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General angeschossen: Moskau spricht von Spur nach Polen
Am Anschlag auf den General Wladimir Alexejew in Moskau war nach Darstellung des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB auch der polnische Geheimdienst beteiligt. Beide nach der Tat festgenommenen Verdächtigen hätten ihre Beteiligung inzwischen gestanden, teilte der FSB heute auf seiner Website mit.

Der Schütze sei dabei „unter Beihilfe polnischer Geheimdienste“ und dessen in Polen lebenden Sohns von Kiew für den Anschlag angeheuert worden, heißt es.

Demnach soll er im August 2025 vom ukrainischen Geheimdienst SBU angeworben worden sein. Der Tatverdächtige besitzt einen russischen Pass, soll aber ukrainische Wurzeln haben und sich zu der Zeit in Ternopol aufgehalten haben. Anschließend sei er auf Umwegen nach Russland gebracht worden. Für den Mord an Alexejew seien ihm 30.000 US-Dollar in Aussicht gestellt worden, heißt es.

 

In den Jahren nach seiner Ankunft erhielt Petrow Unterstützung vom deutschen Staat. Er bekam eine Sozialwohnung und eine Krankenversicherung, außerdem eine kostenlose Umschulung zum Elektrotechniker. Er wurde deutscher Staatsbürger. Es ging ihm gut, zumindest von außen betrachtet. Warum möchte er jetzt trotzdem weg?
Na toll... Auch hierfür wäre Remigration eine Lösung.
 
Lawrow sieht keine „rosige Zukunft“ für wirtschaftliche Kooperation mit den USA
Russlands Außenminister Sergei Lawrow sieht keine Zukunft für die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit den USA. Trotz Friedensbemühungen im Ukraine-Krieg bleibt das Verhältnis angespannt.
Russlands Außenminister Sergei Lawrow hat sich in einem Interview mit dem Sender TV Brics zur Beziehung zwischen Russland und den USA geäußert. Laut „Reuters“ erklärte er, dass Moskau zwar offen für eine Zusammenarbeit sei, jedoch keine Hoffnungen auf eine Verbesserung der wirtschaftlichen Beziehungen habe. Die Vereinigten Staaten würden weiterhin auf „wirtschaftliche Dominanz“ setzen, sagte Lawrow.

Keine Perspektive für Wirtschaftszusammenarbeit
Der russische Chefdiplomat erklärte, dass es keine „rosige Zukunft“ für die wirtschaftliche Zusammenarbeit gebe. Kreml-Vertreter wie Kirill Dmitriew hatten zwar in der Vergangenheit über eine mögliche Wiederbelebung der wirtschaftlichen Beziehungen im Zuge eines Friedensabkommens im Ukraine-Krieg gesprochen, doch die Realität sieht anders aus.

US-Präsident Donald Trump verhängte neue Sanktionen gegen Russlands Energiesektor, was die Beziehungen weiter belastet. Gleichzeitig hatte er mehrfach von einer Wiederaufnahme der wirtschaftlichen Kooperation gesprochen und im August 2025 sogar den russischen Präsidenten Wladimir Putin in Alaska empfangen.

 
Russland kündigt Einschränkungen bei Nutzung von Telegram an
Russland hat angekündigt, den Onlinedienst Telegram wegen mutmaßlicher Verstöße gegen die Rechtsvorschriften zum Umgang mit Nutzerdaten einzuschränken. Die staatliche Medienaufsichtsbehörde Roskomnadsor teilte gestern in einer von Staatsmedien zitierten Erklärung mit, dass sie „weiterhin schrittweise Beschränkungen“ gegen die Plattform verhängen werde. Telegram-Gründer Pawel Durow und Aktivisten kritisierten den Schritt.

Laut russischem Gesetz sind Plattformen verpflichtet, Daten über Nutzer innerhalb Russlands zu speichern. Zudem müssen die Plattformen Anstrengungen unternehmen, um das, was Moskau als „kriminelle und terroristische Zwecke bezeichnet“, zu unterbinden.

Kritikerinnen und Kritiker sowie Menschenrechtsorganisationen sehen darin den offensichtlichen Versuch des Kremls, die Kontrolle und Überwachung über die Internetnutzung in Russland zu verstärken.

Telegram: Soll Umstieg auf staatliche App erzwingen
Der in Russland geborene und außerhalb des Landes lebende Telegram-Gründer Durow schrieb auf seinem Telegram-Kanal: „Russland schränkt den Zugang zu Telegram ein, um seine Bürger zum Wechsel zu einer staatlich kontrollierten App zu zwingen, die für Überwachung und politische Zensur entwickelt wurde.“

 
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Roskomnadzor, die russische Regulierungsbehörde für Kommunikation, hat Facebook*, Instagram*, WhatsApp* und YouTube* vollständig gesperrt. Die Adressen dieser Webseiten wurden aus den von der Behörde kontrollierten DNS-Diensten entfernt. Innerhalb von zwei Tagen hat die Behörde vier große ausländische Dienste blockiert.

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Telegram soll bis zum Herbst ebenfalls gesperrt werden. Russland folgt dem Beispiel Chinas und Nordkoreas und baut seinen eigenen sogenannten „souveränen Internet“ auf
 
Recherchen zeigen auf: Ohne Kontrolle, ohne Vertrag – Wie Putins „Wunderwaffen“ Russlands Sicherheit untergraben
Am 5. Februar 2026 endete der letzte verbliebene Vertrag zur Begrenzung strategischer Atomwaffen zwischen Russland und den USA. Er lief aus, ohne Verlängerung, ohne Ersatz, ohne neues Kontrollregime. Zum ersten Mal seit Jahrzehnten existiert kein verbindlicher Mechanismus mehr, der Transparenz über die jeweiligen Arsenale schafft. Während diese sicherheitspolitische Leerstelle entsteht, präsentiert der Kreml eine Reihe angeblich „beispielloser“ Waffensysteme, die Russlands strategische Position auf Jahrzehnte sichern sollen. Tatsächlich haben sie weder den Krieg in der Ukraine verändert noch die langfristige Sicherheit des Landes gestärkt. Im Gegenteil.

Das russische Atom-U-Boot BS-329 „Belgorod“ ist mit sechs nuklear bestückten Status-6-„Poseidon“-Torpedos ausgerüstet, die angeblich nukleare Tsunamis auslösen können. Die Sprengkraft eines „Poseidon“-Torpedos wird mit 100 Megatonnen angegeben, also 100.000 Kilotonnen. Die immer wieder genannten 100.000 Kilotonnen klingen gewaltig, doch gerade diese Zahl lässt Zweifel an der tatsächlichen Einsatzrealität aufkommen – denn eine derart extreme Sprengkraft wäre technisch denkbar, militärisch jedoch schwer integrierbar und bislang durch keine unabhängigen Belege bestätigt.

Seit 2018 führt Wladimir Putin regelmäßig eine Liste sogenannter „Wunderwaffen“ an: die atomgetriebene Marschflugkörperrakete „Burewestnik“, die unbemannte Nukleartorpedo „Poseidon“, die Interkontinentalrakete „Sarmat“, der Hyperschall-Gleitflugkörper „Awangard“, die Luft- und Seeraketen „Kinschal“ und „Zirkon“ sowie zuletzt die Mittelstreckenrakete „Oreschnik“. Ihnen allen wird zugeschrieben, „keine Analoga in der Welt“ zu besitzen. Die Versprechen sind gewaltig: unbegrenzte Reichweite, Unverwundbarkeit gegen Raketenabwehr, kinetische Einschläge „wie Meteoriten“, Geschwindigkeiten jenseits von 20 Mach, Zerstörungskraft, die ganze Landstriche verwüsten könne.

 
Russland sperrt auch WhatsApp
Russland hat nach Telegram auch den Messengerdienst WhatsApp gesperrt. Laut Kreml-Sprecher Dmitri Peskow ist die Sperre auf den „Widerwillen“ des Unternehmens zurückzuführen, sich an russisches Recht zu halten.

Peskow rief die Bevölkerung auf, stattdessen die 2025 eingeführte staatliche Plattform Max zu nutzen, über die auch Zahlungen und staatliche Dienstleistungen abgewickelt werden können.

Vor wenigen Tagen war bereits der beliebte Dienst Telegram gesperrt worden. Telegram warf Moskau vor, die Bevölkerung damit zum Umstieg auf die von der Regierung überwachten russischen Apps zwingen zu wollen.

WhatsApp beklagt Blockade
WhatsApp hatte am Vorabend via X einen Versuch der russischen Regierung angeprangert, seine Dienste „vollständig zu blockieren“, um die Menschen zur Nutzung der staatlichen „Überwachungs-App“ Max zu drängen.

 
"Doppelgänger"-Kampagne: Desinformation aus Russland: Hacker enttarnt Netzwerk
Seit Jahren schaut ein Hacker russischen Akteuren heimlich über die Schulter, während sie Desinformation verbreiten. Einblicke in eine Kampagne, vor der Behörden lange warnen.

Wer steckt hinter der "Doppelgänger"-Kampagne? Ein Hacker enttarnt Desinformations-Netzwerk.

Hugo zieht sein Smartphone aus der Tasche und wedelt damit herum. Hugo heißt in Wahrheit anders. Um seine Identität zu schützen, trifft ihn ZDF frontal nicht an seinem Wohnort, sondern in Barcelona am Hafen. Während hier Touristen Fotos von der berühmten Seilbahn auf den Montjuïc schießen, schaut Hugo auf seinem Display nach, wer gerade versucht, Demokratien zu destabilisieren und Desinformation zu streuen - und zwar lange bevor es passiert.

Schon wenn sich jemand auf einer Reihe von Webseiten einloggt, die Falschinformationen verteilen, leuchtet sein Smartphone auf. Dann loggt sich oft auch Hugo dort ein - und ist der erste Außenstehende, der jene Geschichten liest, die vor allem dem Kreml gefallen sollen.

Hunderte Gigabyte entwendet
Einige Webseiten lassen sich von seriösen Nachrichtenportalen kaum unterscheiden. Andere tragen obskure Namen wie "Stolzfolk", "Östlicher Wind" oder "Kaputte Ampel" - sie geben vor, aus Deutschland zu stammen und für die angeblich schweigende Mehrheit zu sprechen. In Wahrheit, sagt Hugo, kommen sie aus Russland.

Er weiß das, sagt er, weil er diese und viele weitere Seiten gehackt hat und die Spuren, die er findet, eindeutig nach Russland führen. Über Monate hinweg schleuste er Hunderte Gigabyte interner Daten heraus. Fotos, Passwörter, Statistiken. Aus den Zahlen kann er ablesen, in welchen Momenten die Desinformation am besten zu wirken scheint. Nämlich immer dann, wenn es zu einer Krise kommt.

Seit Jahren warnen deutsche Behörden vor Desinformations-Kampagnen aus Russland. Eine dieser Kampagnen wird "Doppelgänger" genannt - dabei wurden 2022 auch bekannte Nachrichten-Webseiten geklont, sodass Besucher auf den ersten Blick dachten, Informationen des "Spiegel" oder der "Süddeutschen Zeitung" zu lesen. Deswegen: Doppelgänger.

Es gibt Dutzende Berichte über die Kampagne, von Journalisten und IT-Sicherheitsfirmen, vom FBI und von Nichtregierungsorganisationen, und sie alle sind sich einig: Doppelgänger kommt aus Russland, anscheinend im Auftrag des Kremls.

Seitdem wurden Anklageschriften geschrieben und Firmen und Personen sanktioniert, die als Putins "Agenten der Einmischung" eine Rolle gespielt und operiert haben sollen. Und doch geht es weiter.

 
„Kinder von Propaganda durchtränkt“: Oscar-nominierte Doku zeigt Putins absurde Schul-Doktrinen
Der Dokumentarfilm „Ein Nobody gegen Putin“ macht deutlich, wie sehr Russlands Präsident sein Land im Ukraine-Krieg instrumentalisiert. Welche Szenen haften bleiben.

Karabasch, Russland – „Die Geschichtslehrerin erklärte, dass Russland, die Ukraine und Belarus befreundete Länder seien. Aber dass die Ukraine auf dem Weg zum Neonazismus sei und wir sie befreien müssen“. So heißt es im Dokumentarfilm „Ein Nobody gegen Putin“ (internationalter Titel: „Mr. Nobody against Putin“) von Pavel Ilyich Talankin, seines Zeichens russischer Videofilmer und Veranstaltungskoordinator einer Schule in Karabasch.

Eine kleine Gemeinde, am Ostrand des Südlichen Urals gelegen. Geprägt wird das Stadtbild vom Unternehmen Karabaschmed AG, einer Kupferhütte. Diese war in der Vergangenheit immer wieder für erhebliche Umweltverschmutzung verantwortlich. Von der UNESCO wurde Karabasch sogar auf die Liste der am stärksten verschmutzten Städte der Welt gesetzt. Und doch wirken die Einwohner von Karabasch glücklich und zufrieden mit dem, was sie haben – bis zum Schicksalstag, dem 24. Februar 2022. Der Beginn des von Wladimir Putin geführten Ukraine-Kriegs, dessen Auswirkungen sich auch im Ural niederschlagen sollten.

 
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