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Nachrichten Russland

„Zwerg Russland“: Russische Botschaft empört über Van der Bellen-Sager
Der Bundespräsident bezeichnete Russland als „Zwerg, der sich wie ein Riese benimmt“. Die Botschaft wirft ihm unbeholfene Außenpolitik-Kommentare vor.
Russlands Botschaft in Wien hat sich auf der Plattform X empört über ein Zitat von Bundespräsident Alexander Van der Bellen gezeigt.

Dieser habe Russland bei einer Veranstaltung in Wien als „einen Zwerg“ bezeichnet, der sich „wie ein Riese benimmt“. Die Botschaft hielt dazu fest: „Solche Äußerungen machen dem Staatsoberhaupt eines Landes, dessen Souveränität und Unabhängigkeit von der Russischen Föderation als Rechtsnachfolgerin der Sowjetunion garantiert wurden, keine Ehre.“

Weiters hieß es in dem Posting auf "X": Wir erlauben uns unsererseits, den österreichischen Bundespräsidenten, der bereits nicht zum ersten Mal und dabei unbeholfen versucht, außenpolitische Fragen zu kommentieren, an ein geflügeltes Wort aus der berühmten Fabel von Iwan Krylow zu erinnern: 'Der Mops! Klar, ist ein starker Mann. Der bellt auch Elefanten an."

 
Schröder findet wieder einen Platz in Russland – diesmal zwischen Supermarktregalen und Putin-Nähe
Gerhard Schröder hat einen neuen Posten in Russland. Der frühere deutsche Bundeskanzler sitzt künftig im Aufsichtsrat der russischen Hypermarktkette Globus. Beschlossen wurde das auf einer Gesellschafterversammlung von OOO „Giperglobus“. Schröder soll die strategische Entwicklung des Geschäfts in Russland begleiten. Eigentümer Thomas Bruch begründet die Personalie mit Schröders langjähriger Erfahrung in der russischen Politik und Wirtschaft. Seine Sicht könne dem Unternehmen helfen, auch unter den heutigen Bedingungen einen „auf Dialog ausgerichteten Ansatz“ zu verfolgen. Dialog klingt immer friedlich. Manchmal steht er einfach auf einer Visitenkarte.

Globus gehört zu den wenigen ausländischen Handelsketten, die nach Beginn des russischen Angriffskrieges weiter im Land tätig blieben. Seit Januar 2025 gehört die russische Gesellschaft nicht mehr zur deutschen Globus Holding. Verbunden bleiben beide über den gemeinsamen Namen und dieselben Anteilseigner. Andere westliche Handelsunternehmen arbeiten ebenfalls noch in Russland, teilweise inzwischen unter staatlich angeordneter vorübergehender Verwaltung. Schröders Platz im Aufsichtsrat kommt damit in einem Geschäftsumfeld, in dem politische Nähe längst nicht mehr bloß Begleitmusik ist. Von Russland hat sich Schröder ohnehin nie weit entfernt. Seine persönlichen Beziehungen zu Wladimir Putin bestehen fort. Putin selbst nannte ihn im Mai dieses Jahres als einen aus seiner Sicht geeigneten Vermittler für Gespräche mit der Ukraine. Nun bekommt der frühere Kanzler noch eine weitere offizielle Aufgabe im russischen Wirtschaftsleben.

Die politische Laufbahn liegt lange hinter ihm. Russland offenbar nicht. Während andere deutsche Politiker seit dem Krieg möglichst große Entfernung zu Moskau suchen, nimmt Schröder dort erneut einen Platz am Tisch ein. Diesmal geht es um Einkaufswagen und Unternehmensstrategie. Der alte Kontakt ist geblieben.
 
Macht Platz, ihr Leibeigenen, der Zar kommt! :)

Die Bewohner der russischen Region Tscheljabinsk stehen in kilometerlangen Staus fest und kommen nicht nach Hause, weil der „Führer“ mit seiner Wagenkolonne durch die Gegend rast. Der Grund dafür ist der Besuch des „Bunkerbewohners“ bei den Militärübungen „Zentrum-2026“ auf dem Truppenübungsplatz Tschebarkul, an denen mehr als 47.000 Soldaten beteiligt sind. Der „Führer“ ist sich der Liebe des Volkes so sicher, dass für den Schutz seiner Wagenkolonne sogar ein Hubschrauber eingesetzt werden musste.

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Russische Armee: Militärfahrer werden für die Weigerung zu fahren bestraft
 
Zuletzt bearbeitet:
Atom-Drohung aus Moskau: Putin spielt mit dem Feuer
Der Kremlchef orakelt von einem bevorstehenden Angriff der NATO auf Kaliningrad, droht sogar mit dem Einsatz von Atomwaffen. Das hat kein Kremlchef seit den 1980ern mehr gemacht – was steckt da dahinter?
Die Rolle des unschuldigen Opfers beherrscht Wladimir Putin richtig gut. Als der Kremlchef am Donnerstag beim jährlichen Waldai-Forum in Moskau saß, spielte er sie zum wiederholten Mal: Die NATO habe vor, die russische Exklave Kaliningrad von der Versorgung abzuschneiden, das wäre ein „direkter Angriff auf Russland“, orakelte er. Seine Antwort wäre in diesem Fall „unausweichlich“ – und inkludiere Atomwaffen.

Bedrohen wolle er damit aber niemanden, sagte er im Nachsatz lächelnd. Der Aggressor, der sitze ja im Westen.

Das Suwalki-Szenario
Es ist ein altes russisches Spiel, das Putin da vollführt. Man kennt es aus dem Winterkrieg gegen Finnland 1939, aus Afghanistan 1979, von der Krim 2014 und der Invasion der Ukraine acht Jahre später. Immer fühlte sich Russland „bedroht“, maskierte seinen eigenen Angriff später als Verteidigung. Die Begründungen dafür waren meist erfunden oder zumindest übertrieben.

Auch jetzt ist der Vorwurf, die NATO plane eine Attacke auf Russlands westlichste Exklave, substanzlos. Putin stößt sich vielmehr an den Übungen des Bündnisses in Gewässern dort: Die NATO probt ironischerweise jenes Szenario, das Putin als „Pseudo-Verteidigung“ im Sinn hat – dass Russland die Suwalki-Lücke, die nur gut 100 Kilometer lange Verbindung zwischen Exklave und Mutterland, mit Gewalt schließt. Dass Moskau damit das Baltikum vom Rest der NATO abschneiden könnte, gilt unter Experten schon lange als plausibles Eskalationsmodell.


 
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Krieg und Sanktionen haben die Reisevorlieben hochrangiger russischer Beamter verändert. An die Stelle von Frankreich, Deutschland und Italien sind die Türkei, Usbekistan und Aserbaidschan getreten; dies ergab eine Recherche des Mediums „Projekt“ (das in Russland als „ausländischer Agent“ gelistet ist).

Vor Beginn des umfassenden Krieges flogen russische Beamte – ungeachtet der antiwestlichen Rhetorik des Kremls – am häufigsten mit Privatjets in Länder West- und Südeuropas. Nach Kriegsbeginn in der Ukraine und der Verhängung von Sanktionen verschwand der Großteil dieser Ziele aus den Top 10. Anstelle von Frankreich, Deutschland, Italien, der Schweiz, Spanien, Griechenland und Österreich tauchten nun Usbekistan, Aserbaidschan, Saudi-Arabien, Tadschikistan, der Iran, die Malediven und Kasachstan in der Liste auf.

Das beliebteste Ziel wurde die Türkei: Dorthin unternahmen Beamte und ihre Angehörigen zwischen 2022 und 2023 insgesamt 137 Flüge mit Privatjets. Auf dem zweiten Platz folgen die VAE mit 73 Flügen. Beide Länder zählten bereits vor der Invasion zu den wichtigsten Zielen.

Im weiteren Verlauf der Liste gab es jedoch fast vollständige Veränderungen. Den dritten Platz belegte Usbekistan, den vierten Aserbaidschan; China, das vor dem Krieg auf Rang zehn lag, rückte auf Platz fünf vor.

In der unteren Hälfte der neuen Top-10-Liste finden sich Saudi-Arabien, Tadschikistan, der Iran, die Malediven und Kasachstan. Mit Ausnahme Chinas gehörte keines dieser Länder vor dem Krieg zu den zehn beliebtesten Zielen.

Bis zum Jahr 2022 entfielen sieben der zehn beliebtesten Reiseziele auf Europa. Mit großem Abstand führte Frankreich die Liste an: 453 Flüge wurden dort zwischen 2014 und Anfang 2022 verzeichnet. Dahinter folgten die VAE (364 Flüge), Deutschland (334), Italien (332) und die Schweiz (283). Die Türkei belegte mit 240 Flügen lediglich den sechsten Platz. Es schlossen sich Spanien (153), Griechenland (151), Österreich (120) und China (114) an.

Der Großteil der Flüge nach Frankreich entfiel auf Nizza und die Côte d’Azur, wo zahlreiche Vertreter der russischen Elite Immobilien besaßen. Im Winter reisten Beamte und deren Angehörige in die französischen Alpen – unter anderem über den Flughafen Chambéry in das nahegelegene Courchevel.

Besonders häufig flog der milliardenschwere Senator Suleiman Kerimow nach Frankreich. Eben dort, in Nizza, wurde er 2017 im Zuge von Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung beim Immobilienerwerb an der Côte d’Azur festgenommen. Auch die Familie des Gouverneurs der Region Moskau, Andrej Worobjow, zählte zu den regelmäßigen Passagieren auf Flügen nach Frankreich.

Auch Vertraute Wladimir Putins flogen regelmäßig nach Frankreich und Deutschland. Vor Kriegsbeginn nutzte Alina Kabajewa mehrfach Privatjets für Reisen nach Frankreich, und die Präsidententochter Katerina Tichonowa hielt sich allein in den Jahren 2015 und 2016 mindestens 14-mal in Westeuropa auf (sie und ihr damaliger Ehemann Kirill Schamalow besaßen eine Villa in Biarritz). Später flog Tichonowa häufig nach München, wo ihr neuer Lebensgefährte Igor Selenski arbeitete.

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Goodbye Europa, ab nach Asien – dort gehört ihr auch hin
 
Putins Polizei schlägt zu, weil Menschen faire Wahlen fordern
In Moskau sind bei einer Kundgebung der Kommunistischen Partei 65 Menschen festgenommen worden. Rund 2.000 Teilnehmer waren am 4. Oktober auf die Straße gegangen, offiziell zum Gedenken an die Toten der gewaltsamen Auflösung des Obersten Sowjets vor 33 Jahren. Unter ihnen waren Kommunisten, Anhänger von Jabloko, marxistische Gruppen und Unterstützer des Aktivisten Dmitri Morosow. Dann wurde aus Erinnerung Gegenwart. „Freiheit für politische Gefangene“, „Für faire Wahlen“, „Nieder mit dem Zaren“, dazu Rufe gegen Einiges Russland. Nach Augenzeugenberichten begannen genau danach die massenhaften Festnahmen. Sicherheitskräfte sollen einen Mann getreten haben, eine Frau sei bei ihrer Festnahme an den Haaren gepackt worden. Ein Teil der Festgenommenen wurde auf das Polizeirevier Krasnopresnenski gebracht. Die Moskauer Polizei nannte weder eine eigene Zahl noch öffentlich einen Grund für das Vorgehen. Die Kommunistische Partei erklärte, sie bemühe sich um die Freilassung der Teilnehmer.

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Auf den Schildern steht:

  • Links oben: „Jakuschewa zur Verantwortung!“
  • Großes Schild links: „Ich fordere: Die mehrtägige Stimmabgabe abschaffen.“
  • Großes Schild rechts: „3.-4. Oktober 1993 – ein schwarzer Tag in der Geschichte der russischen Demokratie.“
Was in Moskau passiert ist, steht neben einem größeren Versuch, nach den Septemberwahlen überhaupt noch öffentlich gegen mutmaßliche Fälschungen zu protestieren. In mindestens 14 Städten wurden Kundgebungen angekündigt oder vorbereitet. Stattfinden konnten sie bis zum 4. Oktober in Syktywkar, Tjumen und Tobolsk. Zusammen kamen dort ungefähr 260 Menschen. Festnahmen wurden bei diesen 3 Veranstaltungen nicht gemeldet. In Moskau war zusätzlich eine Kundgebung unter dem Motto „Für faire Wahlen“ auf dem Theaterplatz geplant. Die Behörden lehnten sie mit Verweis auf Corona-Beschränkungen ab. St. Petersburg bekam dieselbe Begründung. In Kasan hieß es, das Thema sei nicht konkret genug formuliert und ein einzelner Veranstalter könne die Sicherheit von 499 Teilnehmern womöglich nicht gewährleisten. Jekaterinburg verwies auf einen geltenden Bereitschaftsmodus. In Ulan-Ude standen einer Kundgebung eine Messe im Park und ein städtischer „Sauberkeitsmonat“ im Weg. Den Veranstaltern wurde der 25. Oktober angeboten.

In Ischewsk musste erst ein Gericht feststellen, dass die Stadtverwaltung eine Kundgebung rechtswidrig abgelehnt hatte, weil weder ein anderer Ort noch ein Ersatztermin angeboten worden war. Einer der Antragsteller war Dmitri Morosow, dessen Freilassung später in Moskau gefordert wurde. In Chabarowsk wollte die Partei Rasswet am 4. Oktober protestieren. Der Organisator wurde 3 Tage vorher zur Polizei gebracht, verwarnt und mehrere Stunden als Zeuge in einem anderen Verfahren befragt. Einen Tag später zog er die Anmeldung zurück. In Lipezk dagegen wurde eine Kundgebung für den 10. Oktober genehmigt.

Putins Russland zeigt damit ziemlich offen, wie eng der Raum geworden ist. Wer still gedenkt, kann vielleicht stehen bleiben. Wer daraus offene Kritik macht, faire Wahlen fordert oder „Nieder mit dem Zaren“ ruft, riskiert Festnahme, Gewalt und mehr. In Moskau traf es 65 Menschen. Das ist kein Handeln einer nervösen Polizei. Das ist politische Diktatur, sichtbar auf offener Straße.

 

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Russland dementiert möglichen Pesttod von Laborantin
Der Tod einer Labormitarbeiterin in Sibirien ist laut offiziellen russischen Angaben nicht auf einen Pesterreger zurückzuführen.

Die 28-Jährige, die an einem Institut zur Bekämpfung von Pestkrankheiten arbeitete, sei an einer „Lungenentzündung unbekannter Herkunft“ gestorben. Das teilte die für Seuchenbekämpfung zuständige russische Behörde Rospotrebnadsor mit, wie die Nachrichtenagentur Interfax heute meldete.

In Proben der Patientin seien keine Mikroorganismen nachgewiesen worden, „die mit ihrer beruflichen Tätigkeit in Zusammenhang stehen“. Die Frau war am vergangenen Freitag im Krankenhaus der Stadt Schelechow bei Irkutsk in Sibirien gestorben.

Berichte über mögliche Ansteckung mit Lungenpest
Nach Angaben von Rospotrebnadsor ergaben Untersuchungen, dass es keinen Laborunfall in dem Institut in Irkutsk gab. Vorher hatte es unbestätigte Berichte gegeben, dass die Frau sich mit Lungenpest infiziert haben könnte, als ihr versehentlich ein Reagenzglas herunterfiel.

 
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Putin erklärte, Russland sei stolz auf die Teilnehmer des Krieges gegen die Ukraine – und wolle sie an Schulen entsenden. Bei einer Zeremonie anlässlich des Tags des Lehrers sagte Putin, Kriegsveteranen würden zu Mentoren für Schüler und Jugendliche und seien zudem im Bildungswesen sowie in der „patriotischen Erziehung“ tätig.

Besonders ging Putin auf die Vorbereitung ehemaliger Militärangehöriger auf eine Tätigkeit im zivilen Bereich durch das Programm „Zeit der Helden“ ein. Für Teilnehmer, die in die Politik oder die öffentliche Verwaltung wechseln, wird eine spezielle Ausbildung organisiert.

Der Krieg endet also nicht an der Front – seine Teilnehmer sollen nun auch in das Erziehungssystem der nächsten Generation integriert werden.
 
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Russland: Deserteur tötet und zerstückelt drei Frauen
In der Oblast Nischni Nowgorod wurde ein Mann festgenommen, der beschuldigt wird, seine Lebensgefährtin, deren Mutter und deren Tochter ermordet zu haben. Nach Angaben des Ermittlungskomitees war er zuvor aus seiner Militäreinheit desertiert und hatte sich vor den Strafverfolgungsbehörden versteckt.

Den Ermittlungen zufolge schlug er am 3. Oktober in der Siedlung Nekljudowo während eines Streits mehrfach mit einem Montiereisen auf den Kopf seiner Lebensgefährtin ein. Anschließend suchte er deren Mutter und Tochter auf und berichtete von der Tat; als die Frauen daraufhin die Polizei rufen wollten, tötete er auch sie.

Danach zerstückelte der Mann die Leichen der beiden Frauen, verpackte die Überreste in Säcken und Taschen und mietete einen „Gazelle“-Transporter, um sie in einen Wald zu schaffen. Am 5. Oktober wurde das Fahrzeug jedoch an einer Verkehrskontrollstelle in Nischni Nowgorod gestoppt. Im Laderaum entdeckten Polizisten menschliche Überreste. Der Verdächtige versuchte zu fliehen, wurde aber festgenommen.

Er wurde wegen Mordes an drei Personen und wegen Desertion angeklagt. Er hat die Tat teilweise gestanden.
 
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