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Nachrichten Russland

Russland: USA und Türkei sollen Waffenlieferung an Ukraine erklären
Würde „unseren bilateralen Beziehungen zu Washington und Ankara ernsthaft schaden“, so Russland.
Russland hat die USA und die Türkei aufgefordert, Berichte über mögliche Pläne zur Lieferung eines „erheblichen Arsenals“ von US-Waffen und Munition, die die Türkei besitzt, an die Ukraine zu erläutern, erklärte die Sprecherin des russischen Außenministeriums. Eine solche Lieferung würde „unseren bilateralen Beziehungen zu Washington und Ankara ernsthaft schaden“, teilte Sprecherin Maria Sacharowa in einer Erklärung mit.

Dies werde nur „das Ende des Kiewer Regimes hinauszögern“, sagte Russlands Außenamtssprecherin. Die Behörden der USA und der Türkei hätten damit „eine weitere Büchse der Pandora geöffnet“, wurde sie von der Staatsagentur Tass zitiert.

Geschäft im Umfang von 283 Millionen US-Dollar
Vor knapp einer Woche war aus einer Mitteilung des US-Außenministeriums an den Kongress ein größerer Waffenkauf der Ukraine in der Türkei bekannt geworden. Kiew kauft demnach ein größeres Paket mit US-produzierten Artilleriewaffen, das auch 70 Raketen des Typs ATACMS umfasst. Zu dem Geschäft - das ausschließlich Waffen älterer Bauart umfasst - gehören weiter 12 Mehrfachraketenwerfer M270, mehr als 2.500 Artillerieraketen vom Kaliber 227 Millimeter mit Streumunition sowie 47.000 Artilleriegranaten 203 Millimeter mit Streumunition.

 
Russland: USA und Türkei sollen Waffenlieferung an Ukraine erklären
Würde „unseren bilateralen Beziehungen zu Washington und Ankara ernsthaft schaden“, so Russland.
Russland hat die USA und die Türkei aufgefordert, Berichte über mögliche Pläne zur Lieferung eines „erheblichen Arsenals“ von US-Waffen und Munition, die die Türkei besitzt, an die Ukraine zu erläutern, erklärte die Sprecherin des russischen Außenministeriums. Eine solche Lieferung würde „unseren bilateralen Beziehungen zu Washington und Ankara ernsthaft schaden“, teilte Sprecherin Maria Sacharowa in einer Erklärung mit.

Dies werde nur „das Ende des Kiewer Regimes hinauszögern“, sagte Russlands Außenamtssprecherin. Die Behörden der USA und der Türkei hätten damit „eine weitere Büchse der Pandora geöffnet“, wurde sie von der Staatsagentur Tass zitiert.

Geschäft im Umfang von 283 Millionen US-Dollar
Vor knapp einer Woche war aus einer Mitteilung des US-Außenministeriums an den Kongress ein größerer Waffenkauf der Ukraine in der Türkei bekannt geworden. Kiew kauft demnach ein größeres Paket mit US-produzierten Artilleriewaffen, das auch 70 Raketen des Typs ATACMS umfasst. Zu dem Geschäft - das ausschließlich Waffen älterer Bauart umfasst - gehören weiter 12 Mehrfachraketenwerfer M270, mehr als 2.500 Artillerieraketen vom Kaliber 227 Millimeter mit Streumunition sowie 47.000 Artilleriegranaten 203 Millimeter mit Streumunition.

Was die Russen sagen juckt die USA seit 1991 nicht
 
Moskau: Ökonom sagt Niederlage voraus und wird entlassen
In Moskau hat der prominente Ökonom Andrej Klepatsch Russland in seinem Abnutzungskrieg gegen die Ukraine eine Niederlage vorhergesagt und nun seinen Job verloren. Das Staatsunternehmen VEB.RF, Russlands führende Institution für wirtschaftliche Entwicklung, habe seinen Chefökonomen entlassen, berichteten mehrere russische Medien gestern Abend.

Klepatsch war zuvor mit Äußerungen zitiert worden, nach denen es für Russland unmöglich sei, den Abnutzungskrieg gegen die Ukraine zu gewinnen. Er zeigte sich auch überzeugt, dass Russland auf eine Krise zusteuere.

Die Zeitung „The Moscow Times“ hatte über einen Vortrag von Klepatsch in einem Club der Moskauer Börse berichtet, in dem der Ökonom bereits im Mai der Ukraine ein wirtschaftliches Überleben bescheinigt hatte. „Wir geben uns der Illusion hin, dass dort alles zusammenbrechen wird. Es ist nicht zusammengebrochen und wird auch nicht zusammenbrechen“, zitierte die Zeitung Klepatsch. Russlands Kosten hingegen stiegen, das Land werde „sowohl im technologischen als auch im wirtschaftlichen Wettbewerb weltweit“ den Kürzeren ziehen.

 
Russland schwärzt Papst Franziskus – Aussagen über LGBT-Menschen aus Autobiografie entfernt
In Russland ist selbst die Autobiografie von Papst Franziskus nicht vor der Zensur sicher. In der russischen Ausgabe seines Buches „Hoffnung“, erschienen bei Alpina Publisher, wurden mehrere Passagen über homosexuelle und transgeschlechtliche Menschen entfernt. Auf veröffentlichten Fotos sind Seiten zu sehen, auf denen ganze Textstellen mit Flächen abgedeckt wurden. Dieselben Kürzungen finden sich auch in der elektronischen Ausgabe. Die Theologin Natallia Vasilevich verglich die russische Fassung mit dem Original und stellte fest, welche Aussagen verschwunden sind. Gestrichen wurden unter anderem Franziskus‘ Worte, dass die Kirche auch homosexuellen und transgeschlechtlichen Menschen offenstehe.

Ebenfalls entfernt wurde seine Aussage, dass transgeschlechtliche Menschen getauft werden und Taufpaten sein können. Nicht mehr zu lesen ist außerdem der Satz, Homosexualität sei „kein Verbrechen, sondern eine menschliche Realität“. Aus der russischen Ausgabe verschwand auch der Hinweis auf die vatikanische Erklärung Fiducia supplicans, die unter bestimmten Bedingungen Segnungen von Menschen in gleichgeschlechtlichen Beziehungen erlaubt. Die Eingriffe passen zur russischen Gesetzgebung der vergangenen Jahre. Seit 2022 gilt ein vollständiges Verbot der sogenannten „Propaganda nichttraditioneller sexueller Beziehungen“. Auf dieser Grundlage nahmen Buchhandlungen und Onlinehändler bereits Hunderte Titel mit LGBT-Inhalten aus dem Verkauf. Hinzu kommt die Entscheidung des Obersten Gerichts, ein angebliches „Internationales LGBT-Movement“ als extremistisch einzustufen, obwohl eine solche Organisation in dieser Form gar nicht existiert. Damit wurde praktisch ein Instrument geschaffen, mit dem LGBT-Themen weit über einzelne Gruppen hinaus verfolgt werden können. Seit Beginn des Krieges hat sich der Druck auf den russischen Buchmarkt nochmals verschärft. Mindestens 600 Bücher sollen aus Zensurgründen aus dem Verkauf verschwunden sein.

Mehr als 50 Schriftsteller wurden als „ausländische Agenten“ eingestuft. Gegen Verlage und Buchhändler laufen Verwaltungs- und Strafverfahren. Nun wird selbst ein Papst nachträglich an russische Vorgaben angepasst. Seine Worte bleiben im Original bestehen, doch für russische Leser wird daraus eine Ausgabe, in der genau jene Sätze fehlen, die der staatlichen Politik widersprechen.

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Viele Jahre Straflager für russischen Kriegsgegner Schlosberg
Ein russisches Gericht hat heute den prominenten russischen Kriegsgegner und Oppositionellen Lew Schlosberg in einem umstrittenen Verfahren zu elf Jahren und einem Monat Haft im Straflager verurteilt.

Richterin Viktoria Maljamowa befand den Vizechef der liberalen Oppositionspartei Jabloko unter anderem der Verunglimpfung der russischen Streitkräfte für schuldig.

Maljamowa blieb damit leicht hinter dem Strafantrag der Staatsanwaltschaft, die am Freitag auf zwölf Jahre und einen Monat plädiert hatte. Der 63 Jahre alte Politiker wird das Urteil anfechten, wie Schlosbergs liberale Partei Jabloko mitteilte.

Unterstützer festgenommen
Russische Sicherheitskräfte haben indes in Moskau Dutzende Unterstützer der Antikriegspartei Jabloko in Gewahrsam genommen. Vor dem Obersten Gerichtshof wird auch über den Ausschluss der liberalen Oppositionspartei von der Parlamentswahl verhandelt.

 
Mit Lew Schlosberg verstummt eine der letzten Stimmen des Widerstands gegen Putin
Der prominente Vertreter der Oppositionspartei Jabloko und lautstarke Kriegsgegner wurde zu elf Jahren Straflager verurteilt

Für seinen "außergewöhnlichen Mut im Kampf für demokratische Werte, Menschenrechte und für ein freies Russland" erhielt der russische Publizist Lew Schlosberg 2016 den Boris-Nemzow-Preis. Zwei Jahre zuvor hatte er als Herausgeber der Zeitung Pskowskaja Gubernija über den Tod zweier russischer Soldaten in der Ukraine berichtet – und damit als Erster über den bis dato von Präsident Wladimir Putin geheim gehaltenen Krieg im Donezbecken. Wenig später wurde Schlosberg brutal überfallen und mit einem Schädel-Hirn-Trauma ins Krankenhaus eingeliefert – kein Einzelfall im Umgang mit Regimekritikern.

Auch zehn Jahre später – Russland führt unter Putin seit vier Jahren einen Angriffskrieg gegen die Ukraine – soll eine Politik der Einschüchterung Kritiker zum Schweigen bringen. Nur wenige trauten sich bis zuletzt, diesem Wahnsinn entgegenzutreten – darunter der mit einer Kardiologin verheiratete Schlosberg. Dafür muss er einen hohen Preis bezahlen: Der 63-Jährige wurde am Montag zu mehr als elf Jahren Haft im Straflager verurteilt.

 
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In Warschau wurde ein Teilnehmer des „Kongresses der Volksabgeordneten“, der Oppositionelle Sergej Wlasenko, tot aufgefunden.
Wlasenkos Leiche mit einer Kopfverletzung wurde von seinem Nachbarn entdeckt, der ebenfalls am „Kongress“ teilnahm. Bekannte des Verstorbenen vermuten, dass es sich um einen gewaltsamen Tod handelte.

Wlasenko war zuvor Abgeordneter im Fernen Osten; Nach Ausbruch eines umfassenden Krieges verließ er Russland und erhielt politisches Asyl in Polen. Er beteiligte sich an der Arbeit des „Kongresses der Volksabgeordneten“ und des „Forums der russischen Opposition zur Unterstützung der Ukraine“.

In den letzten Monaten lebte er laut Freunden in Warschau und verdiente seinen Lebensunterhalt mit saisonalen Einkünften. In offenen Quellen gibt es nur wenige Informationen über ihn.

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Seinem Nachnamen nach zu urteilen, ist er ein ethnischer Ukrainer, von dem es im Fernen Osten Russlands seit der Zarenzeit viele gibt.
 
Russland schickt Hyperschall-Fregatte als Eskorte für LNG-Tanker durch die Ostsee

Russland setzt inzwischen eines seiner modernsten Kriegsschiffe ein, um einen LNG-Tanker durch die Ostsee zu begleiten. Die Fregatte „Admiral Kasatonow“ wurde am Montag vor der deutschen Ostseeinsel Fehmarn zusammen mit dem unter russischer Flagge fahrenden Gastanker „Portowy“ gesichtet. Das Schiff gehört seit 2020 zur russischen Marine und ist mit Hyperschallraketen des Typs „Zirkon“ ausgerüstet, die auch nukleare Sprengköpfe tragen können. Dass Moskau ein solches Kriegsschiff für die Begleitung eines Handelsschiffes abstellt, ist ungewöhnlich. Der „Portowy“ dient normalerweise als schwimmender LNG-Speicher für die Anlage „Gazprom LNG Portowaja“ im Gebiet Leningrad. Nach den vorliegenden Schiffsbewegungen hat der Tanker die Ostsee inzwischen verlassen und fährt entlang der norwegischen Küste nach Norden. Als Ziel ist Murmansk angegeben.

Genau das fällt auf, denn Murmansk ist selbst ein wichtiger Umschlagplatz für russisches Flüssiggas und normalerweise kein Ziel für LNG aus einem russischen Exportterminal an der Ostsee. Der Schiffsanalyst H. I. Sutton hält es deshalb für wahrscheinlich, dass die Ladung weiter nach Ostasien gehen soll, möglicherweise nach China. Dafür könnte der „Portowy“ selbst den Nördlichen Seeweg nehmen oder seine Ladung in Murmansk auf einen anderen Tanker übertragen. LNG-Transporte über diese Route sind im Sommer nichts Besonderes, ungewöhnlich ist aber der Ausgangspunkt. Flüssiggas aus der Ostsee wird normalerweise nach Süden über das Mittelmeer und den Suezkanal oder um Afrika herum transportiert. Der Weg nach Norden würde zwar auch Gefahren durch den Krieg im Nahen Osten umgehen, doch Sutton sieht einen anderen Grund als wahrscheinlicher: Moskau will seine Gastanker offenbar vor ukrainischen Seedrohnen schützen. Ukrainische unbemannte Boote haben bereits Tanker außerhalb des Schwarzen Meeres angegriffen. Russland reagiert darauf möglicherweise mit einer neuen Exportstrategie und militärischem Begleitschutz.

Die „Admiral Kasatonow“ wurde nach Angaben von Beobachtern in diesem Jahr bereits zur Eskorte von Schiffen der russischen Schattenflotte eingesetzt. Sie ist zudem nicht das einzige russische Kriegsschiff, das derzeit in der Ostsee auftaucht. Anfang August wurde auch der Zerstörer „Admiral Lewtschenko“ in die Region geschickt und am Dienstag vor der dänischen Küste gesichtet. Die verstärkte Präsenz folgt wenige Wochen nach Putins Ankündigung, Russland werde auf die Festsetzung russischer Schiffe durch Staaten der Europäischen Union mit entsprechenden Gegenmaßnahmen reagieren. Nun fährt ein mit Hyperschallraketen bewaffnetes Kriegsschiff vor deutschen und dänischen Küsten neben einem russischen Gastanker her. Für einen gewöhnlichen LNG-Transport ist das ein erheblicher militärischer Aufwand – und ein Hinweis darauf, wie ernst Moskau inzwischen die Gefahr für seine Handelsflotte nimmt.

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In Jakutien wurde ein zehntes Stalin-Denkmal enthüllt.
Im Dorf Bjuteidjach wurde eine neue Büste aufgestellt. An der Zeremonie nahm Sergei Lewtschenko teil – ein Kommunist und ehemaliger Gouverneur der Region Irkutsk –, der Stalin als den Mann bezeichnete, dem das Land seinen Sieg im Krieg und die Entwicklung der Völker der UdSSR verdanke.

Man fragt sich, was genau mit „Entwicklung“ gemeint ist: Deportationen, Repressionen oder der Gulag?

Die Teilnehmer der Veranstaltung erklärten zudem, Russland müsse „alles wiederbeleben, was unter sowjetischer Herrschaft am besten war“.

Bedeutet „alles, was am besten war“ etwa Deportationen, Repressionen und den Gulag?
 
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