ist die Sache natürlich wissenschaftlich bewiesen. Dramatische Überschrift, maximale Empörung, minimale Überprüfung. Wenn die Realität nicht spektakulär genug ist, hilft offenbar ein bisschen journalistische Fantasie nach.
 
Aber alo: „Marinika Tepić bekommt Konkurrenz! Sie wechseln die Seiten, wohin sie gerade kommen – völliges Chaos in den Reihen der Blockade-Anhänger!“
Die Abgeordnete des Landesparlaments der Bewegung der Freien Bürger (PSG), Svetlana Kozić, ist der Fraktion beigetreten, die unter dem Namen „Srbija centar (SRCE) – Zeleno-levi front (ZLF) – Pokret slobodnih građana (PSG)“ auftreten wird.

Der Mitteilung der PSG über den Beitritt von Svetlana Kozić zur neuen Fraktion SRCE-ZLF-PSG ging die Bildung einer neuen Fraktion voraus. Diese entstand aus dem PSG-Abgeordneten Radivoj Jovović (der die Partei zuvor verlassen hatte), Miroslav Ilić sowie Abgeordneten der Demokratischen Partei (DS) und trägt den Namen „Vojvodina uz studente“ („Woiwodina mit den Studenten“).

Die PSG erklärte, dass Ilićs Weggang keine Entscheidung der Parteiführung gewesen sei. Ilić erklärte seinerseits unter anderem, die PSG habe den historischen Moment nicht verstanden. Außerdem habe die Parteiführung die Aktivisten aus Novi Sad nicht ausreichend unterstützt, gegen die ein Gerichtsverfahren wegen der Planung eines Umsturzversuchs bei der Großkundgebung am 15. März 2025 in Belgrad geführt werde.

Marinika Tepić hat mit Kozić nun ernsthafte Konkurrenz beim „Seitenwechsel“ bekommen.

Man weiß inzwischen überhaupt nicht mehr, wer mit wem und wer gegen wen ist – sie wechseln die Seiten, wohin es gerade passt.

Kozić hat in den vergangenen Jahren mehrfach das politische Lager gewechselt. Von der Bewegung „Dosta je bilo“ („Es reicht“) von Saša Radulović wechselte sie über Vuk Jeremić und die Volkspartei schließlich zur PSG von Pavle Grbović.

Ihre politische Odyssee habe gezeigt, dass es in der heimischen Opposition tatsächlich keine klaren politischen Prinzipien und keine Konsequenz gebe. Im Vordergrund stünden vielmehr Ämter, Abgeordnetenmandate und neue politische Bündnisse.

Die politische Ausrichtung werde durch den Wechsel von einem Lager ins andere verändert, während es den Bürgern überlassen bleibe zu beurteilen, wo dabei Programm und Prinzipien zu finden seien – und wo persönliche Interessen.

Marinika Tepić dobila konkurenciju! Preleće ko gde stigne, potpuno rasulo u blokaderskim redovima!
Pokrajinska poslanica Pokreta slobodnih građana Svetlana Kozić postala je član poslaničke grupe koja će delovati pod nazivom „Srbija centar (SRCE), Zeleno-levi front (ZLF) – Pokret slobodnih građana (PSG)“.

Saopštenju PSG o priključenju Svetlane Kozić novoj grupi SRCE-ZLF-PSG prethodilo je stvaranje nove grupe od odbornika PSG Radivoja Jovovića (koji je ranije napustio ovu stranku), i Miroslava Ilića i odbornika DS pod nazivom Vojvodina uz studente.

Iz PSG je saopšteno da odlazak Ilića nije odluka rukovodstva stranke, a Ilić je u odgovoru naveo, između ostalog da PSG nije razumeo istorijski trenutak, te da vrh stranke nije u dovoljnoj meri podržao aktiviste iz Novog Sada protiv kojih se vodi sudski proces za planiranje pokušaja prevrata na velikom skupu 15. marta 2025. u Beogradu.

Marinika Tepić je u Kozićevoj dobila ozbiljnu preletačku konkurenciju.
Ne zna se više ni ko pije ni ko plaća, preleću ko gde stigne.

Kozićeva je tokom prethodnih godina menjala političke tabore, pa je od pokreta Dosta je bilo Saše Radulovića, preko Vuka Jeremića i Narodne stranke, stigla do PSG-a Pavla Grbovića.

Njeno političko putešestvije pokazalo je da u domaćoj opoziciji zaista ne postoje jasni politički principi i doslednost, već su u prvom planu funkcije, poslanički mandati i nova politička savezništva.

Politički pravac se menja preletanjem iz jednog tabora u drugi, a građanima ostaje da procene gde su tu program i principi, a gde lični interes.

 
Herrlich, wie verzweifelt hier aus einem ganz normalen Wechsel innerhalb der Opposition ein politischer Weltuntergang konstruiert wird :mrgreen: Bei Regimemedien ist offenbar schon der Wechsel einer Abgeordneten ein Staatsereignis. Hauptsache, man kann noch schnell das Etikett Chaos draufkleben.
Und natürlich darf Marinika Tepic nicht fehlen. Wenn man schon keine überzeugenden politischen Argumente gegen die Opposition hat, braucht man eben persönliche Seitenhiebe und das Wort "preletac" (Überläufer) möglichst oft im Text.
Besonders amüsant auch, die Bürger sollen angeblich beurteilen, wo persönliche Interessen liegen. Vielleicht sollte man diese Frage zur Abwechslung auch einmal denjenigen stellen, die seit Jahren mit allen Mitteln versuchen, ihre politische Macht zu erhalten.
 
Aber alo:
„Sie würden Thompson nach Belgrad holen“ Šešelj: Sie stören sich an der serbischen Identität!
Die Idee des Vojvodina-Separatismus ist gerade bei den Menschen, die mit den Blockaden in Novi Sad begonnen haben, überaus aktuell. Dabei geht es vor allem um das Verhältnis zur „Matica srpska“ (serbische Kulturinstitution), erklärte der stellvertretende Vorsitzende der SRS (Serbische Radikale Partei), Aleksandar Šešelj.

– Nicht nur dieser skandalöse Empfang von Gästen, darunter hochrangige Würdenträger der Serbisch-Orthodoxen Kirche im Serbischen Nationaltheater, sondern wir hatten ein Jahr zuvor auch den Sturm all dieser Leute auf die „Svetosavska akademija“ (St.-Sava-Akademie) der Matica srpska. Das ist es also, was sie stört. Sie stören sich an der serbischen nationalen Identität und bekämpfen sie. Und natürlich haben wir eine große Anzahl von instrumentalisierten und, wie ich sagen würde, verführten Menschen. Diese sind nicht in der Lage, verfolgen es nicht gut genug oder beschäftigen sich nicht ausreichend damit. Sie sind vielleicht oppositionell eingestellt und laufen Gefahr, bei den nächsten Wahlen erneut betrogen und verführt zu werden, falls sie diese Art von Politik unterstützen. Auch wenn man jetzt über diese Dinge nicht spricht, müssen wir sehen, was ihre Taten sind, und genau das sind ihre Taten – sie haben sich bereits auf diese Weise gezeigt, wie es aussehen würde, wenn sie wieder die Gelegenheit bekämen, an der Spitze der serbischen staatlichen Institutionen zu stehen. Und das ist sicherlich mit der Atmosphäre in Kroatien verbunden, sagt Šešelj und fährt fort:

– In Kroatien ist Serbien das Hauptthema, das Hauptthema sind die Proteste. Sie haben das von Minute zu Minute verfolgt – ihre Portale, ihre Fernsehsender – natürlich mit einer klaren Parteinahme, Ausrichtung und Unterstützung. Das sind also Dinge, die absolut klar sind, und vielen – wie diesen Leuten, die das bereits unterstützen oder herbeirufen – macht diese Unterstützung nicht einmal etwas aus. Sie sehen kein Problem in all dem und können es kaum erwarten, dass im Falle ihres Wahlsieges hier wieder Severina auftaucht. Aber hier sehen wir, dass es Menschen gibt, die Thompson nach Belgrad holen würden. Was mich leider ebenfalls nicht überrascht hat, aber unsere politische Szene ist, vor allem wenn wir von der pro-westlichen parlamentarnen Opposition sprechen, voll von genau solchen Menschen – sagte Šešelj für Informer TV.


"Doveli bi Tompsona u Beograd" Šešelj: Smeta im srpski identitet!
Ideja vojvođanskog separatizma je itekako aktuelna upravo u ljudima koji su počeli sa blokadama u Novom Sadu, a to je pre svega odnos prema Matici srpskoj, naveo je zamenik predsednika SRS Aleksandar Šešelj.

- Ne samo ono skandalozno dočekivanje gostiju, između ostalog visokodostojnika Srpske pravoslavne crkve u Srpskom narodnom pozorištu, nego smo mi imali i upad svih tih ljudi na Svetosavsku akademiju Matice srpske godinu dana pre toga. Dakle, to je ono što njima smeta. Njima smeta srpski nacionalni identitet i oni se bore protiv toga. I imamo, naravno, veliki broj instrumentalizovanih, ja bih rekao, i zavedenih ljudi koji nisu u stanju ili ne prate dovoljno dobro ili se ne bave time dovoljno dobro, možda su opoziciono nastrojeni, koji mogu da dođu u opasnost da opet budu prevareni i zavedeni na ovim sledećim izborima ukoliko budu podržali tu vrstu politike, bez obzira što se sada o tim stvarima ne govori, ali moramo da vidimo kakva su im dela, a to su im upravo dela - oni su se na taj način već i pokazali kako bi izgledalo to kada bi oni imali prilike da opet budu na čelu srpskih državnih institucija i to je svakako povezano sa atmosferom u Hrvatskoj, kaže Šešelj i nastavlja:

-U Hrvatskoj je glavna tema Srbija, glavna tema su protesti, oni su to pratili iz minuta u minut — njihovi portali, njihove televizije — naravno, sa jednim jasnim navijanjem i jasnim opredeljenjem i podrškom. Dakle, to su neke stvari koje su apsolutno jasne i mnogima, kao što su ovi ljudi koji već to podržavaju ili dozivaju to, ta podrška ni ne smeta, ne vide nikakav problem u svemu tome i jedva čekaju da, ukoliko bi pobedili na izborima, opet se ovde pojavi Severina. Ali evo, vidimo da postoje ljudi koji bi doveli Tompsona u Beograd, što takođe, nažalost, nije me iznenadilo, ali naša politička scena, pre svega kada govorimo o prozapadnoj parlamentarnoj opoziciji, je puna upravo takvih ljudi - kazao je Šešelj za Informer TV.

 
Ach ja, der Herr Seselj Junior, der Apfel fällt eben nicht weit vom Pferdeschwanz des Nationalismus.
Ja, es stimmt, Aleksandar ist tatsächlich der treue Sohn von Vojislav Seselj, dem vom UN-Tribunal in Den Haag verurteilten Kriegsverbrecher. Man sieht, dass das Talent für blühende Fantasie und das Erfinden von Bedrohungsszenarien in der Familie bleibt. Talent ist eben erblich, auch wenn es sich hier nur um das Talent handelt, die Realität komplett zu verdrehen.
Es ist wirklich rührend, wie besorgt er um die kroatischen Medien ist. Jeder, der schon einmal kroatische Nachrichten eingeschaltet hat, weiß natürlich, dass dort 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche nur über Serbien berichtet wird. Kroatische Portale berichten quasi im Live-Ticker über jeden umgefallenen Kieselstein in Belgrad, eigene Probleme wie Wirtschaft, Tourismus, Feuer oder die EU-Politik existieren in Kroatien ja gar nicht. Serbien ist dort absolut das "Hauptthema“, man hat ja sonst nichts zu tun :mrgreen:
Und was seine Thompson-Theorie angeht, ein absolut genialer Schachzug. Natürlich träumen die serbischen Oppositionellen heimlich alle davon, kroatische Ultra-Nationalisten-Konzerte in Belgrad zu veranstalten. Aber vielleicht hat Aleksandar Seselj hier einfach von sich selbst auf andere geschlossen? Schließlich verbindet ihn und Thompson ideologisch viel mehr, als er zugeben möchte. Beide bewegen sich mit ihrem extremen Nationalismus im selben, sehr weit rechts außen liegenden, faschistoiden Spektrum.
Wer weiß, vielleicht wünscht sich Seselj der Jüngere insgeheim selbst ein Ticket für die erste Reihe, um gemeinsam mit Thompson im Geiste der alten Zeiten zu schwelgen? Man versteht sich schließlich unter Gleichgesinnten, auch wenn man auf verschiedenen Seiten des Zauns steht. Ähnlich wie seinerzeit Cetniks und Ustascha
 
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