Aktuelles
  • Herzlich Willkommen im Balkanforum
    Sind Sie neu hier? Dann werden Sie Mitglied in unserer Community.
    Bitte hier registrieren

Nachrichten Russland

Laut Dmitri Beloussow, Leiter der Abteilung für makroökonomische Analyse und Prognose (Bruder des russischen Verteidigungsministers Andrei Beloussow), zählen zu den Stärken der russischen Wirtschaft ihre Fähigkeit, Sanktionen zu widerstehen. Einige Bereiche hätten sich in Krisenzeiten als sehr widerstandsfähig erwiesen, und die extreme Armut sei erfolgreich bekämpft worden. „Um jedoch voranzukommen, müssen wir neue Wege gehen, und das ist das Problem“, sagte Beloussow am 17. Dezember bei einer internen Sitzung des Stolypin-Clubs.

„Wir haben die Situation der späten 1990er-Jahre, als 15 % der Bevölkerung arm waren und nichts zu essen hatten, im Grunde hinter uns gelassen“, so Beloussow. Dennoch leben 30–40 % der Bevölkerung nahe der Armutsgrenze – sie „haben gerade genug für Essen und Kleidung“, und „das ist auch sehr schlimm“, fügte Belousov hinzu. Dies betrifft seinen Schätzungen zufolge etwa 40–60 Millionen Menschen.

Die russische Wirtschaft verzeichnete in den vergangenen 9 Monaten einen Rückgang der Investitionen und der Produktion in den meisten Industriezweigen, bemerkte er. Das Haushaltsdefizit wachse, und infolgedessen steige die Steuerbelastung, so Belousow.

Laut Rosstat betrug das russische BIP-Wachstum im dritten Quartal 2025 0,6 % im Jahresvergleich und wird für Januar bis September 2025 auf minus 1 % geschätzt.
------------------------------------------

Wie man sieht die Sanktionen wirken und das Wirtschaftswachstum im Jahr 2025 ist negativ. Der Druck müsse aufrechterhalten werden, damit auch die einfachen Russen, die den Krieg unterstützen, die Auswirkungen des sinkenden Lebensstandards zu spüren bekämen. Und sie unterstützen den Krieg, wie die Tatsache zeigt, dass die russische Armee immer noch in der Lage ist, genug Freiwillige für den Krieg zu rekrutieren.
 
Russland soll Hyperschallraketen in Belarus stationieren
Russland stationiert zwei US-Thinktanks zufolge offenbar neue atomwaffenfähige Hyperschallraketen auf einem früheren Luftwaffenstützpunkt im Osten von Belarus. ⁠

Sie seien sich zu 90 Prozent sicher, dass mobile Startrampen für Raketen des Typs Oreschnik auf die Basis nahe Kritschew verlegt würden, sagten Jeffrey Lewis vom Middlebury Institute of International Studies und Decker Eveleth von der CNA Corporation der Nachrichtenagentur Reuters.

Damit könnte Russland theoretisch seine Fähigkeit ausbauen, Ziele in ganz Europa anzugreifen. Die Einschätzung decke sich weitgehend mit Erkenntnissen von US-Geheimdiensten, berichtete Reuters heute Abend.

Bis zu 5.500 Kilometer Reichweite
Der russische Präsident Wladimir Putin hatte angekündigt, Oreschnik-Mittelstreckenraketen in Belarus zu stationieren. Der genaue Standort war jedoch bisher nicht bekannt. Die Oreschnik hat eine geschätzte Reichweite von bis zu 5.500 Kilometern. Sie soll mehr als die zehnfache Schallgeschwindigkeit erreichen und ist Putin zufolge praktisch unmöglich abzufangen.

Experten sehen in dem Schritt eine Reaktion auf die geplante Stationierung von US-Raketen in Deutschland im kommenden Jahr. Der belarussische Verteidigungsminister Wiktor Chrenin bezeichnete die Pläne zuletzt als „unsere Antwort“ auf die „aggressiven Handlungen“ des Westens.

 
Putins Chef-Hetzer verstört mit Rede: "Im Krieg zeigen sich alle guten Eigenschaften"
Wladimir Putins Chef-Propagandist Wladimir Solowjow hat bei einer Preisverleihung im Kreml eine bizarre Dankesrede gehalten. Er sagte dort unter anderem, dass der Ukraine-Krieg seiner Generation "wieder einen Sinn" gegeben habe.
An Heiligabend hat Machthaber Wladimir Putin im Katharinenpalast des Kremls Auszeichnungen an verdiente russische Staatsbürger verliehen. Darunter war auch Chef-Propagandist Wladimir Solowjow, der im russischen Staatsfernsehen das Narrativ des Kremls verbreitet und immer wieder zur Zerstörung des Westens aufruft.

Solowjow: "Im Krieg zeigen sich alle guten Eigenschaften"
In seiner Dankesrede hob der 62-Jährige mit verstörenden Worten die Wichtigkeit des Krieges gegen die Ukraine hervor: "Der Krieg hat meiner Generation, die irgendwann einmal dachte, dass das Vaterland nicht mehr existiere, wieder einen Sinn gegeben. Er hat ihr Stolz, Verständnis und Selbstbewusstsein zurückgegeben. Es ist klar geworden, dass der Mensch für den Krieg geschaffen wurde. Im Krieg zeigen sich alle guten Eigenschaften. Das ist keine Freude, aber es ist eine Erkenntnis. Denn hinter dir steht ein Land, in das du das Böse nicht eindringen lassen darfst, und Familien, die du vor dem Schrecken retten musst, den die Bewohner des Donbass seit vielen Jahren erleben", so Putins Chef-Hetzer.

"Wenn Gott mit uns ist, wer ist dann gegen uns?"
Dann führt Solowjow weiter aus: "Aber ein Russe – unabhängig von seiner Religion oder ethnischen Zugehörigkeit – ein Russe ist für den Sieg geschaffen. Das unterscheidet uns von allen anderen. Krieg ist von Natur aus heilig. Wir bekämpfen das absolut Böse. Deshalb ist unser Sieg unvermeidlich. Weil wir Russen sind, ist Gott mit uns. Und wenn Gott mit uns ist, wer ist dann gegen uns? Ich danke Ihnen für die Gelegenheit hier zu sein und das Heldentum des russischen Volkes auf dem höchsten Gipfel seines Dienstes für das Vaterland zu zeigen. Vielen Dank."

 
Russische Zeitung feiert ideologische Nähe zu Washington
Eine russische Zeitung schreibt offen, die USA sähen Russland nicht länger als Bedrohung. Der politische Kurs des US-Präsidenten liege näher bei den Werten von Wladimir Putin als bei jenen Europas. Gemeint ist ein Weltbild, das nationale Stärke über internationale Regeln stellt. Der US-Präsident Donald Trump erscheine in diesem Text nicht als Gegner, sondern als Partner im Denken. Europa wird darin als liberaler Machtblock beschrieben, der zurückgedrängt werden müsse. Demokratische Institutionen gelten als Hindernis, nicht als Schutz. Die Wortwahl ist eindeutig und bewusst provokativ. Sie signalisiert Zustimmung, nicht Analyse. Dass solche Töne öffentlich angeschlagen werden, ist kein Zufall. Sie zielen auf Spaltung zwischen den USA und Europa. Der Text liest sich wie eine Einladung zur Neuordnung der Bündnisse. Nicht verdeckt, sondern ausgesprochen.

 
Abrakadabra, sim sala Putin – Wir hatten gestern bereits berichtet – jetzt wechselt der Tanker die Flagge
Wir hatten gestern bereits darüber berichtet, doch die Geschichte geht weiter. Der flüchtende Öltanker Bella 1 ist inzwischen offiziell umbenannt und in ein russisches Schiffsregister aufgenommen worden. Laut dem russischen Seeschiffsregister fährt das Schiff nun als Marinera, mit Heimathafen Sotschi und russischer Flagge. Dieser Schritt könnte das Entern durch US-Kräfte erschweren, da Schiffe grundsätzlich unter dem Schutz ihres Flaggenstaates stehen. US-Behörden halten dagegen, dass der Tanker beim ersten Kontakt mit der Küstenwache keine gültige Flagge führte. Damit galt er als staatenlos und rechtlich angreifbar. Seitdem entzieht sich das langsam fahrende Schiff der Kontrolle, nachdem es auf dem Weg war, Öl in Venezuela aufzunehmen. Crewmitglieder sollen zuletzt sogar eine russische Flagge auf den Rumpf gemalt haben.

Washington sieht darin den Versuch, russischen Schutz zu erzwingen. Die USA haben bereits zwei andere Tanker aus Venezuelas Ölhandel beschlagnahmt und verfügen auch für die Bella 1 über einen richterlichen Beschlagnahmebeschluss. Hintergrund sind frühere Transporte iranischen Öls, das nach US-Angaben zur Terrorfinanzierung diente. Ob die kurzfristige russische Registrierung rechtlich trägt, ist offen. Sicher ist nur: Der Fall ist nicht abgeschlossen.

 
Putin zum Jahreswechsel – viel Routine, wenig Krieg
Mit „BlaBlaBla“ wäre die Rede bereits beschrieben …

Wladimir Putin widmete dem Krieg gegen die Ukraine in seiner Neujahrsansprache nur wenige Sekunden. Vor den Mauern des Kremls sprach er von Pflicht, Heimat und Gerechtigkeit, ohne auf Details einzugehen. Der Rest der Rede blieb vertraut, ruhig, beinahe beliebig. Russland als große Familie, geeint, auf dem Weg in eine bessere Zukunft. Auffällig ist, was fehlte. Kein Wort zu möglichen Friedensgesprächen, kein Hinweis auf Vermittlungsversuche durch Donald Trump, kein Ausblick auf ein Ende der Kämpfe. Dabei zeigen Umfragen, dass eine Mehrheit der russischen Bevölkerung inzwischen Verhandlungen befürwortet. Gleichzeitig meidet der Präsident jede konkrete Perspektive.

Stattdessen folgten neue Vorwürfe gegen die Ukraine nach einem angeblichen Drohnenangriff, die Wolodymyr Selenskyj umgehend zurückwies. In Moskau wurden daraus Signale für eine härtere Linie abgeleitet. Die Rede zum Jahreswechsel blieb kurz. Die Bereitschaft, den Krieg nicht zu beenden, war deutlich erkennbar – ein Verhalten, das Kriegsverbrecher kennzeichnet und von AFD-Alice Weidel dennoch bewundert wird.

 
Unter der Wasserlinie der Wahrheit – Wie die „Ursa Major“ mit nuklearen VM-4SG-Reaktorhüllen verschwand
Die Spur war nicht die Explosion, sondern eine Unstimmigkeit. Ein russisches Frachtschiff, unterwegs auf einer Route, die jeder maritimen Logik widersprach, meldete eine harmlose Ladung – leere Container, Hafenkräne, Ausrüstung. Doch die Ursa Major fuhr nicht den kurzen Weg von St. Petersburg nach Wladiwostok, sondern nahm Kurs durch das Mittelmeer. Als sie Ende Dezember 2024 rund 60 Seemeilen südlich von Cartagena in Seenot geriet, begann eine Kette von Ereignissen, die heute – nach Recherchen gemeinsam mit spanischen Kollegen und einem russischen Aktivistennetzwerk – in einer brisanten Schlussfolgerung mündet:An Bord befanden sich zwei VM-4SG-Reaktorhüllen, bestimmt für Nordkorea.

Die Bezeichnung „VM-4SG“ steht für eine spezielle Klasse russischer Schiffsreaktoren, die ursprünglich für den Einsatz in Atom-U-Booten entwickelt wurden. Es handelt sich nicht um komplette Reaktorsysteme, sondern um die äußeren Hüllen dieser Reaktoren – also um die tonnenschweren, hochspezialisierten Druckbehälter, die später mit nuklearem Brennstoff und Steuertechnik bestückt werden. Sie sind das industrielle Rückgrat eines Antriebs, der einem U-Boot monatelange Unterwasserfahrt ermöglichen kann. Entsprechend sensibel ist ihr Transfer: Wer solche Bauteile verschifft, exportiert strategische Militärtechnologie.

 
Sanktionen umgehen
Erster Eistanker öffnet Putin neue Wege
Das arktische Eis stellt bislang ein Hindernis für Putins Schattenflotte dar. Jetzt soll ein neuer Gastanker dieses Problem lösen.

Russlands Machthaber Wladimir Putin dürfte es bald etwas leichter haben, sein Flüssiggas an die Kunden der russischen Energieunternehmen zu bringen. Ein neuer Eistanker, der auch durch das dicke Eis der Arktis fahren kann, ist jetzt in See gestochen. Die "Alexei Kosygin" wurde laut der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Interfax dem Unternehmen Sovcomflot übergeben, das die größte Tankerflotte Russlands besitzt.

Damit könnte Putin das Problem des sicheren Transports seines Flüssiggases durch die Arktis lösen. Russland hat nur wenige Tanker, die das dicke arktische Eis durchbrechen und die russische LNG-Förderanlage Arctic-LNG 2 erreichen oder von ihr ablegen können. Die meisten scheitern bei Eisdicken von mehr als einem Meter.

Das Flüssiggas wird unter anderem an China und Japan verkauft. Die Route durch die Arktis verhindert, dass man an Ländern vorbeifährt, die die Ukraine unterstützen und die Schiffe aufbringen könnten. Außerdem ist der Weg über das russische Nordmeer nach China auch kürzer.

 
Zurück
Oben