Putin ist es mittlerweile egal, ob sein Volk hinter dem Krieg steht oder nicht
In seiner Rede einen Monat vor der "Wahl" zur russischen Duma setzte der Kreml-Chef alles auf eine Karte. Kompromiss? Fehlanzeige
Seit Jahrhunderten kursiert in Russland ein Sprichwort, das viel über die politische Verfasstheit des Riesenlandes verrät: "Guter Zar, schlechte Bojaren". Die Russinnen und Russen, so besagt es, geben nicht dem obersten Führer im Winterpalast oder im Kreml die Schuld an Missständen, sondern dessen Beratern und lokalen Lakaien.
Lange konnte sich auch Wladimir Putin, der aktuelle Zar, darauf verlassen, dass diesem Klischee ein wahrer Kern innewohnt.
Immerhin richtete sich sogar die bisher größte Bedrohung für Putins Regime, Jewgeni Prigoschins Marsch auf Moskau 2023, nicht gegen den Kriegsherrn selbst, sondern gegen jene, die dessen Befehle seiner Auffassung nach mangelhaft ausführten.
Zwar weiß viereinhalb Jahre nach Beginn des russischen Angriffskriegs im Westen niemand so genau, wie die Leute in Russland wirklich denken. Vieles spricht aber dafür, dass das alte Sprichwort noch immer gilt.
www.derstandard.at
In seiner Rede einen Monat vor der "Wahl" zur russischen Duma setzte der Kreml-Chef alles auf eine Karte. Kompromiss? Fehlanzeige
Seit Jahrhunderten kursiert in Russland ein Sprichwort, das viel über die politische Verfasstheit des Riesenlandes verrät: "Guter Zar, schlechte Bojaren". Die Russinnen und Russen, so besagt es, geben nicht dem obersten Führer im Winterpalast oder im Kreml die Schuld an Missständen, sondern dessen Beratern und lokalen Lakaien.
Lange konnte sich auch Wladimir Putin, der aktuelle Zar, darauf verlassen, dass diesem Klischee ein wahrer Kern innewohnt.
Immerhin richtete sich sogar die bisher größte Bedrohung für Putins Regime, Jewgeni Prigoschins Marsch auf Moskau 2023, nicht gegen den Kriegsherrn selbst, sondern gegen jene, die dessen Befehle seiner Auffassung nach mangelhaft ausführten.
Zwar weiß viereinhalb Jahre nach Beginn des russischen Angriffskriegs im Westen niemand so genau, wie die Leute in Russland wirklich denken. Vieles spricht aber dafür, dass das alte Sprichwort noch immer gilt.
Putin ist es mittlerweile egal, ob sein Volk hinter dem Krieg steht oder nicht
In seiner Rede einen Monat vor der "Wahl" zur russischen Duma setzte der Kreml-Chef alles auf eine Karte. Kompromiss? Fehlanzeige