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Nachrichten aus Serbien

B92:„Der Staat wird nach den Wahlen kein Chaos zulassen“; Brnabić und Mali: „Am 25. Oktober wählen wir ein freies Land“
Die Kandidaten auf der Liste „Vereintes Serbien – Aleksandar Vučić“, Ana Brnabić, Siniša Mali und Stojan Radenović, waren zu Gast im Fernsehen bei K1.

Ana Brnabić sprach über die Kundgebung in Novi Sad.
„Du warst bei der Debatte. Jeder dort hatte ein ziemlich persönliches Gefühl bezüglich all der Botschaften, die dort gesendet wurden. Für mich war es zuerst faszinierend zu sehen, dass es Aleksandar Vučić durch eine kluge Politik gelungen ist, die Spannungen zu senken. Sie wissen, dass wir mehrmals versucht haben, Kundgebungen in Novi Sad abzuhalten. Von der ‚Studentenliste‘ wurde mit Unruhen und Zwischenfällen gedroht. Vučić entschied sich, die Kundgebungen in Novi Sad zu verschieben – er verschob sie so weit, dass jeder in Serbien sehen konnte, dass Aleksandar Vučić sein Bestes gegeben hat, um die Gemüter zu beruhigen. So kam es, dass selbst die Leute von der ‚Studentenliste‘ zu Straßenprotesten ohne Zwischenfälle aufriefen. Vučić hat vor dieser Kundgebung bewiesen, dass Serbien ein freies Land ist, dass jeder in jede Stadt und jedes Dorf reisen kann und dass alles ohne Spannungen ablaufen kann. Chapeau vor Aleksandar Vučić“, sagt Brnabić

„Wir werden die Hand reichen, wir werden siegen. Für mich persönlich sind das die wichtigsten, absolut entscheidenden Wahlen für Serbien. Für mich entscheidet sich am 25. Oktober das Schicksal Serbiens – ob wir ein freies, demokratisches Land bewahren werden oder ob wir in den Terror oder Totalitarismus abgleiten, falls die ‚Studentenliste‘ gewinnt. Wir werden um Serbiens willen siegen, aber wir werden die Hand reichen – das sind unsere Brüder, unsere Mitbürger. Je näher dieser 25. Oktober rückt, desto mehr hören wir von revolutionärem Terror. Gestern, mitten in der Debatte, drohte ein Rentner, der Mitglied der ‚Studentenliste‘ ist, Siniša Mali. Das ist politischer Spin. Sie sagen, sie seien für die Rechtsstaatlichkeit, und dann sagen sie: ‚Wir werden euch am 26. verhaften.‘ Das ist Terror. Wir haben eine Botschaft des Friedens und der Stabilität vonseiten Aleksandar Vučićs und der Liste ‚Aleksandar Vučić – Vereintes Serbien‘, während diese anderen jeden ins Gefängnis stecken wollen“, sagte Brnabić.

„Mir war es wichtig, zu diesem Blockade-Fernsehen zu gehen, gegen Đilas und den Rentner-‚Studenten‘ von der ‚Studentenliste‘. Ana spricht von Terror und Totalitarismus. Wir können auf ihren Fernsehsendern nicht gehört werden. Zahnlose, Schüler... Sie halten sich für gottgegeben...“, sagte Mali.

 
Es ist wirklich rührend zu sehen, wie Ana Kampfleseb und Sinisa der Kleine im regierungsnahen Fernsehen bereits präventiv das ganz große Drama inszenieren.
Da zittert die Staatsspitze staatstragend vor dem drohenden "revolutionären Terror“ von wandernden Studenten und einem anscheinend brandgefährlichen, debattierenden Rentner.
Wie herrlich transparent ist bitte die Panik, dass Serbien direkt in den Totalitarismus abgleitet, falls die Wähler am 25. Oktober 2026 fälschlicherweise das Kreuz bei der Konkurrenz machen.
Natürlich rollen Ana und Sinisa nur deshalb die Rhetorik vom "bevorstehenden Chaos“ aus, weil sie fest davon ausgehen, dass das serbische Volk die unendliche Weisheit von Aleksandar Möchtegerngenozidler im Wahllokal nicht mehr bedingungslos würdigt.
Da nützt es anscheinend auch nichts mehr, dass man vorher 100.000 (laut anderslautenden Quellen waren es nur 16.500) Menschen im Parteibus nach Novi Sad gekarrt hat. Wenn die eigene Machtbasis schwindet, mutiert eine demokratische Wahl eben ganz schnell zur Apokalypse, bei der am Tag danach angeblich das Gefängnis droht. Ein absolut meisterhafter Offenbarungseid, der zeigt, wer so laut vor dem Verlust von "Freiheit und Demokratie“ warnt, meint damit eigentlich nur den Verlust der eigenen Sessel.
 
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