Parlamentswahl in Russland geht zu Ende
In Russland geht heute die dreitägige Parlamentswahl zu Ende. Erste Ergebnisse der Wahl zur Staatsduma werden nach Schließung der letzten Wahllokale in Kaliningrad am Abend erwartet. Laut Wahlleitung lag die Beteiligung an den ersten beiden Wahltagen bereits bei über 40 Prozent.
Kreml-Chef Wladimir Putin hatte die Russen aufgefordert, mit ihrer Stimmabgabe einen Beitrag zum Sieg des Landes im Angriffskrieg gegen die Ukraine zu leisten.
Opposition nicht zugelassen
Die seit über 20 Jahren regierende Kreml-Partei Geeintes Russland erwartet nach dem Ausschluss der Antikriegspartei Jabloko eine Zweidrittelmehrheit. Für die Partei kandidieren Dutzende Kriegsveteranen.
Mehr als 110 Millionen Russinnen und Russen wurden zur Wahl von 450 Abgeordneten für die neue Staatsduma in Moskau aufgerufen. Die Opposition ist nicht zugelassen. Die zehn Parteien auf dem Wahlzettel gelten durchweg als kremlnah – und als Unterstützerinnen des von Putin befohlenen Krieges.
Erstmals besetzte Gebiete dabei
Gegen den Protest der Ukraine wird die Wahl erstmals auch in den von Russland kontrollierten Teilen der annektierten ukrainischen Regionen Luhansk, Donezk, Saporischschja und Cherson abgehalten. Zum wiederholten Mal bei einer Wahl dabei ist die schon 2014 einverleibte Schwarzmeer-Halbinsel Krim.
orf.at