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Nachrichten aus Serbien

Serbiens Präsident Aleksandar Vučić hat am 26. September 2026 einen Abschiedscocktail für alle Angestellten organisiert, um das Ende seiner zweiten Amtszeit zu markieren. Bei der Veranstaltung bedankte er sich emotional bei seinen Mitarbeitern für die jahrelange Unterstützung. Er betonte, dass ohne sie nichts hätte erreicht werden können, und zog Bilanz über ein Jahrzehnt der Zusammenarbeit. [1, 2, 3]
Hier sind die wichtigsten Details aus dem Artikel zusammengefasst:

🎶 Feierstimmung und Gesang
  • Gemeinsames Singen: Zusammen mit seinen engsten Mitarbeitern stimmte Vučić die bekannten Lieder „Vidovdan“ und „A sad adio...“ an, was die anwesenden Gäste begeisterte. [1]
  • Klartext zum Gruß: Über soziale Medien erklärte er: „Sie schämen sich für den serbischen Gruß, aber ich werde immer stolz darauf sein! Es lebe Serbien!“ [1]
  • Tanz und Emotionen: Neben einem dörflichen Tanz mit den Mitarbeiterinnen des Präsidialamtes hielt Vučić eine emotionale Rede. [1]

💬 Auszug aus seiner Abschiedsrede
In seiner Ansprache dankte er den Mitarbeitern für ihr Durchhaltevermögen, auch in schwierigen Momenten: [1]

„Ich habe zweifellos Fehler gemacht, das tut jeder normale Mensch jeden Tag. Und ich danke Ihnen unendlich für alles. Zehn Jahre des Lebens sind kein kurzer Zeitraum.“ [1]

 
Ach natürlich, da hat die Weltgemeinschaft den serbischen Drei-Finger-Gruß wohl wieder völlig zu Unrecht mit dem NS-Regime verwechselt.
Daumen, Zeige- und Mittelfinger stehen schließlich historisch gesehen ganz brav für die christliche Dreifaltigkeit und sportliche Siege, zumindest im serbischen Handbuch für unschuldige Traditionspflege. Und da regt er sich wegen ZDS auf.
Dass exakt dieselbe Geste im Zweiten Weltkrieg von Nazi-Kollaborateuren beim Treueeid genutzt wurde und in den 1990er-Jahren als Markenzeichen für brutale ethnische Säuberungen auf dem Balkan diente, ist bestimmt nur ein unglücklicher Zufall im Drehbuch der Geschichte. Für die traumatisierten Nachbarländer ist der Gruß daher verständlicherweise der absolute Inbegriff von Toleranz und Völkerverständigung. Aber Möchtegerngenozidler Vucicblickt beim feuchtfröhlichen Abschiedssingen eben lieber tief in den patriotischen Spiegel, wo berechtigte Kritik an nationalistischen Symbolen praktischerweise sofort als "Scham vor der eigenen Identität“ weggelächelt werden kann.

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Vučić: „Ich habe eine Stunde lang mit Putin gesprochen. Morgen treibe ich meinen Rücktritt voran“
Der serbische Präsident Aleksandar Vučić hat ein einstündiges Telefongespräch mit dem russischen Präsidenten Vladimir Putin geführt. Hauptthema war die Zusammenarbeit im Energiebereich, und Vučić erklärte nach dem Gespräch, er sei zuversichtlich, dass das Gasabkommen zu unveränderten Preisen verlängert wird. Weitere Themen waren die serbische Ölindustrie (NIS), die bilateralen Beziehungen und der Konflikt in der Ukraine. Vučić bestätigte zudem, dass er Putin über seinen für morgen geplanten Rücktritt informiert hat, den er bereits in den vergangenen Tagen angekündigt hatte. [1, 2, 3]

Fortsetzung der Gaslieferungen zu günstigen Preisen
Vučić zeigte sich überzeugt, dass die am 30. September auslaufende Gasvereinbarung verlängert wird. „Wir haben uns besonders mit der Energiezusammenarbeit befasst, also dem Gasabkommen, das am 30. September ausläuft. Ich glaube, dass es nach dem heutigen Gespräch verlängert wird und wir eine stabile Gasversorgung sicherstellen können“, so Vučić. Serbiens Gaspreis würde damit weiterhin bei 318 Euro pro 1.000 Kubikmeter liegen, während der aktuelle Marktpreis 868 Euro beträgt. [1, 2, 3]
Über das neue Abkommen hatte Vučić kürzlich auch mit dem russischen Außenminister Sergej Lavrov in New York gesprochen. Damals äußerte er die Erwartung, dass der neue Vertrag bis Ende September unter Dach und Fach sein wird. [1]

Die Frage der NIS und weitere Gesprächsthemen
Ein weiteres Thema des Gesprächs mit Putin war die Situation der Naftna industrija Srbije (Ölindustrie Serbiens). „Wir haben auch über die Naftna industrija Srbije gesprochen. Ich hoffe, dass wir eine Lösung finden, die für beide Seiten gut ist“, teilte Vučić mit. Er dankte Putin zudem für die Hilfe, die Russland Serbien zur Brandbekämpfung geschickt hatte. [1, 2, 3]


 
Na wer hätte das gedacht? Ein einstündiges Telefonat mit mutmaßlichen Kriegsverbecher Putin, um über die wahren Prioritäten im Leben zu sprechen: günstige Gaspreise, Schienenfahrzeuge und ach ja, ganz nebenbei, der Rücktritt vom Präsidentenamt am Sonntagabend um Punkt 20:00 Uhr.
Es ist rührend zu sehen, wie Möchtegerngenozidler Vucic kurz vor dem vermeintlichen politischen Abgang noch schnell den serbischen Haushalt rettet, indem er Gas für ein Drittel des Marktpreises sichert. Ein echter Philanthrop. Und die Übergabe der Nachricht an den Kreml glich fast einem romantischen Rückblick auf eine 14-jährige Fernbeziehung, inklusive Dankesworten für russische Löschflugzeuge.
Besonders herzerwärmend ist sein optimistischer Appell an die Nachwelt, die Außenpolitik künftig bitte genauso „verantwortungsvoll“ und in "perfekter Balance“ weiterzuführen. Man darf gespannt sein, ob dieser dramatische Rücktritt am Sonntagabend tatsächlich stattfindet, oder ob es sich, wie so oft bei solchen Ankündigungen in der Region, um ein strategisches Schachspiel handelt, bei dem der König am Ende doch auf seinem Thron sitzen bleibt.
 
Studenten in Kragujevac angekommen. Vučić-Anhänger zündeten Fackeln an, skandierten für Mladić und Vučić

Zwei Gruppen von Studenten auf Fahrrädern sind heute nach einer zehntägigen Fahrt in Kragujevac angekommen, wo der nördliche und der südliche Arm der großen Studententour „Hüter der Verfassung“ zusammentrafen.
In der Stadt wurden sie von einer großen Anzahl von Bürgern empfangen, gefolgt von einer Kundgebung, auf der Studenten und Kandidaten der Studentenliste sprachen. Bei der Abschlussversammlung sprachen Ana Mirković, Mario Reljanović, Aleksandar Cvetković, Daliborka Purić und Jovan Vujičić. Die Studenten erinnerten während des Programms auch an die Ereignisse der vergangenen zwei Jahre, einschließlich Fällen von Polizeigewalt.
Die Tour „Hüter der Verfassung“ dauerte zehn Tage, in denen die Studenten verschiedene Teile Serbiens durchquerten. Kragujevac wurde aufgrund seines Platzes in der Geschichte des serbischen Konstitutionalismus als Endpunkt gewählt.

Nach der Kundgebung: Fackelzug von SNS-Anhängern, Sprechchöre für Ratko Mladić und Vučić
Etwa eine Stunde nach dem Ende der studentischen Kundgebung versammelte sich auf der anderen Seite des Flusses Lepenica eine Gruppe von Anhängern der regierenden Serbischen Fortschrittspartei (SNS). In der Nähe des alten Parlamentsgebäudes zündeten sie Fackeln an und entrollten ein Transparent mit der Aufschrift „Ratko Mladić – serbischer Held“, begleitet von Rufen wie „Aco, Serbe!“.

index.hr/vijesti/clanak/studenti-stigli-u-kragujevac-vucicevci-zapalili-baklje-skandirali-mladicu-i-vucicu/2839031.aspx
 
Wie absolut unvorhersehbar, dass eine friedliche studentische Radtour für Verfassungswerte in Serbien ausgerechnet mit brennenden Fackeln und Sprechchören für einen verurteilten Kriegsverbrecher endet. Zum Glück war die Polizei rein zufällig bereits in voller Kampfausrüstung vor Ort, um die Seitenlinie abzusichern, die hellseherischen Fähigkeiten der Behörden im Wahlkampf sind wirklich beeindruckend. Während die Studenten noch naiv über Bildung und Arbeitsrecht philosophierten, zeigten die regierungstreuen Fackelträger eindrucksvoll, was echte "Hüter der Verfassung“ im modernen Serbien ausmacht. Ein flammendes Plädoyer für demokratischen Diskurs, das dem scheidenden Präsidenten, Mladic-Verehrer und Möchtegerngenozidler Vucic, vor seinem geplanten Rücktritt heute Abend sicher ein stolzes Tränchen in die Augen treibt.
 
BRNABIĆ MIT VETERANEN AUF DEM AVALA: „Menschen, die niemand von uns vergessen darf und vergessen wird“

Ana Brnabić hat den Vormittag auf dem Avala im Beisammensein mit serbischen Veteranen verbracht, denen sie für ihre unermessliche Unterstützung und für alles, was sie für das Vaterland getan haben, dankte. Brnabić hob in einem emotionalen Beitrag auf Instagram die herausragende Gastfreundschaft der Gastgeber hervor und erklärte, dass sie sich schon jetzt auf ihr nächstes Treffen freue.

„Den Vormittag habe ich auf dem Avala mit unseren Veteranen verbracht – Menschen, die niemand von uns vergessen darf und vergessen wird.
Ich habe ihnen für all ihre Hilfe und Unterstützung gedankt, sowie für alles, was sie für Serbien getan haben, und ebenso für die wunderbare Gastfreundschaft, die wie immer auf dem höchstmöglichen Niveau war. Ich freue mich auf unser nächstes Treffen. Es lebe Serbien!“, heißt es in dem Beitrag von Ana Brnabić auf Instagram.

 
Wie rührend, Kampflesbe Ana hat doch tatsächlich den Weg auf den Berg Avala gefunden, um den vergessenen Helden zu danken, ganz zufällig mitten in der heißen Phase des Wahlkampfs.
Für ein paar fotogene Instagram-Herzen und das traditionelle "Es lebe Serbien!“-Mantra reicht die Wertschätzung der Regierung für die Veteranen dann glücklicherweise doch noch aus.
Natürlich ist es ein genialer politischer Schachzug, sich im Wahlkampf medienwirksam mit serbischen Veteranen auf dem Avala ablichten zu lassen, während man geflissentlich ignoriert, dass in diesen Kreisen die Grenze zwischen gefeiertem Kriegshelden und ungestraftem Kriegsverbrecher der 1990er-Jahre traditionell fließend ist.
 
Aber alo: „Eher wird meine Mutter Kim Jong-un besiegen, als dass Vučić verliert“: Knežević bringt den Saal zum Lachen und donnert über Serbien_
Milan Knežević hielt eine Tribüne in Belgrad ab, von der aus er eine Reihe starker politischer Botschaften sendete – vom Verhältnis zwischen Serbien und Montenegro über den Kosovo und den 5. Oktober bis hin zu heftigen verbalen Angriffen auf Ilija Srdanović, Milo Đukanović und die „Studentenliste“. Er beendete seine Rede mit der Botschaft, dass er unabhängig vom Wahlausgang an der Seite von Aleksandar Vučić bleiben werde und dass es für ihn „keine Kapitulation und keinen Schritt zurück“ gebe.

Milan Knežević dankte den Anwesenden für den, wie er sagte, großartigen Empfang und begann seine Ansprache in seinem erkennbar ironischen Ton.

„Liebe Leute, danke für diesen großartigen Empfang. Wenn so viele Menschen zu meiner Beerdigung kommen, um es mit den Worten von Njegoš zu sagen, dann hatte mein Leben einen Sinn“, sagte Knežević und fügte hinzu, dass er sich in Belgrad wie unter Brüdern und Schwestern fühle.
Danach kam er auf seine Mutter zu sprechen und erinnerte daran, dass sie am 30. Januar 2020, während der Herrschaft von Milo Đukanović, unter dem Vorwurf verhaftet worden war, religiöse Prozessionen (Litijen) am Kreisverkehr nahe dem Flughafen Golubovci organisiert zu haben.

„Meine Mutter ist Biologieprofessorin. Deshalb habe ich genug genetische Erfahrung – im Gegensatz zur Dekanin Mirjana Nikolić –, um Ihnen zu sagen, dass Sie alle ganz normale, wunderbare, schöne, ehrbare und ehrliche Menschen sind“, sagte Knežević.

Er fuhr im gleichen Ton fort und kommentierte das Bild, das laut ihm in bestimmten Medien über die Anwesenden gezeichnet wird:
„Wenn man N1 hört, hätte ich erwartet, hier auf Menschen mit Hörnern, auf Minotauren und Kentauren zu treffen, aber ich habe echte serbische Kavalniere vorgefunden. Danke, dass Sie mich eines Besseren belehrt haben“, so Knežević.

Knežević bringt den Saal zum Lachen: „Wenn Montenegro und Serbien Krieg führen, werden die größten Kämpfe auf dem Vračar und in 'Belgrad auf dem Wasser' stattfinden“


 
Ach, was für eine Sternstunde der demokratischen Kultur auf Belgrads Politbühnen, wenn ein montenegrinischer Gastredner wie Knezevic den Saal mit Pointen auf Stammtischniveau zum Kochen bringt.
Während er Witze über seine Mutter und die nordkoreanische Wahlarithmetik reißt, um Möchtegerngenozidlers Unbesiegbarkeit zu untermauern, vergisst er ganz subtil, dass seine politische DNA tief in den dunkelsten Kapiteln des Balkans verwurzelt ist.
Dass er mitten im Herzen Serbiens den verurteilten Kriegsverbrecher Mladic ganz ungeniert zum Helden deklariert, ist ja schließlich das perfekte Fundament für eine friedliche und zukunftsorientierte Nachbarschaftspolitik. Aber wer braucht schon das Haager Tribunal oder historischen Anstand, wenn man stattdessen im fließenden Übergang von Chauvinismus zu Humor über die Erfindung neuer Buchstaben philosophieren kann?
Am Ende bleibt die Erkenntnis, für das ganz große patriotische Kino reicht es im Wahlkampf eben immer, solange man laut genug "Keine Kapitulation“ brüllt und berechtigte Kritik einfach als "Verrat ausländischer Geheimdienste“ brandmarkt. Das ist wahre politische Reife, bei der man sich als Bürger nicht einmal mehr den Blutdruck messen lassen möchte.
 
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